DDR5-RAM defekt: Australischer Händler verweigert Austausch wegen Preisexplosion
Ein australischer Händler sorgt für Aufsehen: Einem Kunden wurde der Austausch seines defekten Corsair-DDR5-Kits verwehrt. Die Begründung? Der stark gestiegene Marktpreis mache es zu einem "Upgrade".
Wer einen Defekt an seiner PC-Hardware feststellt, verlässt sich - soweit möglich - auf die gesetzliche Gewährleistung oder Herstellergarantie. Die anhaltende Speicherkrise sorgt jedoch dafür, dass dieser eigentlich gewöhnliche Rückgabeprozess seltsame Blüten treiben kann, wie ein Kunde aktuell in Australien feststellt.
Wie der Youtube-Kanal Hardware Unboxed berichtet, versuchte dieser, ein defektes Corsair-DDR5-Speicherkit umzutauschen. Der zuständige Einzelhändler lehnte den Austausch des fehlerhaften Riegels jedoch ab. Als Begründung führte das Unternehmen an, dass sich die Preise für DDR5-RAM inzwischen vervierfacht hätten. Ein direkter Austausch des Kits käme demnach einem finanziellen "Upgrade" für den Käufer gleich.
Nicht einmal die Rückgabe des Riegels war möglich
Nachdem der Händler Umart den regulären Austausch verweigerte, pochte der Kunde auf geltendes Verbraucherrecht. In Australien sind Shops ähnlich wie in Europa für Garantieansprüche zuständig und müssen defekte Artikel ersetzen oder erstatten, bevor sie sich an den Hersteller wenden.
- Umart legte das Gesetz jedoch so aus, dass ausschließlich der ursprüngliche Kaufpreis erstattet wurde. Der defekte Speicher wurde zudem beim Großhändler gegen eine Gutschrift eingetauscht, wodurch dem Kunden die eingesandte Hardware "geklaut" wurde.
- Ihm war es dadurch unmöglich, die lebenslange Herstellergarantie über die RMA-Seite von Corsair selbst in Anspruch zu nehmen.
Der betroffene Nutzer wandte sich schließlich mitsamt allen Informationen direkt an den Corsair-Support, erhielt dort jedoch mehrere Wochen lang keine Antwort. Erst als sich das Team von Hardware Unboxed einschaltete und dem Kunden sogar ein Ersatz-Kit als Leihgabe anbot, reagierte der Hersteller: Corsair kümmert sich nun selbst um eine Lösung für den Käufer.
Unter dem Video reagierte der Händler inzwischen mit einer Stellungnahme. Darin heißt es, man biete Kunden je nach Präferenz einen Ersatz oder eine Rückerstattung an - sofern Ersatzware verfügbar ist. Da in diesem speziellen Fall kein Ersatz auf Lager gewesen sei, habe man sich für die Rückerstattung entschieden. Die Hardware-Community zeigt sich von dieser Erklärung allerdings wenig überzeugt, da sie der ursprünglichen Argumentation des "finanziellen Upgrades" widerspricht.
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass du das noch nie erlebt hast, irgendwo (im legalen Rahmen) eine schlechte Erfahrung gemacht zu haben. Das führt normalerweise dazu, dass man diesen Händler/Dienstleister/o.ä. einfach nicht mehr aufsucht.
Oder auch andersherum: Sicherlich war dir gegenüber schon einmal jemand kulant und ich kann mir nicht vorstellen, dass du das in der Situation abgelehnt hast, weil es rechtlich nicht verpflichtend war dir entgegenzukommen und du das als Kindergarten empfindest.
Als es noch "Kaufleute" in Deutschland und dem Rest der Welt gab,
wo das Handeln auf "Treu und Glaube" basierte, da konnte man auch noch gut
miteinander auskommen.
Aber wir wollten ja kein Karstadt und Kaufhof mehr, mit guter Beratung
und einer eigenen Kundenabteilung für so was, sondern die "geiz ist geil"
Mentalität.
Und das ist das Ergebnis, Amazon und Co. machen den gesamten Markt
kaputt.
Wir rennen los und kaufen generell den günstigsten und wenns nur ein paar
Cent sind, da ist ohnehin nix mehr für den Händler zum Leben drin.
Und wo vorher der Händler noch "leben" konnte, da ist es momentan
so, dass er gerade mal so von Monat zu Monat über die Runden kommt,
es ist kein Leben, sondern Überleben.
Niemad kann es sich auf dem Markt noch erlauben "kulant" zu sein.
Was denkst Du denn warum Cyberport, K&M Computer und andere
mittlerweile einige Stores dichtgemacht haben?
Wir hatten hier im Ruhrgebiet mal ca. 60 Stores für Hardware,
logisch in einem Bereich wo 5 Mio. Menschen leben.
Wenn von den 60 jetzt noch 10 übrig sind, dann ist das noch viel.
Also "Kulanz" verstehe ich und begrüße ich, aber wenn der Händler
aus eigener Tasche noch mal die doppelte Summe drauf legen
muss, wo er ohnehin schon nichts mehr verdient, da bin ich raus.
Jemand der erwachsen und mündig genug ist etwas zu kaufen,
sollte auch verstehen, das ein Handelsgeschäft kein
Wünsch-Dir-was auf dem Ponyhof ist.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass du das noch nie erlebt hast, irgendwo (im legalen Rahmen) eine schlechte Erfahrung gemacht zu haben. Das führt normalerweise dazu, dass man diesen Händler/Dienstleister/o.ä. einfach nicht mehr aufsucht.
Oder auch andersherum: Sicherlich war dir gegenüber schon einmal jemand kulant und ich kann mir nicht vorstellen, dass du das in der Situation abgelehnt hast, weil es rechtlich nicht verpflichtend war dir entgegenzukommen und du das als Kindergarten empfindest.
Nvme gekauft Anfang 2025 für ca. 60€, Mindfactory ist in die Insolvenz gegangen, Heise hat übernommen, Kontodaten gelöscht. Defekt Anfang 2026, die Nachfolger angeschrieben, die haben meine Daten mit Einverständnis weitergegeben an die ursprüngliche Mindfactory. Die haben mir die Nvme durch Neu ersetzt. Preis zu dem Zeitpunkt ca. 120 € (aktuell 134). Dafür das es hier kompliziert aussieht, ging das relativ schnell. Übrigens sehe ich den Reparatur Auftrag in meinen neuen Kontodaten. Siehste, geht auch anders...
Jemand der erwachsen und mündig genug ist etwas zu kaufen,
sollte auch verstehen, das ein Handelsgeschäft kein
Wünsch-Dir-was auf dem Ponyhof ist.
Damit beide Seiten fair behandelt werden, gibt es Regeln (BGB).
Die schützen beide Seiten.
Der Händler hat zu einem Preis eingekauft in dem noch ein Marge ist,
von der er einen Handel betreiben und nebenbei noch leben muss.
Wenn er jetzt jeden Verkauf mit der dreifachen Summe subventionieren müsste,
nur weil jemand rumheult und das nicht versteht, kann er morgen den Laden zu machen.
Es ist eher eine Frechheit, dass es Menschen gibt, die für ein paar Kröten meinen,
sie hätten eine Flat-Rate erworben.
Manchmal sich die Garantien ja auch ausschlaggebend für den Kauf und manchmal zahlen ja Leute sogar extra für (verlängerte) Garantie.
Beim Händler hat er Anspruch auf die gesetzlich festgelegte Gewährleistung.
Diese "gewährt" ihm die Erfüllung des Vertrages, Ersatzleistung oder Rücktritt.
Aber das wird nach dem ausgelegt, was für BEIDE Parteien Sinn macht und "zumutbar" ist.
Garantie ist herstellerseitig, damit hat der Händler zunächst nur indirekt zu tun.
Und selbst "Garantie" ist kein juristisch festgelegter Begriff, da er von Unternehmen
zu Unternehmen und von Produkt zu Produkt herstellerseitig ausgelegt werden kann,
wie die es für lustig erachten.
Aber daran ist doch der Händler nicht schuld.