DDR4-RAM-Overclocking: Neuer Weltrekord, DDR4-5900 wurde geknackt
Zu den prestigeträchtigsten Leistungen für RAM-Übertakter zählt das Erreichen eines neuen Weltrekords mit der aktuellen DDR-Generation. Genau das ist Kovan Yang vom MSI OC Team geglückt, der als erster Speicher-Tuner einen RAM-Takt von über DDR4-5900 mit CPU-Z validieren konnte.
Kovan Yang gelang es bereits als erstem Übertakter, in den Taktbereich DDR4-58xx vorzustoßen und schnappt sich mit seinem neuesten Ergebnis wieder den aktuellen Weltrekord. Den hatte seit Mai der ebenfalls in Taiwan beheimatete Übertakter Toppc inne, der im Mai im Rahmen der Computex die Taktfrequenz DDR4-5886 erreichten konnte. Der neue Bestwert sind allerdings 2.950,7 MHz (DDR4-5901), die bei den Timings 31-63-63-63 2T mit einem 8 GiByte fassenden Riegel erreicht wurden. Kovan Yang setzte mit dem MSI Z390I Gaming Edge AC auf die gleiche Mini-ITX-Platine für Sockel-1151-Prozessoren, verwendete anstelle eines RAM-Moduls von G.Skill aber einen Hyper-X-Riegel. Dieser trägt die Produktnummer KHX3466C19D4/8G, ist also regulär für DDR4-3466 und einen CAS-Wert von 19 bei vermutlich 1,35 Volt spezifiziert. Die verbauten Speicherchips sind weder dem Eintrag in der CPU-Z-Datenbank noch der Ergebnisseite bei Hwbot zu entnehmen, alles andere als die 8 GBit fassenden B-Dies von Samsung wäre aber eine Überraschung.
Als Prozessor kam ein Core i9-9900K zum Einsatz, der wie das RAM-Modul mit einem Container und die Hinzugabe von flüssigem Stickstoff gekühlt wurde. Da die CPU-Rechenleistung bei einer CPU-Z-Validierung keine Rolle spielt, wurden SMT und sechs der acht Kerne für den Rekordversuch deaktiviert. Die verbliebenen zwei Kerne wurden stark heruntergetaktet auf rund 800 MHz. Nachdem Kovan Yang den DDR4-5900-Club eröffnet hat, dürften die nächsten Anstrengungen des MSI OC Teams und anderen RAM-Übertaktern dem Erreichen von 3.000 MHz (DDR4-6000) gewidmet sein.

Meine Tests in der PCGH 12/2015 mit RAM-Benchmarks, Anwendungen und Spielen haben durch die Bank etwas anderes ergeben. Ich zitiere mal: "Bei gleichem Takt, bei gleichen Hauptlatenzen und Subtimings sowie identischem Restsystem ist die DDR4-Konfiguration stets schneller. Im Extremfall beträgt der Vorsprung zugunsten des neuen Standards rund fünf Prozent (Anno 2070) oder gar acht Prozent (7-Zip), meist ist der Unterschied mit 1-2 Prozent aber gerade noch messbar." Diese Benchmarks wurden wohlgemerkt mit mehreren RAM-Sticks pro Generation mit unterschiedlichen Chips aber gleicher Rank-Anzahl, der gleichen CPU inkl. fixierter Taktraten auf dem gleichen DDR4-/DDR3-Hybrid-Mainboard durchgeführt. (Am verwendeten Mainboard oder PCH liegt es nicht, das zeigen weitere Benchmarks im Artikel mit unterschiedlichen Hauptplatinen.) Bei gegenteiligen Ergebnissen würde ich daher davon ausgehen, dass kein 1:1-Vergleich stattgefunden hat.
Oder anders gesagt der dualchannel-Betrieb beginnt bei DDR5 bei mindestens 32GB RAM.
Genauso wie es bei dem B-Dies waren und die gibts es ja schon ne weile.Erst dieses Jahr sind die Rampreise auch was B-Dies betrifft
in humanere bereich gefalllen.Die neuen werden auch deswegen teurer weil die neuen Ramchips auch höhere kapazitäten mitbringen werden
z.B. die M-Dies sollen mindestnes je Modul 16GB haben und die werden höhstwarscheinlich auch größere Kapazitäten haben wie 32GB oder vielleicht mehr in Zukunft(?).
Natürlich müßen das die entsprechenden Boards auch unterstützen.wie gesagt ich denke nicht selbst wenn die neue Generation eine Jahr auf dem Markt wären,
das danach gleich günstiger werden.