DDR3-1600-Speicher mit CL 8-8-8-15 von Winchip

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(Bild: techpowerup.com) Quelle: (Bild: techpowerup.com) (Bild: techpowerup.com) Die Kollegen von techpowerup.com konnten DDR3-1600-Speicher von Winchip über ihren Testparcours schicken.

Der DDR3-1600-Standard ist von JEDEC verabschiedet worden (PCGH berichtete), bisher konnte aber kein Hersteller Module liefern, die diesem Standard entsprechen. Auch die Module von Winchip entsprechen nicht ganz diesem Standard. Zwar erreichen sie die hohe Bandbreite, dies wird aber nur durch die Anhebung der Spannung auf 1,95 bis 2,05 Volt erreicht. Die Standardspannung für DDR3-Speicher liegt bei 1,5 Volt und somit liegt man doch recht beachtlich oberhalb der Spezifikation.

Winchip bietet das Kit bestehend aus zwei 512-Megabyte-Modulten an. Diese sind einseitig bestückt. Für das Kit mit zwei Gigabyte (zweimal 1.024 Megabyte) werden die Module beidseitig bestückt. Winchip verbaut Elpedia-ICs vom Typ J5308BASE. Keine schlechte Wahl, da diese von vielen Herstellern in der QLV (Qualified Vebdor List) geführt werden. Beim PCB setzt man auf das BRAIN Power B63URCA 0.71. Die Latenz ist mit CL 8-8-8-15 erwartet hoch. Die erste Auffälligkeit ist die Programmierung des SPD. Hier finden sich die Maximalwerte von DDR3-1422 mit Latenzen von CL 8-8-8-27. Es sieht danach aus, als ob Winchip die Module, die DDR3-1600 mit CL 8-8-8-15 schaffen einfach aussortiert.

Die Kollegen verwenden als Testsystem einen Core 2 Duo E6300 und ein Asus P5K3 Deluxe mit der Biosversion 0602. Um den Speicher auf einem solchen System mit seiner maximalen Geschwindigkeit laufen zu lassen muss der Frontsidebus auf 400 Megahertz erhöht werden. Damit läuft der E6300 dann mit 2,8 Gigahertz (Standard 1,8 Gigahertz). Es folgen die Tests zu Geschwindigkeit und Latenzen. In unserer Bildergalerie finden die die ermittelten Werte der Kollegen in einer Tabelle. Auch die Benchmarkergebnisse haben wir für Sie hier hinterlegt.

Das Fazit de Kollegen von techpowerup.com liest sich zwiespältig. Auf der Habenseite stehen das Erreichen von DDR3-1600 mit den versprochenen Latenzen, gute Latenzen von CL 5-5-5-15 bei DDR3-1066 und 1,6 Volt, die sehr guten Heatspreader und eine lebenslange Garantie. Dagegen stehen der vermutlich hohe Preis, immer noch zu hohe Latenzen für einen wirklichen Vorteil, die hohe Spannung von ca. 2 Volt, teure Infrastruktur und die Tatsache, dass man im Besitz einer übertaktungsfreudigen CPU sein muss. Den ausführlichen Test mit Fazit finden Sie unter Links zum Thema.

Bildergalerie

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