RAM: CAMM2-Speichermodule machen LPDDR5 und LPDDR5X ab 2024 aufrüstbar
Insbesondere ultramobile Computersysteme, wie besonders dünne Notebooks und die immer beliebter werdenden Handheld-PCs, setzen vermehrt auf LPDDR5 oder LPDDR5X. Dieser muss verlötet und kann daher nicht aufgerüstet werden, doch das soll sich 2024 mit den CAMM2-Speichermodulen ändern.
Insbesondere ultramobile Computersysteme, wie besonders dünne Notebooks und die immer beliebter werdenden Handheld-PCs, setzen vermehrt auf LPDDR5 oder LPDDR5X, die dank ihrer vergleichsweise geringen Versorgungsspannung und Speichergeschwindigkeiten von bis zu 8.533 MT/s, sich insbesondere für leistungsstarke und besonders kompakte Leichtgewichte eignen.
CAMM2 soll SO-DIMM ablösen
LPDDR5 und LPDDR5X besitzen aktuell aber noch einen nicht unwesentlichen Nachteil, sie können nicht auf SO-DIMMs platziert und müssen stattdessen verlötet werden. Daher sind viele Notebooks und ausnahmslos alle Handheld-PCs im Hinblick auf ihren Arbeitsspeicher nicht aufrüstbar. Diesen Umstand soll der neue Standard für CAMM2-Speichermodule ab dem kommenden Jahr korrigieren, welchen die JEDEC mittlerweile final spezifiziert hat. Dell gilt als treibende Kraft hinter den neuen Speichermodulen, welche die SO-DIMMs im Jahr 2024 ablösen sollen.
Quelle: Samsung
Hersteller wie Dell und Samsung versprechend sich von LPCAMM-Speichermodulen eine Platzersparnis von bis zu 60 Prozent, während vollständig bestückte Platinen zudem 57 Prozent dünner und bis zu 70 Prozent effizienter ausfallen sollen.
LPDDR5 und LPDDR5X werden aufrüstbar
Da die CAMM2-Speichermodule sowohl gewöhnliche DDR5-ICs als auch LPDRR5 und LPDDR5X aufnehmen können, werden die beiden letztgenannten Standards auch erstmals aufrüstbar. Bisher wurden diese ausschließlich verlötet und waren, Bastellösungen einmal ausgenommen, von Upgrades ausgenommen.
Quelle: Samsung
Auf der Leiterplatte, dem sogenannten Printed Circuit Board ("PCB"), findet zudem das Serial Presence Detect ("SPD") sowie der Power-Management-ICs ("PMIC"). Die ersten Notebooks mit CAMM2 sind ebenfalls bereits auf dem Markt, das Dell Precision 7770 und Precision 7670, welche das mobile Workstation-Segment adressieren.
CAMM2-Module sind noch sehr teuer
Dell bietet in den USA bereits CAMM2-Module mit bis zu 128 GiByte DDR5-5600 an, welche über 128 Datenpfade im Dual-Channel mit dem Prozessor verbunden sind und zwischen 259,99 und 1.999,99 US-Dollar kosten. Im kommenden Jahr soll sich der Preis aber bei entsprechender Verbreitung in Richtung SO-DIMM bewegen.
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Quelle: JEDEC, Samsung, Dell

Zumindest bis mindestens 2026/27 wird im Desktop weiterhin weiter auf gewöhnliche DIMMs gesetzt.
Der JEDEC-Standard wurde explizit für mobile Geräte geschaffen.
Im Desktop müsste erst einmal über eine Abkehr vom ATX-Standard gesprochen werden und auch da sind wir noch Jahre entfernt.