AMD Ryzen 7000: Aus XMP-3.0-Konkurrent RAMP wird EXPO
Im Januar fiel zum ersten Mal die Bezeichnung RAMP (Ryzen Accelerated Memory Profile) eines Übertaktungsstandards für RAM-Module als Konkurrenz zu Intels XMP 3.0. Neuesten Erkenntnissen zufolge lautet der tatsächliche Name der Technologie EXPO, die über zwei Speicherübertaktungsprofile verfügen soll.
Für kommende Raphael-Plattformen hat sich AMD auf die Fahne geschrieben, mit Speicherübertaktung für Furore und Geschwindigkeiten jenseits des Vorstellungsvermögens zu sorgen. Im Januar dieses Jahres fiel in diesem Kontext die Abkürzung RAMP für "Ryzen Accelerated Memory Profile", ein Standard zur Übertaktung von DDR5-Speicher für AMDs angekündigte Ryzen-7000er-CPUs inklusive dem Sockel AM5.
Allerdings wurde bereits im Februar die Marke "AMD EXPO" angemeldet, die ihrer Beschreibung nach unmissverständlich mit Arbeitsspeicher in Verbindung steht. In diesem Fall hat EXPO selbstredend aber nichts mit einer Ausstellung zu tun, sondern dient als Abkürzung für "Extendend Profiles for Overclocking". EXPO ist wohl also AMDs Alternative zu Intels XMP 3.0 und wird allem Anschein nach die offizielle Bezeichnung anstelle von RAMP werden.
Was über EXPO bislang bekannt ist
Nach Informationen der Webseite Videocardz wird EXPO für die Speicherung zweier Speicherübertaktungsprofile für DDR5-RAM verantwortlich sein. Das erste Profil werde für die Verwendung mit hohen Übertragungsraten optimiert, während das zweite Profil für niedrige Latenzzeiten gelte. Letzteres soll dabei laut Quellen von Videocardz optional sein.
EXPO sei darüber hinaus kompatibel mit allen Formen von DDR5-Speicher, einschließlich U-DIMM, R-DIMM und SO-DIMM. So könnte EXPO auch irgendwann seinen Weg in den Laptop-Bereich finden, während die aktuelle Ryzen-6000-Rembrandt-Reihe ausschließlich auf DDR5-4800/LPDDR5-6400-Spezifikationen beschränkt ist.
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Diese Erkenntnisse würden definitiv ins Bild passen, da der Memory Enabling Manager bei AMD, Joseph Tao, noch vor wenigen Wochen die Speicherübertaktung von kommenden AM5-Sockelplattformen ins Scheinwerferlicht rückte:
"Unsere erste DDR5-Plattform für Spiele ist unsere Raphael-Plattform und eines der großartigen Dinge an Raphael ist, dass wir wirklich versuchen werden, mit Übertaktung für Furore zu sorgen, und ich werde es einfach dabei belassen, aber Geschwindigkeiten, von denen Sie vielleicht dachten, dass sie nicht möglich seien, können mit dieser Übertaktungsspezifikation erreicht werden."
Quelle: via Videocardz

Die anderen Boardhersteller haben das gleiche unter anderem Namen umgesetzt.
Ich vermute stark, das es erhalten bleibt, denn die RAM-Hersteller werden wohl nicht Reihenweise Module mit gleichzeitiger XMP und EXPO - nebenbei: ich fand RAMP als abk. besser - Unterstützung auf den Markt bringen. Damit dann also auch von Exemplare die nur XMP unterstützen - was vermutlich auf den größeren Teil zutreffen wird, zumindest im ersten Jahr - die Profile ausgelesen und geladen werden können, wird wohl DOCP etc. erhalten bleiben. Man sieht dann vielleicht auch irgendwann DOCP bei Intel-Plattformen - evtl. mit anderem Namen -, damit dort EXPO ausgelesen und geladen werden kann.
Ob RAM mit EXPO ggü. XMP dann einen messbaren Vorteil bringt, wird man abwarten müssen bis es unabhängige Tests gibt.
Oder ist das nochmal was anderes?