PS6: Release und Preis noch offen - was Sonys Finanzbericht für die nächste Generation bedeutet

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PS6: Release und Preis noch offen - was Sonys Finanzbericht für die nächste Generation bedeutet
Quelle: Sony

Sonys Finanzbericht macht ungewohnt offen klar, dass die Konsolenmacher noch keinen Plan haben, wann und zu welchem Preis die PS6 erscheinen könnte. Diese Unwissenheit wird von der Speicherkrise getrieben.

Seit Jahrzehnten orientieren sich Fans an einer Faustregel für neue Konsolengenerationen: Rund sieben Jahre ist ein aktuelles Modell auf dem Markt, dann kommt die nächste Version. Für die PlayStation 6 könnte diese Regel allerdings zur Makulatur werden.

In seinem jüngsten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025/26 hat Sony konkrete Zahlen vorgelegt - und zwischen den Zeilen einen Wandel der Plattformstrategie, der den KI-Boom zeitgleich als Problem und Werkzeug begreift.

Sony-Konzernchef Hiroki Totoki ließ im zugehörigen Investorengespräch keinen Zweifel daran, dass weder Releasetermin noch Preis der PS6 feststehen: So habe Sony "bei zukünftigen Spielekonsolen noch keine Entscheidung getroffen" und wolle die Lage zunächst weiter beobachten.

Sony und die Speicherkrise

Der Kern des Problems: KI-Rechenzentren haben den Markt für Speicher grundlegend verändert. Weil das Training großer Sprachmodelle wahnwitzige Mengen an Speicher verschlingt, haben die großen Fertiger wie Samsung, SK Hynix oder Micron ihre Produktionsschwerpunkte bekanntermaßen verschoben.

Für das Consumer-Segment - insbesondere im Kontext von GDDR-Speicher - bleibt da nur wenig übrig, und genau das ist auch die Krux der Sache: Totoki räumte ein, dass die Speicherkosten bis weit ins nächste Geschäftsjahr hinein anhalten werden. Sony müsse entsprechend prüfen, ob künftige Kostenanstiege an die Kunden weitergegeben werden.

Alternativ steht eine Verschiebung des PS6-Releases im Raum, idealerweise auf einen Zeitpunkt, an dem das Gröbste der Speicherkrise hinter der Technikwelt liegt.

  • Rhys Elliot, der als Analyst bei Alinea Analytics arbeitet, bringt im Gespräch mit Eurogamer daher einen Veröffentlichungszeitraum ins Spiel, der nicht vor 2028 liegt.
  • Eine solche Verzögerung könnte indes nicht nur die Hardwarepläne durcheinanderbringen. Exklusivtitel, etwa von Naughty Dog oder Insomniac, dürften dem Analysten zufolge "eher Cross-Gen denn als PS6-Exclusive" auf den Markt kommen.

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