PUBG im großen Techniktest: Beliebter Kriegsgrund
PCGH Plus: Playerunknown's Battlegrounds kam unverhofft, doch schlug der Battle-Royale-Shooter bereits in Form der Early-Access-Version ein wie eine Bombe. Wir testen die finale Version. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 03/2018.
Auf dieser Seite
- 1 Simpel eleganter Genre-Mix
- 2 Weitere Entwicklung nötig
- 3 Optik und Technik
- 4 Final-Version mit deutlich besserer Performance
- 5 Noch immer unbefriedigende CPU-Skalierung
- 6 Oberklasse-PC: Ultra-Details, 144-Hz-Gaming oder feine 4K-Darstellung
- 7 Mittelklasse-PC: Full HD, WQHD und 60 Fps sowie hohe bis mittlere Details
- 8 Einsteiger-PC: Auch mit schwächerer Hardware sind gute Bildraten drin
Als Playerunknown's Battlegrounds am 23. März 2016 erstmals in Form eines Early-Access-Zugangs erschien, ahnte wohl noch niemand, dass der Titel kurze Zeit später und noch während der Early-Access-Phase ein Millionenpublikum begeistern würde. Aktuell führt PUBG, so die kaum weniger sperrige Abkürzung, die Steam-Charts an und hat selbst ewige Dauerbrenner wie Counterstrike oder DOTA 2 von den Spitzenplätzen verdrängt.
Diese Beliebtheit ist beim Spielen durchaus nachvollziehbar: PUBG erlaubt durch die rund 64 km² großen Karten, die zufällige Positionierung von Waffen und Gegenständen sowie die Vielzahl an Spielern und deren Startpunkten eine hohe Dynamik von Runde zu Runde. Jedes Spiel läuft grundsätzlich zumindest ein wenig anders, Sie erhalten andere Waffen-Pickups und Upgrades und treffen auf andere Spieler mit ebenfalls anderer Ausrüstung. Sie können bedacht oder aggressiv spielen, Gegenspieler jagen oder sich vor ihnen verstecken - und Sie können mit jeder Ihrer Taktiken Erfolg haben. Kämpfen Sie mit anderen Mitspielern zusammen gegen andere Teams, gilt es außerdem, sich untereinander abzustimmen, Rollen und Aufträge zu verteilen und die Mannschaft taktisch geschickt aufzustellen.
Hinweis: Auch wenn in diesem Printartikel nicht die aktuell verfügbare Spielversion 3.5.10.3 geprüft wird, an der Performance oder im Artikel beschriebenen Eindruck hat sich nichts geändert. Alle Aussagen decken sich also auch mit neuen Benchmarks.
Simpel eleganter Genre-Mix
Das Spielprinzip ist also durchaus spannend und unterhaltsam. Doch streng genommen ist PUBG keine allzu innovativ-neue Idee, sondern eher eine Evolution altgediegener Free-For-All- und teambasierter Taktik-Shooter mit Last-Man-Standing-Siegbedingungen sowie einem leichten Open-World-Touch. Auch das Battle-Royale-Genre, zu welchem unter anderem PUBG, Fortnite und Co. gezählt werden, die ja das Genre im Prinzip begründeten, existierte in sehr ähnlicher Form schon früher - unter anderem als jene Mod für Arma 3, welche den Ursprung von PUBG markiert.
Trotzdem ist PUBG ein gigantischer Erfolg, der in naher Zukunft außerdem eine Vielzahl an Nachahmern finden dürfte. Steam wird bereits von offensichtlichen PUBG-Clones überschwemmt, des Weiteren erhalten nicht wenige Titel Battle-Royale-Modi oder -Spin-offs, darunter neben Epic's Fortnite auch der Helden-Shooter Paladins, Ark: Survival of the Fittest, H1Z1: King of the Hill, Minecraft: The Hunger Games oder auch Grand Theft Auto Online: Motor Wars.
Beim anhaltenden Erfolg von PUBG ist natürlich nicht verwunderlich, dass auch andere auf den gewinnträchtigen Trend aufspringen wollen - wobei sich allerdings auch schnell eine gewisse Sättigung der Spielerschaft einschleichen könnte: Falls neben Hunderten unfertigen Early-Access-Survival-Sandboxen und MOBA-Helden-Shooter-Mixturen (die beiden letzten parallel laufenden Trends) demnächst ebenso viele und mindestens genauso unfertige, doch kaum unterscheidbare Battle-Royale-Shooter um die Spielergunst buhlen sollten, dürften sich einige vereinzelte erfolgreiche Top-Titel herauskristallisieren. Hier könnte PUBG einen Vorteil haben und diesen gar noch ausbauen können, denn das Spiel ist nicht nur einer der - wenn nicht sogar der Begründer - des Battle-Royale-Genres, PUBG hat außerdem bereits eine gewisse Entwicklungszeit hinter sich. Es kamen neue Inhalte hinzu und natürlich hat Playerunknown's Battlegrounds einen sehr deutlichen Vorsprung bei Spieleranzahl und der öffentlichen Wahrnehmung.
Weitere Entwicklung nötig
PUBG final im Techniktest: Beliebter Kriegsgrund (1)
Playerunknown's Battlegrounds bietet mit Release der Final-Version mit Miramar eine neue, weitläufige Wüsten-Map, welche die Sowjet-inspirierte Karte Erangel ergänzt. Doch "Finale Fassung" bedeutet im Falle PUBGs noch lange nicht, dass die Entwicklung auch abgeschlossen ist. Ein weiteres Gebiet, welches optisch die europäische Adriaküste sowie umliegende Wälder und Gebirge in das Kartendesign einbinden soll, ist aktuell im Entstehungsprozess. Neben der laufenden Arbeit an weiteren Inhalten sollte außerdem der Spiel- sowie Netzcode weiter verbessert werden, denn trotz Verbesserungen, insbesondere bei der Performance, wirkt PUBG beim Spielen optisch, inhaltlich und technisch noch immer unrund und noch ein gutes Stück davon entfernt, ein wirklich fertiges Spiel zu sein.
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Folgende Tests finden Sie im Artikel:
- PUBG-Benchmarks mit 15 Grafikkarten in drei Auflösungen
- Frametime-Vergleiche GTX 1060 und RX 580
- CPU-Kernskalierung von 2-10 Kernen mit HT
- Empfehlungen für drei verschiedene PCs (Einsteiger, Mittelklasse, High-End)
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