AMD Ryzen 2000: Maximale RAM-Taktraten scheinen sich kaum zu erhöhen

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AMD Ryzen 2000: Maximale RAM-Taktraten scheinen sich kaum zu erhöhen
Quelle: PC Games Hardware

Mit dem Pinnacle-Ridge-Refresh (Ryzen 2000) hat AMD den mit Summit Ridge (Ryzen 1000) eingeführten DDR4-Speicher-Controller aktualisiert, um geringere Latenzen zu erreichen. Die maximal erreichbaren RAM-Taktraten scheinen sich aber im Durchschnitt nicht allzu sehr geändert zu haben, wie The Stilt berichtet, der mit Asus zusammenarbeitet.

Während die früheren Ryzen-Prozessoren mit dem Codenamen Summit Ridge in Globalfoundries' 14LPP produziert wurden, wechselte AMD mit der Refresh-Generation Pinnacle Ridge auf die optimierte 12LP-Variante. Die Masken ließen sich weitestgehend übernehmen, kleinere Änderungen hat AMD jedoch am Speicher-Controller vorgenommen, um die Cache- und RAM -Latenzen zu verringern. Vor allem Spielen kann die Änderung zugutekommen. Interessant ist, welche RAM-Taktraten der Ryzen 7 2700X und seine kleinen Brüder durchschnittlich mitmachen. Hohe Speicherfrequenzen und niedrige -latenzen bringen den Zen-basierten CPUs ein vergleichsweise großes Leistungsplus.

Im Forum von anandtech.com hat The Stilt seinen Test zum Ryzen 7 2700X veröffentlicht. Früher war der Schwede aktiver in der Extrem-OC-Szene unterwegs, inzwischen arbeitet er mit Asus zusammen und hat damit Zugang zu einem breiten Feld von Test-Hardware. Asus integriert seine RAM-Profile beispielsweise in den BIOS-Versionen der Crosshair-Mainboards - mit Anpassungen an den vielen kleinen Sub-Timings sollen die letzten Prozent Leistung aus den CPUs herausgekitzelt werden.

Laut The Stilt sei keine flächendeckende Verbesserung bei den maximal erreichbaren RAM-Taktraten erkennbar. Er selbst habe auch mit Modulen, die Samsungs beliebten B-Dies nutzen, maximal DDR4-3533 erreichen können. Das habe mit einer Erhöhung der SoC-Spannung, die unter anderem auch den Speicher-Controller versorgt, bei 62,5 Prozent aller Testmuster funktioniert. 25 Prozent der Muster sei vorher ausgestiegen und habe DDR4-3466 mitgemacht. 12,5 Prozent vertrugen lediglich DDR4-3400. Die von AMD genannten Optimierungen der X470-Mainboards sollen neben Anpassungen an der Spannungswandlung auch aktualisierte Vorgaben bei den Speichersignalwegen beinhalten. In den meisten Fällen limitiere jedoch der CPU-interne Controller. Für DDR4-3600 oder mehr brauche es Glück bei der "Siliziumlotterie".

Festhalten lässt sich letztendlich, dass nicht der maximale RAM-Takt nennenswert steigt, die AM4-Plattform mittlerweile aber so weit ausgereift ist, dass Nutzer eher in den 3000er-Bereich kommen. Single-Rank-Module mit Samsungs B-Dies scheinen weiterhin am besten mit den Ryzen-CPUs zu harmonieren. Dual-Ranked ist etwas problematischer, läuft durch das Speicher-Interleaving bei gleichem Takt aber auch schneller.

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    • Kommentare (22)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von belle Volt-Modder(in)
        AW: AMD Ryzen 2000: Maximale RAM-Taktraten scheinen sich kaum zu erhöhen

        Zitat von WhoRainZone
        Kek, dachte das wäre normal
        Ich hab da nie was umgestellt, das Board steht bei RAM-Stromversorgung auf "Auto" zeigt trotzdem 1,36V an.
        Bis wo hin kann man da denn gehen? Vll haben die Chips ja noch Spielraum nach oben?
        Bei automatischer Einstellung sollten die Crucial-Module eigentlich mit 1,2 Volt laufen. RAM, der für DDR4-3000 oder 3200 ausgelegt ist, hat standardmäßig meistens 1,35 Volt (selbst die ohne Kühlkörper).
        Es würde wahrscheinlich bei einigen Modulen ca. 1,28 Volt für DDR4-3000 reichen, aber so erhöht man die verkaufbaren Chargen. Bei Riegeln mit Kühlkörpern würde ich für den Dauerbetrieb 1,4 Volt für den RAM nicht überschreiten.
        Das heisst im BIOS meist VRAM, VMem oder Vddr. Vielleicht hat dein Board auch schon automatisch durch das Wählen des höheren Speicher-Taktes eine höhere Spannung angelegt, was mir aber neu wäre.

        Ein Erhöhen der Timings von beispielsweise 15-15-15-35 auf 16-18-18-39 kann auch behilflich sein. Höher würde ich nicht gehen, da ansonsten die höheren Latenzen den Takt-Vorteil sinnlos machen.
      • Von belle Volt-Modder(in)
        AW: AMD Ryzen 2000: Maximale RAM-Taktraten scheinen sich kaum zu erhöhen

        Zitat von WhoRainZone
        Kek, dachte das wäre normal
        Ich hab da nie was umgestellt, das Board steht bei RAM-Stromversorgung auf "Auto" zeigt trotzdem 1,36V an.
        Bis wo hin kann man da denn gehen? Vll haben die Chips ja noch Spielraum nach oben?
        Bei automatischer Einstellung sollten die Crucial-Module eigentlich mit 1,2 Volt laufen. RAM, der für DDR4-3000 oder 3200 ausgelegt ist, hat standardmäßig meistens 1,35 Volt (selbst die ohne Kühlkörper).
        Es würde wahrscheinlich bei einigen Modulen ca. 1,28 Volt für DDR4-3000 reichen, aber so erhöht man die verkaufbaren Chargen. Bei Riegeln mit Kühlkörpern würde ich für den Dauerbetrieb 1,4 Volt für den RAM nicht überschreiten.
        Das heisst im BIOS meist VRAM, VMem oder Vddr. Vielleicht hat dein Board auch schon automatisch durch das Wählen des höheren Speicher-Taktes eine höhere Spannung angelegt, was mir aber neu wäre.

        Ein Erhöhen der Timings von beispielsweise 15-15-15-35 auf 16-18-18-39 kann auch behilflich sein. Höher würde ich nicht gehen, da ansonsten die höheren Latenzen den Takt-Vorteil sinnlos machen.
      • Von WhoRainZone BIOS-Overclocker(in)
        AW: AMD Ryzen 2000: Maximale RAM-Taktraten scheinen sich kaum zu erhöhen

        Zitat von belle
        Der Crucial RAMs laufen auf Auto-Einstellung nur mit 1,2 Volt, da können für 2933 schon mindestens 1,28 bis 1,35 Volt anliegen.
        Kek, dachte das wäre normal
        Ich hab da nie was umgestellt, das Board steht bei RAM-Stromversorgung auf "Auto" zeigt trotzdem 1,36V an.
        Bis wo hin kann man da denn gehen? Vll haben die Chips ja noch Spielraum nach oben?
      • Von belle Volt-Modder(in)
        AW: AMD Ryzen 2000: Maximale RAM-Taktraten scheinen sich kaum zu erhöhen

        Zitat von Ripcord
        Klasse Antwort.

        Endlich weiß ich was es damit auf sich hat und welche Boards über wie viele Layer verfügen. Allerdings sehe ich immer mehr Leute z.B mit einem AsRock B350m ITX welche ein 16GB Kit aus 2x 8GB Riegeln mit 3200MHz betreiben können und das sind nicht einmal Chips von Samsung, sondern welche mit CL15/16.
        Ich hätte das vielleicht mit "geringer" statt "eher gering" noch besser formulieren können.
        Ja, deshalb finde ich auch, dass sich die RAM-Kompatibilität bei Ryzen+ mehr als nur kaum erhöht hat. Vorher liefen selbst DDR4-2933 nicht mit allen dafür vorgesehenen Kits und das auch nicht mit 8-Kernern, deren Speichercontroller oftmals etwas mehr verträgt.
        Zitat
        Bin auch am überlegen mir etwas günstigeren Ram mit CL15 zu kaufen und das Risiko einfach mal einzugehen. Gut, von den 16GB Kits gibt es glaube ich auch nur Single-Rank. Bei 32GB würde ich das Risiko nicht eingehen. Es scheint sich daher schon viel getan zu haben was die Kompatibilität betrifft.
        Bei 32 GB RAM muss man evtl. weiterhin Abstriche in Kauf nehmen, aber bei der Menge wäre ich auch mit 2933 zufrieden.
        RAM-Riegel mit CL15 müssen bei Hynix-Chips oft auf Ryzen-gefälligere CL16 gestellt werden, wenn ich nicht irre.
        Zitat
        Edit: Eben mal nachgeschaut. CL15 lohnt sich ja mal gar nicht. Die Ersparnis gegenüber CL14 liegt bei etwa 15€. CL16 gibt es zwar schon ab ca. 160€, aber dann kann man ja gleich zu billigem 2400'er Ram greifen. Sind eigentlich alle 3200'er mit CL14-14-14-34 Samsung B-Dies?
        Theoretisch kann man 2400er RAM kaufen und mit einer Spannungserhöhung auf 1,35 Volt 2933 versuchen oder direkt tiefer in die Tasche greifen. CL14-Module sind eigentlich immer Samsung B-Dies.
        Zitat von WhoRainZone
        Micron wars, nicht Hynix!!
        bei 3000 laufen die leider nur mit langsameren Timings. Liegt aber vll auch daran, dass ich an der Voltage nichts gemacht habe. Die steht immernoch auf "Auto"
        Der Crucial RAM läuft auf Auto-Einstellung nur mit 1,2 Volt, da können für 2933 schon mindestens 1,28 bis 1,35 Volt anliegen.
        Zitat von Der_Unbekannte
        Übrigens: Mein ASRock B350 Pro 4 kann Ram Taktraten von 3466, eventuell sogar noch mehr zum Laufen bringen, wenn die CPU das zulässt.
        Generell heisst es ja, dass die 8-Kerner etwas mehr Takt verkraften, auch vor den ganzen AGESA-Updates bei Ryzen 1 liefen da 2933 am ehesten. Richtig stabil werden die 3466 wohl nur mit hohen Latenzen und einem guten Spannungsplus für RAM und SoC, was den Sinn dann wieder in Frage stellt.
        Richtig wohl fühlen würde ich mich selbst mit dem Board aber nicht. Es setzt leider nur auf 3 gedoppelte Phasen für die Prozessor-Kerne. Da ist ein X370 Killer für ca. 115€ eher der Preis-Leistungs-Sieger, zumindest würde ich mich mit mehr Phasen wohler fühlen.
        Zitat von Cross-Flow
        Die meisten mATX Boards haben 4 Layer. Dafür haben alle B350 Boards die (full) ATX sind 6 Layer.
        Danke für die Korrektur. Ich finde die Quelle zu meiner Angabe gerade nicht, aber vielleicht habe ich mich nur vertan. Obwohl es da bei teureren Modellen sicherlich Ausnahmen gibt, ist in der Massenproduktion bei verschiedenen Mainboards eine gleiche Herstellung günstiger. Man spart da eher bei den verbauten Komponenten, denke ich.

        Daher werde ich mit den meisten B350-Boards auch nicht warm. Entweder sind es nur 3 Phasen, welche auf 6 gedoppelt worden oder 4 echte Phasen, aber einzeln, wodurch in beiden Fällen oftmals die Temperatur-Grenzen der verbauten MOSFETs von 105 oder 120° C bei 8-Kernern und / oder Übertaktung erreicht werden. Wenn diese kühler wären, würde das eine potenziell höhere Lebensdauer bedeuten.
        Wenn einem das egal ist oder die Komponenten der CPU-Spannungsversorgung kühl genug sind, gibt es für mich dennoch weitere Baustellen bei B350-Modellen:
        Oft sind nur 3 Soundanschlüsse für Klinkenstecker vorhanden oder kein TOSLINK, teils sind nur 4 SATA-Ports vorhanden (die zum Teil nicht abgewinkelt sind) und der Platz für externe Anschlussmöglichkeiten hinten wird mit überaus vielen TFT-Anschlüssen verschwendet (teils sogar VGA D-Sub, da reichen doch HDMI und DVI oder DP), dafür gibt es dann keine 2 USB 2.0, welche passend für Maus / Tastatur gewesen wären.

        Die 2 Mainboards, deren Anschlussvielfalt und Layout mir zusagen, wären das Asus B350-F Strix und das MSi B350 Gaming Pro Carbon. Da ist man schnell in Preisbereichen, wo ein X370-Brett mit vielen Phasen und Anschlüssen (SATA, USB, Sound) 10€ Aufpreis kostet...
      • Von defender197899 Freizeitschrauber(in)
        AW: AMD Ryzen 2000: Maximale RAM-Taktraten scheinen sich kaum zu erhöhen

        Bei mir Cl16
      • Von WhoRainZone BIOS-Overclocker(in)
        AW: AMD Ryzen 2000: Maximale RAM-Taktraten scheinen sich kaum zu erhöhen

        Micron wars, nicht Hynix!!

        bei 3000 laufen die leider nur mit langsameren Timings. Liegt aber vll auch daran, dass ich an der Voltage nichts gemacht habe. Die steht immernoch auf "Auto"
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