Tesla P100: GP100 + HBM2 ab 6.000 Euro erhältlich
Im freien Endkundenhandel sind die ersten Chargen der Tesla P100 verfügbar. Gelistet werden die PCI-Express-Modelle ab rund 6.000 Euro für die 12-GiByte-Variante und ab knapp 7.200 Euro für die große Schwester mit 16 GiByte. Wer das nötige Kleingeld hat, kann sich einen eigenen, besonders effizienten Server basteln und so etwa ein neuronales Netzwerk anlernen.
Die Tesla P100 hat Nvidia schon vor einer ganzen Weile angekündigt: Im April 2016 als SMX2-Modul, das via Nvlink angebunden wird, und im Juni 2016 als PCI-Express-Steckkarte mit zwei verschiedenen Speicherausstattungen. Verfügbar waren die Beschleunigerkarten bislang allerdings nur innerhalb von zusammengestellten Servern, sodass ein bestehender nicht einfach aufgerüstet werden konnte. Das hat sich jüngst geändert - die Tesla P100 als PCI-Express-Steckkarte ist nicht nur für Server-Betreiber verfügbar, sondern kann auch von Endkunden geordert werden.
Die ersten Händler haben mit der Auslieferung begonnen, wobei sowohl die 16- als auch die 12-GiByte-Version erhältlich sind. Beide nutzen eine abgespeckte GPU100-GPU mit 56 Shader-Multiprozessoren (SMs), wobei sich der Aufbau gegenüber anderen Pascal-GPU geändert hat. Statt 128 umfasst ein SM nur noch 64 Shader, sodass die Tesla P100 wie die Titan X (Pascal, ohne P) und Geforce GTX 1080 Ti auf 3.584 Shader zurückgreifen kann. Im Falle des kleineren Modells sind nur drei HBM2-Stacks ansprechbar, weil wahlweise ein Speicher-Controller einen Produktionsfehler hat oder beim Vereinen von GPU, HBM2 und Interposer etwas schief gegangen ist. 12 GiByte werden folglich nur noch an 3.072 statt 4.096 Bit angebunden und erreichen dementsprechend eine Übertragungsrate von rund 540 statt 720 GB/s.
Die Tesla P100 mit 12 GiByte HBM2 wird ab rund 6.000 Euro gelistet, lieferbar ist sie für knapp 6.300 Euro. Wer mehr Speicher oder Bandbreite haben möchte, muss zum 16-GiByte-Modell für fast 7.200 Euro greifen. In beiden Fällen übernimmt wie gewohnt Nvidia-Boardpartner PNY den Zusammenbau und Zwischenhandel. Wer eine solche Beschleunigerkarte einsetzt, braucht noch eine kleine (Quadro-)Grafikkarte zur Bildausgabe. Zum Vergleich: Die Quadro P6000 mit GP102-Vollausbau statt abgespeckter GP100-GPU und 24 GiByte GDDR5X (432 GB/s) statt 12 - 16 GiByte HBM2 (540 - 720 GB/s) kostet mindestens 4.300 Euro, muss dafür aber auf einige Features wie die doppelte FP16-Rate verzichten.

Das ist ja alles ganz schön aber es stellt sich die alles entscheidene Frage: "But Can It Run Crysis?"
Das spannende ist die DP Leistung:
Rechenleistung: 10336GFLOPS (Single), 5168GFLOPS (Double)
Für bestimmte Berechnungen ist das endlich mal wieder eine neue sinnvolle Karte.
Der Preis macht mir aber irgendwie noch Bauchschmerzen, nur um zu hause ein
bisschen FEM zu machen ist mir dann doch keine 6000,-€ wert. Aber es kribbelt....
Von den Quadro GP100 kann man 2 Stück per Bridge verbinden. Die Kommunikation erfolgt dabei über NV Link.
Und wer braucht schon Bildausgabe! 16K-Kopfkino ist eh besser!