Nvidia Quadro P6000 in ersten Gaming-Tests schneller als eine Titan X

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In ersten Gaming-Tests schlägt sich die Produktivkarte Nvidia Quadro P6000 dank Vollausbau des GP102 besser als eine Titan X.
Quelle: Nvidia

Mit der Quadro P5000 und P6000 hat Nvidia zwei Pascal-Grafikkarten für den professionellen Einsatz ins Programm aufgenommen. Die Quadro P6000 verfügt dabei um einen ungebremsten GP102, der in ersten Tests von Gaming-Benchmarks eine Titan X um einige Punkte respektive Frames übertrumpft hat.

Die beiden Workstation-Grafikkarten Nvidia Quadro P5000 und P6000 lösen die vorherige Maxwell-Generation M ab und versprechen mit ihren voll ausgenutzten GP104- und GP102-Chips eine rasante Leistung. In ersten Tests vom Magazin Hothardware wurde schließlich die Probe auf's Exempel gemacht.

Die Quadro P6000 bietet gegenüber der Titan X einen unbeschnittenen GP102, der bei der Titan X noch "bemängelt" wurde. Daneben wird sie von 24 GiByte GDDR5X über 384-Bit-Interface unterstützt und hat 3840 CUDA-Kerne. Die P5000 daneben verfügt über den kleineren GP104 im Vollausbau mit 16 GiB GDDR5X über 256 Bit und 2.560 CUDA-Kerne. Die P6000 kommt damit auf eine Single-Precision-Performance von 12 TFLOPs, was eine bislang führende Tesla P100 noch einmal übertrumpft. Die P5000 kommt immerhin auf 9 TFLOPs.

In diversen Workstation-Benchmarks überflügelt eine P6000 die alte M6000 mit Leichtigkeit: Im SiSoft Sandra 2016 Videoshader-Test steht es 5896 zu 4035 MPix/s. Auch die P5000 schneidet hier mit 4660 MPix/s noch besser ab. In anderen Tests hängt die P6000 ihre Verfolger mit Leichtigkeit ab, die P5000 schafft es in einigen weiteren Disziplinen, die M6000 zu schlagen.

Neben den obligatorischen Workstation-Benchmarks wurden auch zwei Gaming-Benchmarks mit der P6000 durchgeführt, um zu erfahren, wie schnell ein GP102-Chip sein kann. Dieses Ergebnis würde ein wenig über die mögliche Performance einer GTX 1080 Ti verraten. Im recht neuen Futuremark 3DMark TimeSpy kommt die P6000 auf 8698 Punkte, gut 500 mehr als die stärkste Gaming-Karte Titan X. In Hitman (2016) mit 4K und vollen Details schafft die P6000 durchschnittlich 68 FPS, Titan X und GTX 1080 liegen bei 58 und 48 FPS.

Es bleibt allerdings festzuhalten, dass es sich bei Quadro P5000 und P6000 um mehrere tausend Euro teure Profi-Karten handelt. Die Vorgängermodelle kosteten bei Markteinführung 2000 respektive 5000 Dollar. Ob eine GTX 1080 Ti letztendlich alle Register ziehen wird und eine ähnliche Spieleleistung bringt, bleibt abzuwarten.

Für die vollständigen Benchmark-Ergebnisse und Spezifika zum Testsystem empfehlen wir einen Blick auf den Testbericht von Hothwardware.

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    • Kommentare (66)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Locuza
        Man verpasst dem Produkt einen beschissenen Kühler, was zu geringen Taktraten in der Praxis und bei OC-Versuchen führt und pappt noch ein Preisschild drauf, wo Oma ohnmächtig wird.
        Da ist noch reichlich Luft nach oben, welche Nvidia wegen der schwachen Konkurrenz gar nicht sofort ausnutzen muss.
        Der GP100 misst übrigens ~ 610mm², der GP102 dagegen "nur" ~ 471mm². (GP104 ~ 314mm²)
        Ahja danke. Nun, dann ist da bei Nvidia ja noch ordentlich Potential nach oben im Lebenszyklus des 16nm Prozesses. Und wenn AMD tatsächlich mit Vega angreift, hat man vielleicht irgendwo schon einen 600mm² Chip (ohne DP Einheiten) in Vorbereitung
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Locuza
        Man verpasst dem Produkt einen beschissenen Kühler, was zu geringen Taktraten in der Praxis und bei OC-Versuchen führt und pappt noch ein Preisschild drauf, wo Oma ohnmächtig wird.
        Da ist noch reichlich Luft nach oben, welche Nvidia wegen der schwachen Konkurrenz gar nicht sofort ausnutzen muss.
        Der GP100 misst übrigens ~ 610mm², der GP102 dagegen "nur" ~ 471mm². (GP104 ~ 314mm²)
        Ahja danke. Nun, dann ist da bei Nvidia ja noch ordentlich Potential nach oben im Lebenszyklus des 16nm Prozesses. Und wenn AMD tatsächlich mit Vega angreift, hat man vielleicht irgendwo schon einen 600mm² Chip (ohne DP Einheiten) in Vorbereitung
      • Von hanfi104 Volt-Modder(in)
        Zitat von scully1234
        Die P6000 hat aber mit einer Gamerkarte ,nicht im entferntesten die selben Spezifikationen, was Coretakt und maximalen Boost anbelangt

        Das ist ne Profikarte die auf 100% Stabilitaet getrimmt ist, und von daher auch andere Spezifikationen vorweisst, wie die Enthusiasten Clone 1080Ti/Titan X

        Der Spielraum um nochmal aufs Gas zu druecken, ist bei letzteren viel hoeher seit eh und je

        Die P6000 gibt aber schonmal einen Vorgeschmack ,was Minimum bei einer solchen Gamerkarte zu erwarten ist, mehr aber auch nicht

        Vor allem fuer die 1080ti gelten in mehrfacher Hinsicht(Kuehler/Taktrate/Powerlimit) andere Regeln, als bei der Quadro Karte hier
        Ja, da ist was dran. Aber Taktexplosionen sollten dennoch nicht erwartet werden. Und die 1080TI wird ja (wahrscheinlich) nochmals abgespeckter ggü der abgespeckten Titan XP sein, ergo wird sie leichter höher zu takten sein.
      • Von bisonigor Freizeitschrauber(in)
        12GB GDDR5 sind glaube nicht so schlimm, wenn sie 800€ kostet.
      • Von scully1234 BIOS-Overclocker(in)
      • Von RavionHD Kokü-Junkie (m/w)
        Eine P6000 als Gamingkarte der 2Ghz schaffen würde würde mehr als 15,3 Teraflops bedeuten.
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