Geforce GTX 1060 kaufen: Große Preisspanne, Lieferbarkeit ausbaufähig
Einen Tag nach Nvidias Veröffentlichung der Geforce GTX 1060 sind die ersten Custom-Designs im PCGH-Preisvergleich aufgeschlagen. Zehn mehr oder weniger verschiedene Modelle sind bei wenigen Händlern verfügbar, wobei in den meisten Fällen noch klar über 300 Euro fällig werden. Zwei günstigere Ausführungen beginnen ab 279 Euro.
Nvidia hat gestern seine Geforce GTX 1060 offiziell veröffentlicht. Da das Referenzdesign in Form der "Special Limited" Founders Edition nur ü ber nvidia.de für 319 Euro (lagernd) vertrieben wird, ist der Einzelhandel auf Custom-Designs zum Verkauf angewiesen. Alle bekannten Boardpartner haben bereits eine Fülle an Modellen vorgestellt, von denen die ersten wie versprochen den Markt erreicht haben. Einige werden in den nächsten Wochen noch nachgereicht.
Nvidia hat versprochen, dass die Geforce GTX 1060 ab 279 Euro erhältlich sein soll. Im Gegensatz zur Geforce GTX 1070 (und der GTX 1080 beim Start) kann das hier eingehalten werden. Aktuell ist das bei einer Gainward ohne Zusatznamen und Palit Dual der Fall. Beide Modelle unterscheiden sich ausschließlich bei der Kühlerabdeckung. Das PCB, die Kühllösung und die Spezifikationen sind ansonsten identisch. Zudem bietet Zotac seine GTX 1060 Mini für 279 Euro an, die mit kurzem PCB und kleinem Kühler besonders günstig in der Fertigung ist.
Die "großen" Custom-Designs kosten derweil allesamt klar über 300 Euro und sind nur vereinzelt verfügbar. Gainwards Phoenix GS, Palits Jetstream (andere Lüfter und unterschiedliche Taktraten, ansonsten identisch) und Zotacs Amp kosten knapp 320 Euro. Gigabyte ruft für seine G1 Gaming 329 Euro auf, wohingegen Asus' ROG Strix OC und MSIs Gaming X 6G für 349 beziehungsweise 359 Euro die preisliche Obergrenze darstellen. Letztere beiden kosten damit ziemlich genau so viel wie die entsprechenden GTX 970 zum Verkaufsstart. Der Preisunterschied zwischen günstigsten und teuersten Custom Designs beträgt damit knapp 30 Prozent.

das zitierte find ich ma ganz interessant:
Das aber bleibt: Kleinere Fertigung, bessere Kostenverteilung auf Seiten des Herstellers, günstigere Designs. Das gibt NVIDIA aber nicht weiter, sondern setzt voll auf seine Vorzüge. Die GTX 1060 basiert auf dem GP106-Chip, dem Nachfolger des GM106-Chips und damit der GTX 960. Der Preispunkt war ein anderer. Die GTX 1070 als Nachfolger der GTX 970 basiert auf dem GP104-Chip, die 970 auf dem GM104-Chip – der Preispunkt war ebenfalls ein anderer. Und Gleiches gilt natürlich für die GTX 1080, welche auch auf dem GP104-Chip aufsetzt und damit prinzipiell die Nachfolge der GTX 980 antritt. Auch hier passt der Preispunkt nicht, vielmehr orientiert man sich am deutlich teueren GM-100-Chip in Form der GTX 980 Ti.
Wer eine GTX 1060 FE sein Eigen nennen will, muss 319 Euro einkalkulieren. Board-Partner-Modelle, welche heute auch starten sollen, sollen angeblich zu Preisen ab 279 Euro erhältlich sein. Die GTX 1070 Founders Edition besitzt eine Preisempfehlung von 499 Euro, und Board-Partner-Produkte sollen ab 419 Euro zu haben sein. Für das Schlachtschiff als FE-Version will NVIDIA satte 789 Euro, Partnerkarten besitzen die UVP von 665 Euro. Diese Angebote der 1070 und 1080 gibt es in der Form allerdings noch nicht.
Im Ergebnis also: Toller Job, aber schlechter bis durchwachsener Preis, ausgehend von der Vorgängergeneration. Zur GeForce GTX 1060 erreichte uns soeben auch noch die Bestätigung, dass tatsächlich die Boardpartnerkarten diverser Hersteller heute in den Verkauf gehen. Die Preise starten, wie erwähnt bei 279 Euro. Die Founders Edition wird es ausschließlich im NVIDIA Store geben.
Trotzdem erobert man sich so keine Marktanteile zurück, wenn man seinen potenziellen Kunden die vermeindlich besseren Karten (Customs) vorenthält.
AMD dagegen muss kalkulieren. Bleiben sie auf den eigenen Karten sitzen, Pech gehabt -> Verluste häufen sich an und irgendwann ist Sense.
Die Custom Karten von AMD sind außerdem auch deshalb noch nicht da, weil die Hersteller ganz genau wissen, dass Nvidia sich besser verkauft und entsprechen mit den Designs der Nvidia Karten anfangen bzw. diese priorisieren (zudem konnte AMD die Hersteller eben nicht in ausreichender Menge beliefern).
Preislich sieht das ganze natürlich anders aus, ist aber für Early Adopter normal der Kurs.
Ich bin auf die Custom-Preise der RX480 gespannt, allzu hoch dürfen die bei der Konkurrenz nicht ausfallen.