PCGH-Test: Tomtom Navigator 6 für Handys
Tomtom Navigator 6
Mobile Navigationssysteme liegen voll im Trend und gute Komplettlösungen erhalten Sie schon für unter 200 Euro. Wer allerdings oft mit unterschiedlichen Fahrzeugen unterwegs ist und nicht ständig das Navigationssystem mitschleppen möchte, sollte sich Produkte für Mobiltelefone anschauen. Mittlerweile gibt es bereits Handys mit integriertem GPS-Empfänger (z. B. das Nokia N95). Wir wagen auch den Test und befassen uns mit dem Tomtom Navigator 6.
Installation
Den Tomtom Navigator 6 gibt es für Smartphones mit Windows-Mobile- und Symbian-Betriebsystem. Unserer Testversion liegen eine Installations-CD mit der Software sowie eine Mini-SD-Karte bei. Auf der Speicherkarte ist die Software samt Kartenmaterial vorinstalliert. Im Idealfall müssen Sie diese Speicherkarte nur in Ihr Pocket-PC oder Mobiltelefon einstecken, bevor es losgehen kann. Bei unserem Testgerät Sony Ericsson P1i mit Symbian-Betriebssystem (UIQ3) hatten wir dagegen mit einigen Hürden zu kämpfen. Die Mini-SD-Karte ist mit unserem Handy inkompatibel, also haben wir den kompletten Inhalt auf den Memory Stick Micro kopiert (Root-Verzeichnis). Dabei wird ca. ein GiByte an Speicherplatz belegt. Die Installation startet automatisch, sobald das Handy in Betrieb genommen wird. Leider wird das Sony Ericsson P1i von Tomtom nicht offiziell unterstützt. Nach einer Recherche per Google haben wir dann erfahren, dass wir eine Datei mit der Bezeichnung "ttn.UIQ3_6.020.cab" benötigen. Nach dem Entpacken dieser Datei mit Winzip ins Root-Verzeichnis der Speicherkarte war dann auch die Installation kein Problem mehr. Beim ersten Start müssen Sie die Software anschließend über das Internet (www.ttcode.com) freischalten, um den Tomtom-Navigator nutzen zu können.
Eine Hilfe-Funktion erklärt alle wichtigen Features
Praxisbetrieb
Nachdem Sie den Bluetooth-GPS-Empfänger mit Ihrem Gerät verbunden haben, kann es schon beinahe losgehen. Es dauert nun rund drei Minuten, bis der GPS-Empfänger von Tomtom Ihre Position geortet hat. Leider dauert jede Ortung rund drei Minuten, wenn Sie Ihren GPS-Empfänger ausschalten. Die Menüführung gestaltet sich per Touchscreen als recht einfach. Irritierend ist die Menüführung nur bei der Eingabe von Postleitzahlen. Wählen Sie den Menüpunkt "Postleitzahl" an, können Sie nur eine Postleitzahl für England oder Holland eingeben. Wollen Sie eine deutsche Postleitzahl eingeben, begeben Sie sich in den Bereich "Straße und Hausnummer" und geben hier als Stadt die Postleitzahl an. Positiv ist der Planungsmodus. Sollten Sie den GPS-Empfänger nicht dabei haben, können Sie eine Abfahrts- und Zieladresse eingeben. Ganz ohne GPS-Ortung wird Ihnen der Weg beschrieben. Um den Handy-Akku zu schonen, können Sie definieren, wann die Hintergrundbeleuchtung deaktiviert werden soll. Hier vermissen wir aber eine flexible Hintergrundbeleuchtung, die sich nur anschaltet, wenn Sie abbiegen müssen bzw. Ansagen erfolgen.
Fazit
Der Tomtom-Navigator bietet eine sehr gute Handynavigation und ist ab einem Preis von ca. 90 Euro vergleichsweise günstig, wenn Ihr Handy bereits über ein GPS-Modul verfügt. Benötigen Sie dagegen noch einen Bluetooth-GPS-Empfänger, müssen Sie mit einem Aufpreis von rund 50 Euro rechnen (z. B. von Bluemax). Der Tomtom-GPS-Empfänger ist dagegen mit einem Preis von etwa 100 Euro recht teuer und benötigt relativ lange, bis die GPS-Position bestimmt wird.