Zum ersten Mal seit 22 Jahren: Bildformatlegende PNG wurde aktualisiert
Das Portable Network Graphics Format (PNG) hat ein Update erhalten. Erstmals seit mehr als zwei Jahrzehnten gibt es neue Spezifikationen.
Das World Wide Web Consortium (W3C) hat erstmals seit 2003 Veränderungen an der PNG-Spezifikation vorgenommen. Damit wurde das Format modernisiert, das seit über zwei Jahrzehnten unverändert im Einsatz war. Mit dem integrierten High-Dynamic-Range-Support (HDR) wird bei PNG der Farbraum erheblich ausgedehnt und das Format soll so lebendigere, kontrastreichere Bilder zur Verfügung stellen. Dabei sollen Entwickler den HDR-Modus bewusst schlank gestaltet haben: Er benötige lediglich vier zusätzliche Bytes pro Bild und belaste weder Speicher noch Performance maßgeblich.
Quelle: Wikipedia, CC BY-SA 3.0
Das durchgezogene Dreieck zeigt den bisherigen PNG-Gamut, das gestrichelte den neuen HDR-Farbraum der vierten Edition.
HDR, Animation und EXIF: Die drei neuen Eckpfeiler
Außerdem sind Animationen ab sofort Teil des PNG-Standards. Animierte PNG, kurz APNG, standen schon in Browsern wie Firefox oder Chrome zur Verfügung, waren aber bislang nicht Teil der offiziellen Spezifikationen. Mit der vierten Edition definiert das W3C animierte PNGs als festen Bestandteil. Die neue Spezifikation erlaubt zudem die Einbettung von EXIF-Metadaten. Kameraeinstellungen, GPS-Informationen und Urheberrechtsangaben lassen sich nun direkt im PNG-Container speichern.
Ausgelöst wurde die Revision durch eine W3C-Arbeitsgruppe für Timed Text, Untertitel und Audiodeskriptionen. Ursprünglich sollte nur HDR ergänzt werden, doch nach intensiver Prüfung entschieden sich die Beteiligten für eine umfassende Modernisierung. An der Modernisierung sollen neben dem W3C auch Unternehmen wie Adobe, Apple, BBC, Comcast/NBC Universal und Movie Labs beteiligt gewesen sein.
Photoshop, Davinci Resolve und Avid Media Composer verarbeiten HDR-PNGs und APNGs ebenso reibungslos wie Chrome, Safari, Firefox sowie Apples iOS und macOS. Anwender sollen die neuen Features sofort einsetzen können, ohne auf weitere Updates warten zu müssen.
Zwei weitere Editionsschritte sind bereits angekündigt. Die fünfte Edition wird die Kompression optimieren, während die sechste Edition die Interoperabilität zwischen HDR und Standard Dynamic Range (SDR) verbessern soll. So behauptet sich PNG auch künftig im Wettbewerb mit Formaten wie WebP oder HEIF und bleibt ein zentraler Baustein moderner Bildverarbeitung.
Welche Funktionen hätten Ihrer Meinung nach in der neuen PNG-Spezifikation nicht fehlen dürfen? Nutzen Sie die Kommentarfunktion und teilen Sie uns Ihre Meinung mit. Beachten Sie beim Kommentieren aber bitte die Forenregeln. Folgen Sie uns außerdem für Neuigkeiten in der Hardware-Welt oder unsere exklusiven Inhalte gern auf Whatsapp und X. Unsere Video-Inhalte (oftmals gewürzt mit einer Prise Humor) finden Sie bei Youtube, Instagram und Tiktok.
Quelle: Program Max via Tom's Hardware

Aber, ich bin erst von der anbrechenden Zukunft überzeugt, wenn PCGH eine HDR-Screenshot einbettet.