R9 Nano günstiger, Broadwell-E-Zehnkerner für 1.500 US-Dollar, Grafikspeicher-Sicherheitslücke bei Mac OS X: Heiße Themen im Community-Wochenrückblick
Auch in dieser Woche, die sich allmählich dem Ende zuneigt, haben die Community-Mitglieder im PC-Games-Hardware-Extreme-Forum aktuelle Spiele- und Hardware-Themen besprochen - Grund genug, einige der interessantesten Diskussionen noch einmal Revue passieren zu lassen. Heute: Drosselung bei Vodafone, Radeon Crimson führt zu Überhitzung, Just Cause 3 im Test
Die im Herbst 2015 veröffentlichte Radeon R9 Nano schnitt im PCGH-Test zwar gut ab, ein Kritikpunkt beherrschte aber häufig die Diskussion über die Grafikkarte: Der Preis ist für die gebotene Leistung zu hoch. Hier setzt AMD nun offiziell an und senkt den Preis um 20 Prozent. Bereits davor waren einige Varianten der R9 Nano für unter 600 Euro erhältlich, nach der Ankündigung listen aber mehr Händler Karten für weniger als 500 Euro. In der Community kommt dieser Schritt gut an, auch wenn manche Leser zurecht darauf hinweisen, dass bestimmte Modelle bereits vor der offiziellen Preissenkung wesentlich günstiger als zum Release zu erstehen waren. Ein Preis von rund 500 Euro scheint den meisten Community-Mitgliedern angemessen. Günstiger gibt es die oft zum Vergleich herangezogene Geforce GTX 980 auch nicht.
Alles andere als ein Schnäppchen wird gerüchteweise Intels erster Desktop-Prozessor mit zehn Kernen. Das Broadwell-E-Topmodell soll rund 1.500 US-Dollar kosten, was näherungsweise mindestens auch dem Endkundenpreis in Euro entsprechen dürfte. Zum Vergleich: Der Core i7-5960X mit acht Kernen liegt bei 1.100 Euro. In der Community kommt die Nachricht erwartungsgemäß eher schlecht an, ein großes Problem sehen die meisten Leser darin aber nicht: Im Mainstream-Segment bietet Intel aktuell nur vier Kerne, mehr als acht Kerne dürften in Spielen daher wenig bringen. Manch einer hofft im Diskussions-Thread auch bereits auf AMDs Zen-Chips inklusive der neuen AM4-Plattform, die aber noch länger auf sich warten lassen.
Einigen Wind verursachte diese Woche ein kanadischer Student, Geforce- und Mac-OS-X-Nutzer, dem bei einem Ladevorgang von Diablo 3 unerwarteterweise den Inhalt einer Website angezeigt wurde, deren Besuch mehrere Stunden zurücklag. Mit einem selbst geschriebenen Programm konnte der Nutzer anschließend auch andere Websites aus dem Grafikspeicher wiederherstellen, teilweise in Fragmenten, teilweise ohne jegliche Beeinträchtigung. Dass das möglich ist, haben in der Vergangenheit bereits Hacker demonstriert. Was bei einer Porno-Seite meistens lediglich peinlich sein dürfte, könnte in anderen Fällen das Einsehen zugriffsbeschränkter Daten ermöglichen, etwa Konto-Informationen beim Online-Banking. Während Nvidia darauf hinwies, dass das Speicher-Managements des Apple-Betriebssystems dafür ursächlich sei und derartiges noch nicht unter Windows aufgefallen wäre, weist Google darauf hin, dass auch die Nutzung des Inkognito-Modus des Chrome-Browsers keinen Schutz vor diesem Phänomen bietet. Im Kommentar-Thread diskutierten die Leser unter anderem darüber, inwiefern das Auslesen des Grafikspeichers zum Beispiel im beruflichen Umfeld zu Schwierigkeiten führen könnte, falls es gelingt.
