Movie Maker 2 in der Praxis
Das Microsoft-eigene Videoformat WMV erlaubt auch eine starke Komprimierung beispielsweise für Video-Mails.
Nun kann der Name des Videos und der Speicherort angegeben werden. Letzter Schritt ist die Einstellung der Videoqualität, die bereits auf "optimal" steht. Die Aufnahme kann gestartet werden. Um das Capturen zu beenden, wird auf "Aufnahme beenden" und dann auf "Fertig stellen" geklickt. Nach einem kurzen Berechnen der aufgenommenen Videodatei wird der Film im Projekt-Fenster angezeigt.
Schnitt
Nachdem ein Videoclip importiert oder aufgezeichnet ist, lässt er sich bequem in der Timeline schneiden. So können zum Beispiel auch nervige Verwackler aus dem Heimvideo herausgefiltert werden. Um einen Schnitt durchzuführen, fährt man den Marker auf die gewünschte Position in der Zeitachse. Nach einem Klick auf "Clip" und "Teilen" ist der Film an dieser Stelle geschnitten. Am Ende der ungewünschten Szene wird diese Prozedur wiederholt - der unerwünschte Teil des Clips ist nun isoliert und kann mit der Entfernen-Taste gelöscht werden. Die entstehende Lücke in der Zeitachse wird vom Movie Maker automatisch durch das "Zusammenrücken" der beiden Filmteile geschlossen.
Wenn Sie für Ihren Film mehrere Videos importiert haben, lassen sich diese in kleinen Clips nacheinander anordnen. Die Sequenzen können auch für einen passenden Schnitt, beispielsweise zur Musik, gestaucht werden.
Exportieren
Nachdem der Film fertig geschnitten und mit Effekten versehen ist, stehen zwei Speichermöglichkeiten zur Verfügung. Zum einen kann das Filmprojekt mit allen Schnitteinstellungen etc. gespeichert werden, zum anderen lässt sich der Film als Videodatei exportieren. Wenn der Film exportiert werden soll, kann unter "Speichern" neben "Profiangaben" wie Kompression und Auflösung auch der Verwendungszweck ausgewählt werden. Soll das Video beispielsweise per Mail verschickt werden, wählt der Movie Maker in dieser Profil-Einstellung eine hohe Kompression und eine geringe Auflösung.
Der erstellte Film kann aber auch als WMV, DV-AVI (direktes Überspielen auf einem DV- Gerät oder einen Camcorder) und auch für Pocket-PCs exportiert werden. Leider fehlt dem Programm nach wie vor die Möglichkeit, ein Video als AVI abzuspeichern und dazu eine passende Komprimierung auszuwählen - wie zum Beispiel den sehr bekannten DivX-Codec. Hier muss also weiterhin auf ein extra Tool zurückgegriffen werden. Nach dem Klick auf "Speichern" wird der Film vom Movie Maker 2 gerendert. Dies kann je nach verwendetem PC einige Minuten in Anspruch nehmen. Bei einem Computer mit weniger als 600 MHz Prozessortakt wird das Rendern und auch die vorangegangene Bearbeitung zur Tortur.
Fazit Movie Maker
Der Movie Maker 2 lässt Sie schnell und vor allem kostenlos zum ambitionierten Hobby-Regisseur werden. Minuspunkte sind die wenigen Video-Export-Formate und die Tatsache, dass der neue Movie Maker nur auf Windows-XP-Systemen installiert werden kann. Für ein flüssiges Arbeiten benötigen Sie
zudem ein leistungsstarkes PC-System.
