Oculus Rift ausprobiert: Showdown- und Smaug-Techdemo mit 90 Fps auf Titan X
Erwähnten wir, dass Virtual Reality das große Thema der diesjährigen GDC ist? Wir begaben uns auf bei Epic Games hinter verschlossene Türen, um zwei filmreife Demos zu begutachten: Epics Showdown und Thief in the Shadows auf einer GTX Titan X mit 90 Fps.
Die erste Demo namens "Showdown" hat schon ein paar Monate auf dem Buckel, lief dafür auf einer brandneuen Grafikkarte - Nvidias Titan X. In der Demo bewegen wir uns automatisch eine Häuserschlucht entlang, um uns herum schwer gepanzerte Soldaten. Kugeln pfeifen durch die Luft und hinterlassen teilweise in Zeitlupe verlangsamt einen Luftwirbel hinter sich. Funken fliegen, allerlei Gegenstände sausen durch die Luft - der größte davon ein Auto, das von einer Explosion geschüttelt wird und nur knapp oberhalb unseres Kopfes hinwegrollt. Kurz darauf stehen wir einem riesigen Roboter gegenüber, der uns nach kurzer Aktivierungsphase zu eliminieren versucht. Wir überleben den Angriff jedoch und finden uns in der zweiten Demo wieder.
In Smaugs Schatzkammer
"Sieh dich ruhig mal etwas genauer um", meint der Epic-Mitarbeiter noch, bevor "Thief in the Shadows" startet. Wir finden uns in der Schatzkammer von Smaug wieder, dem goldverliebten Drachen aus Peter Jacksons Hobbit-Filmen. Mit 90 Bildern pro Sekunde saugen wir die Atmosphäre in der Schatzkammer ein, staunen über die kathedralenartige Höhle und die Pracht der Schätze, die überall herumliegen. Doch uns bleibt nicht sehr lange Zeit dafür: Schon bald rieseln Goldstücke von einem gewaltigen Geldberg hinab, aus dem kurz darauf der Drache Smaug auftaucht. Er wittert einen Menschen - dabei hatten wir die GDC wie immer frisch geduscht betreten. Bei der Suche nach uns stößt er etwas ungeschickt einen Pfeiler um, der knapp neben uns auf den Boden schlägt. Schließlich entdeckt er uns und verliert keine langen Worte: Smaug holt tief Luft und hüllt uns in eine Feuerlohe ein. Game, nein, Demo over.
Fazit: Oculus Rift, Titan X und Unreal Engine
Keine Frage: Optisch sind die beiden Demos eine Schau. Dafür sorgen der neuesten Crescent-Bay-Prototyp von Oculus Rift und die Titan X, die der Unreal Engine Beine macht. Doch sowohl "Showdown" als auch "Thief in the Shadows" sind so wenig interaktiv wie ein Kinofilm. Bewegen wir uns in der an einen Michael-Bay-Film erinnernden Ballerei wie auf Schienen vorwärts, stehen wir beim Abstecher in die Welt von J. R. R. Tolkien gar komplett auf der Stelle. Unser Versuch, Smaugs Höhle zu erkunden, wird von der Wand des Vorführraums gestoppt. Auch der Schluss der zwei Demos ist milde unbefriedigend: Müssen es wie in zahllosen E3-Demos immer ausweglose Situationen oder gar der feurige Tod sein? Die zwei Szenarien mit etwas mehr Interaktivität - das wäre ein wirklicher Knüller. Als reine Technologie-Demos machen sie auf jeden Fall Lust auf mehr. Hoffentlich gibt es auf der diesjährigen E3 "richtige" Spiele für die zahlreichen VR-Helm-Systeme zu sehen.

Au backe .... bitte Korriegieren
Topic :
Ich bin eher auf alle VR brillen ende des Jahres gespannt .. Ihr Bench die Brillen und ich werde dann entscheiden
Au man .. dieses Jahr wird spannend !
Gruß,
Phil
Ich würde aber eine ähnlich schlechte Skalierung wie mit SFR erwarten, denn die gesamte Spielwelt (Geometrie, Beleuchtung, Oberflächen) muss so zweimal berechnet werden, während eine Single-GPU-Karte einfach eine zweite Perspektive der gleichen Szene rasterisiert.
Gruß,
Phil
Derzeit ist zum zocken einfach immernoch SingleGPU besser, multigpu ist einfach zu unausgereift, die haben zu spät angefangen sich damit zu beschäftigen
Filme und nicht interaktive Dinge, joa... kann man aber schon länger, da brauchts kein VR für.