VR-Technologie: Zenimax verklagt nun Samsung
Nachdem man bereits Oculus-Rift-Eigentümer Facebook verklagt hat, ist nun Samsung auf der Liste von Zenimax. Auch hier soll Technologie verwendet werden, die einst bei id Software entwickelt wurde, als das Studio schon zu Zenimax gehörte. John Carmack steht einmal mehr im Mittelpunkt der Informationsweitergabe.
Nachdem Zenimax und Facebook ihre Streitigkeiten gerichtlich geregelt haben, hat sich Zenimax den nächsten Kandidaten vorgeknöpft - Samsung. Auch hier sind die Vorwürfe sehr ähnlich: Samsung wird die Verwendung von Firmengeheimnissen vorgeworfen, die bei der Gear VR eingesetzt werden sollen. Ähnlich wie bei Facebook, die Oculus VR übernommen haben, lautet der Vorwurf hier, dass einst bei id Software, heute Teil von Zenimax, entwickelte Technologie nach außen drang.
Daher will Zenimax von Samsung nun eine Unterlassung erwirken, fordert Schadensersatzzahlungen und hat eine entsprechende Klage bei einem Gericht in Texas eingereicht. Die Schlüsselfiguren scheinen einmal mehr Oculus-Gründer Palmer Luckey zu sein, der mittlerweile nicht mehr an Bord ist, und Ex-id-Mann John Carmack, der CTO bei Oculus ist. Beide sollen unter Bruch des NDAs Informationen an Dritte weitergegeben haben, die eigentlich Eigentum von Zenimax sind.
In der Klage wirft Zenimax Samsung zum einen vor, dass man bei der Gear VR bewusst in Kauf genommen habe, ein Produkt zu verkaufen, dessen Technologie auf fremdem Eigentum basiere. Zenimax begründet das mit dem öffentlichen Schlagabtausch zwischen Zenimax und Facebook/Oculus sowie gegen Luckey und Carmack, der auch in Korea angekommen sein muss. Die Gear VR hat man trotzdem weiter verkauft. Zudem wird Carmack vorgeworfen, er habe den Ex-Zenimax-Mann Matt Hopper zu id Software geschleust, um dort geheime VR-Pläne zu entwickeln. Diese Pläne sollen dann an Samsung gegangen sein. Der Vorwurf ist letztlich ähnlich wie bei Oculus: Die von Carmack und Kollegen entwickelte VR-Technologie ist nach Angaben von Zenimax ihr Eigentum und wurde von Mitarbeitern zu anderem Unternehmen mitgenommen.
Ob es so ist, lässt sich schwer sagen. Im ersten Verfahren gegen Facebook wurde Carmack vom Vorwurf des Diebstahls geistigen Eigentums freigesprochen, allerdings für Vertragsbruch verurteilt. Facebook zahlte 500 Millionen US-Dollar Strafe, aber das Social Network wollte das Thema auch vom Tisch haben und 500 Millionen sind in Zuckerbergs Budget zwar auffällig, aber nicht existenzbedrohend. Und man hat immer noch die Hoffnung, dass sich mit der Oculus Rift einmal viel mehr Geld machen lässt. Derweil läuft noch ein Verfahren zwischen Carmack und Zenimax, wo der ehemalige id-Mann die fehlenden 22,5 Millionen US-Dollar aus dem Verkauf von id Software einklagen will.

Selbst nichts auf die Reihe kriegen aber andere verklagen, so kann man auch Geld machen.
Du meinst Einigung mit Samsung?
Mal davon ab: Bekommt Samsung Geld von Oculus? Ich denke eher nicht.
Mal davon ab: Bekommt Samsung Geld von Oculus? Ich denke eher nicht.
Und wieder Carmack im Fokus der Ermittlung...