Oculus Rift: Unterstützung von Entwicklern wegen Palmer Luckeys Pro-Trump-Spendenaffäre gestrichen
Vor kurzem wurde bekannt, dass Palmer Luckey eine Plattform unterstützt, die Werbung für Donald Trump mit rassistischen Inhalten und Internet-Memes macht. Der Erfinder der Oculus Rift soll Nimble America mit Spenden finanziert haben. Deswegen kündigten jetzt mehrere Entwickler an, die Unterstützung für die Virtual-Reality-Brille zu streichen.
Momentan sieht sich Palmer Luckey starker Kritik ausgesetzt. Der Erfinder der Virtual-Reality-Brille Oculus Rift hat eine Organisation finanziell durch Spenden unterstützt, welche den Wahlkampf von Donald Trump unter anderem mit hasserfüllten Kommentaren und rassistischen Äußerungen unterstützt. Deswegen sehen sich nun einige Entwickler gezwungen, die Unterstützung für die Oculus Rift in ihren Spielen einzustellen, da sie dieses Vorgehen nicht unterstützen möchten.
So gibt Insomniac Games an, alle Formen von Hassbotschaften zu verurteilen. Das durch Resistance und Ratchet & Clank bekannte Entwicklerstudio ist laut Motherboard zwar der Überzeugung, dass jeder das Recht hat, seine politische Meinung kund zu tun, dieses Verhalten aber nicht die Werte ihrer Firma widerspiegelt. Sie sind trotzdem überzeugt, dass Luckeys Aktionen nicht den Standpunkten vieler Angestellter bei Oculus VR entsprechen, mit denen sie täglich zu tun haben.
Auch Kokoromi, Entwickler von Superhypercube, zusammen mit Polytron, Entwickler von FEZ, äußerten sich zu den Vorfällen und gaben bekannt, dass sie in einem solch beängstigenden und fragilen politischen Umfeld, wie es momentan in Nordamerika herrscht, solche Vorgehen nicht befürworten können. Daher werden sie Palmer Luckey und seine Firma nicht unterstützen.
Während sich Owlchemy Labs, welche momentan an einer Oculus-Touch-Unterstützung für den Job Simulator arbeiten, vorerst nicht dazu äußern möchten, gab James Green von Carbon Games bekannt, dass er von dieser Protestaktion nichts halte. Solange es legal ist, würde er Palmer Luckey auch unterstützen, wenn es um politische Aktionen ginge. Alles andere entspräche nicht den amerikanischen Werten. Zudem wussten viele der VR-Entwickler nach seinem Verständnis von Luckeys politischer Einstellung, hauptsächlich durch die positiv eingestellte Twitter-Präsenz zu Trump und GamerGate von Luckeys Lebensgefährtin.
Quelle: PC Games
Oculus Rift: Unterstützung von Entwicklern wegen Palmer Luckeys Pro-Trump-Spendenaffäre gestrichen (2)
Palmer Luckey gibt laut The Daily Beast an, die Organisation namens Nimble America mit 10.000 US-Dollar unterstützt zu haben. Nimble America ist ein inoffizieller Unterstützer der Wahlkampagne von Donald Trump und arbeitet mit sogenannten Shitpostings und Internet-Memes, um für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten zu werben und um mit rechter und rassistischer Propaganda Stellung gegen seine Konkurrentin Hillary Clinton, Immigranten und andere Randgruppen zu beziehen.
Noch vor kurzem hat Palmer Luckey gegenüber Gideon Resnick von The Daily Beast bestätigt, dass er den Reddit-Account "NimbleRichMan" nutzte, welcher auf der Diskussionsplattform benutzt wurde, um für Hatespeech gegen Clinton aufzurufen und sich als Unterstützer von Nimble America zu zeigen. In seiner Entschuldigung auf Facebook zu diesem Vorfall bestritt Palmer Luckey jedoch laut Polygon, dass er diese Beiträge geschrieben hätte, noch dass er für die kürzliche Löschung des Accounts zuständig sei.
Here is where I sought that clarification from him and what he said. pic.twitter.com/pPfLKUX5Cg
— Gideon Resnick (@GideonResnick) 24. September 2016
Facebook und die Firma Oculus VR äußerten sich zu diesem Vorfall bisher noch nicht. Gegenüber Polygon verwies man aber auch auf den Beitrag auf Facebook von Palmer Luckey, in dem er die Auswirkungen seiner Aktionen auf die Community beteuert und nochmals klarstellt, dass er selbst für seine Handlungen verantwortlich ist und diese nicht Oculus repräsentieren.
Quellen: Motherboard, The Daily Beast, Polygon, PC Games
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Woher?
Genauso wie im Fall von Brendan Eich sind die vorgebrachten Rechtfertigungen der Boykotteure lächerlich. Das Attribut "rassistisch" im Artikel wird auch nirgends belegt, dafür aber inflationär benutzt. Da weiß man gleich, woher der Wind weht.