Oculus Rift S: Kein Betrieb an Notebooks nur mit HDMI

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Oculus Rift S: Kein Betrieb an Notebooks nur mit HDMI
Quelle: Oculus VR

Die Facebook-Tochter Oculus VR schwenkt beim Anschluss der Oculus Rift S von HDMI 2.0 auf Displayport 1.2 nebst USB 3.0. Das könnte Nutzer vor Herausforderungen stellen, die ihre VR-Brille an einem Notebook betreiben möchten. Stellt dieses ausschließlich einen HDMI-Ausgang zur Verfügung, soll es laut Hersteller keinen Adapter geben, der die nötige Bandbreite zum Betrieb liefert.

Oculus VR setzt bei der Rift S getauften VR-Brille auf modernere Display-Technik als noch bei der ursprünglichen Rift CV1 aus dem Jahre 2016. Anstelle von zwei OLED-Panels sitzt ein großes LCD, dessen Auflösung von 2.160 × 1.200 auf 2.560 × 1.440 Pixel steigt. Das externe Tracking-System weicht einer Inside-Out-Lösung auf Basis von Kameras und Sensoren an der Oculus Rift S. Aus diesem Grund entfallen die zwei zusätzlichen USB-2.0-Anschlüsse, die zuvor die Sensordaten übertragen haben. Der Anschluss erfolgt neben einer einzelnen USB-3.0-Verbindung über Displayport 1.2 statt wie bisher über das High Definition Multimedia Interface in der Version 2.0, kurz HDMI 2.0.

Displayport 1.2 schränkt Nutzer der Oculus Rift S ein

Diese Displayport-1.2-Verbindung könnte Notebook-Besitzer unter gewissen Umständen vor den Kopf stoßen. Stellt ein Gerät ausschließlich einen HDMI-Anschluss bereit, soll es momentan keinen passenden Adapter auf Displayport 1.2 geben, der die nötige Bandbreite zur Verfügung stellt. Das ließ sich die Webseite uploadvr.com nach gescheiterten Tests von Facebook beziehungsweise Oculus VR bestätigen. Das Problem: Es gibt quasi ausschließlich Adapter von einer weiblichen HDMI-2.0-Buchse auf einen männlichen Displayport 1.2 - bei Notebooks wäre die Verteilung jedoch genau anders herum notwendig. Entsprechende Adapter stellen Exoten dar, wenn man überhaupt welche findet.

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Problematisch könnte das für Nutzer werden, die ein Notebook ohne dedizierte Grafikkarte nutzen und etwas ohne große 3D-Last austesten möchten. Entsprechende Geräte weisen häufig, wenn überhaupt, nur einen HDMI-1.4-Anschluss auf - 2.0 beherrschen Intels Prozessoren mit Gen-9.5-iGPUs noch nicht. HDMI 2.0 ohne eigenständige Grafikkarte wird in solchen Fällen nur über einen internen Adapter ausgehend von Displayport 1.2 ermöglicht. Ausgeführt wird der DP-Standard nur selten, weil Notebooks eher an Fernseher als an Monitore oder eben VR-Brillen wie die Oculus Rift beziehungsweise künftig Rift S angeschlossen werden. Ähnlich groß erscheint die Problematik bei älteren Notebooks, bei denen der Displayport 1.2 der Grafikkarte nicht nach außen geführt wird.

Kein Problem bei modernen Gaming-Notebooks

Weniger Grund zur Besorgnis haben Besitzer eines modernen Gaming-Notebooks. Inzwischen weisen solche häufig USB-Typ-C-Buchsen auf, die wahlweise über Thunderbolt 3.0 oder USB 3.1 verdrahtet sind. Beide Standards unterstützen Displayport 1.2 beziehungsweise 1.4 als Alternate-Mode, wofür es genügend Adapter ausgehend vom DP-Anschluss gibt. PC-Spieler werden mit dem Anschluss so oder so selten ein Problem haben, weil der Displayport dort sehr verbreitet ist.

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von deady1000 Volt-Modder(in)
        Klar, wer nur HDMI und kein (Mini-)DisplayPort hat, der hat ein Problem.
        Aktuelle (VR-fähige) Notebooks haben allerdings in der Regel gleich mehrere Mini-DPP Anschlüsse und dafür gibt es die Adapter.

        Der Wechsel auf DP ist aber auch sinnvoll.
        HDMI ist mittlerweile nicht mehr ausgelegt für derartige Bandbreiten.
        Und wenn man es genau nimmt, müssten die Hersteller eigentlich so langsam auch mal auf Virtual-Link (USB-C) umsteigen.
        Da wird es dann aber wirklich einige geben, die Adapter benötigen.
      • Von deady1000 Volt-Modder(in)
        Klar, wer nur HDMI und kein (Mini-)DisplayPort hat, der hat ein Problem.
        Aktuelle (VR-fähige) Notebooks haben allerdings in der Regel gleich mehrere Mini-DPP Anschlüsse und dafür gibt es die Adapter.

        Der Wechsel auf DP ist aber auch sinnvoll.
        HDMI ist mittlerweile nicht mehr ausgelegt für derartige Bandbreiten.
        Und wenn man es genau nimmt, müssten die Hersteller eigentlich so langsam auch mal auf Virtual-Link (USB-C) umsteigen.
        Da wird es dann aber wirklich einige geben, die Adapter benötigen.
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