Geforce GTX 1050 (Ti) vorgestellt: Nvidias erste 14-nm-GPU ab nächster Woche, Test folgt
Nvidia hat die Geforce GTX 1050 Ti und die Geforce GTX 1050 offiziell vorgestellt. Die Spezifikationen werden allesamt enthüllt, wobei in Anbetracht der bisherigen Leaks keine großen Überraschungen anstehen. Die Veröffentlichung wird allerdings erst kommende Woche stattfinden - Tests und hoffentlich verfügbare Custom-Designs können Sie in genau einer Woche erwarten.
Während die Gerüchteküche die Veröffentlichung der Geforce GTX 1050 Ti und der kleineren GTX 1050 korrekt auf den 25. Oktober datiert hat, findet heute bereits die offizielle Vorstellung statt. Nvidia legt infolgedessen fast alle Spezifikationen offen und nennt auch schon die Preise, Tests werden jedoch erst nächste Woche folgen. Die Auslieferung soll da ebenfalls beginnen, wobei wie schon bei der GTX 1060 3GB ausschließlich Partnerkarten verfügbar sein werden.
Geforce GTX 1050 (Ti) vorgestellt: Nur Custom-Designs
Ein Referenzmodell, von Nvidia inzwischen als Founders Edition vermarktet, wird es nicht geben. Offenbar gibt es dieses Mal nicht einmal eine Referenzvorgabe, sodass den Boardpartnern freie Hand gelassen wird. Das Renderbild im Aufmacher wurde von Nvidia lediglich erstellt, um im Pressematerial keinen Hersteller zu bevorzugen. Die zusammengestauchte GTX 1060 wird extra überspitzt dargestellt, um klar zu machen, dass das Design nicht echt ist. Die Custom-Designs reichen von Mini-Versionen mit reinem Aluminiumkühlkörper und kleinem Axiallüfter bis hin zur Heatpipe-Konstruktion mit zwei Ventilatoren.
Quelle: Nvidia
Nvidia-Präsentation zur Geforce GTX 1050 Ti und GTX 1050 (21)
Geforce GTX 1050 (Ti) vorgestellt: GP107 von Samsung
Sowohl bei der Geforce GTX 1050 Ti als auch bei der GTX 1050 kommt die neue GP107-GPU zum Einsatz. In ersterem Fall wird der Vollausbau mit sechs Streaming-Multiprozessoren, also 768 Shadern und 48 Textureinheiten, verwendet. Das Back-End umfasst wie schon beim GM206 32 ROPs, die von 1 MiByte L2-Cache flankiert werden. Das Speicher-Interface ist 128 Beit breit und bindet bei der GTX 1050 Ti 4 GiByte GDDR5 mit 3.504 MHz an. Bei der GTX 1050 wird der GP107 um einen SM beschnitten, sodass noch 640 Shader und 40 TMUs zur Verfügung stehen. Aufgrund von Nvidias Restriktionen wird es ausschließlich 2-GiByte-Versionen geben.
| Modell | Geforce GTX 1060 3GB | GTX 1050 Ti | GTX 1050 | GTX 950 | RX 460 |
|---|---|---|---|---|---|
| Codename | GP106-300 | GP107 | GP107 | GM206-250-A1 | Polaris Pro |
| Fertigung | 16 nm FinFET TSMC | 14 nm Samsung | 14 nm Samsung | 28 nm TSMC | 14 nm Globalfoundries |
| DX-12-Feature-Level | 12_1 | 12_1 | 12_1 | 12_0 | 12_0 |
| Chipgröße (reiner Die) | 200 mm² | 132 mm² | 132 mm² | 228 mm² | 124 mm² |
| Transistoren Grafikchip (Mio.) | 4.400 | 3.300 | 3.300 | 2.940 | 3.000 |
| Shader-/SIMD-/Textureinheiten | 1.152/9/72 | 768/6/48 | 640/5/40 | 768/6/48 | 896/14/56 |
| Raster-Endstufen (ROPs) | 48 | 32 | 32 | 32 | 16 |
| GPU-Basistakt (Megahertz) | 1.506 | 1.290 | 1.354 | 1.024 | 1.090 |
| GPU-Boost-Takt (Megahertz) | 1.708 | 1.392 | 1.455 | 1.188 | 1.200 |
| Rechenleistung SP/DP (Mrd./s) | 3.936/123 | 2.139/67 | 1.863/58 | 1.744/73 | 2.150/134 |
| Speicheranbindung (Bit) | 192 | 128 | 128 | 128 | 128 |
| Geschw. Grafikspeicher (GT/s) | 8 | 7 | 7 | 6,6 | 7 |
| Speicherübertragung (GB/s) | 192 | 112 | 112 | 106 | 112 |
| Übliche Speichermenge (MiB) | 3.072 | 4.096 | 2.048 | 2.048/4.096 | 2.048/4.096 |
| PCI-Express-Stromanschlüsse | 1 × 6-polig | - | - | - | - |
| Typische Leistungsaufnahme lt. Hersteller | 120 Watt | 75 Watt | 75 Watt | 90 Watt | 75 Watt |
Nvidia hat indes bestätigt, dass der 3,3 Milliarden Transistoren schwere GP107 erstmals nicht bei TSMC, sondern in Samsungs 14LPP-Prozess gefertigt wird. Die GPU misst 132 mm², ist damit etwas größer als AMDs Polaris 11 mit drei Mrd. Transistoren auf 124 mm² und hat sogar eine etwas höhere Packdichte (25 Mio. Transistoren/mm² vs 24,2). Die Geforce GTX 1050 Ti und die GTX 1050 müssen sich laut Datenblatt mit 75 Watt über den PEG-Steckplatz begnügen. Während die GTX 1050 Ti mit 1.290/1.392 MHz (Basis/Boost) taktet, fängt die GTX 1050 die fehlenden Shader durch höhere Frequenzen von 1.354/1.455 MHz etwas auf. Auf dem Papier arbeiten die beiden neuen Pascal-Grafikkarten damit deutlich ineffizienter als die großen Schwestern, was die Vermutung untermauert, dass der 14LPP-Prozess höhere Leckströme hat als TSMCs 16FF+ (allerdings höhere Packdichten erlauben könnte).
Tests werden zeigen müssen, wie die Realität aussieht und ob die GTX-1050er-Karten in der Praxis nicht doch deutlich höher takten. Nvidia zeigt sich jedenfalls zuversichtlich und gibt an, dass zumindest die Modelle mit zusätzlichem 6-Pin-Stromstecker auf 2,0 GHz und mehr übertaktet werden könnten. Eine "Taktmauer" wie bei AMDs Polaris-GPU gäbe es somit nicht. Die 75-Watt-Grenze wird bei den Einsteiger-Grafikkarten als immer wichtiger angesehen.
Geforce GTX 1050 (Ti) vorgestellt: Preise
Die offiziellen Preisempfehlungen belaufen sich auf 139 US-Dollar für die Geforce GTX 1050 Ti und 109 USD für die GTX 1050. In Deutschland resultiert das in UVPs von 155 beziehungsweise 125 Euro, was einem minimalen Aufschlag gegenüber der 1:1-Umrechnung von etwa 5 Euro entspricht. Größer hätte der typische Euro-Aufschlag auch kaum ausfallen dürfen, da bei etwa 200 Euro bereits die GTX 1060 3GB beginnt. Letztendlich dürften die Straßenpreise zwischen den einfachen Custom-Designs mit Alukühler und den aufwendigeren Heatpipe-Konstruktionen wieder recht weit streuen.
Bislang hat uns eine Geforce GTX 1050 Ti Superclocked aus dem Hause EVGA erreicht. Weitere Modelle erwarten wir in den kommenden Tagen. Ein Test erscheint dann, wie gesagt, nächste Woche.

Schlicht und ergreifend: Es setzt 2 GByte VRAM voraus:
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Achte mal auf den VRAM-Counter.
Das die GTX 650 mit anderen DX12-Titeln läuft (die ursprünglich für DX11 Renderer programmiert sind), war mir auch klar, das Netz ist voll von Beweisen. Es macht immer noch keinen Sinn die GTX 650-Werte bei GoW4 wegzulassen, ausser es steckt etwas "besonderes" dahinter. Dass nicht die GTX 750 oder GTX 950 als Vergleich herangezogen wurden, spricht freilich Bände und der Grund ist auch ohne Grübelei offensichtlich (die zu geringen Abstände). Das würde ich jetzt nicht unbedingt als in die Tiefe gehen bezeichnen, wenns auf der Hand liegt.
Selbst mit den "geschönten" Benchmarkwerten ist die GTX950 nicht weit von der GTX1050 entfernt ... Das hätte eher ein schlechtes Licht auf das gute neue Stück geworfen.
Wie du siehst, bin ich nicht unkritisch was nVidia angeht ... Nur lasse ich dabei die Kirche im Dorf und grabe etwas tiefer, als laufend auf irgendwelche Schlagworte abzuheben.
In Beitrag #34 hab ich schon ein paar Zahlen zum Vergleich genannt (von Links, die an anderer Stelle schon gepostet wurden):
Geforce GTX 1050 (Ti) vorgestellt: Nvidias erste 14-nm-GPUs ab nächster Woche, Test folgt
Die 1050 kommt dabei wirklich nicht gut weg... Sie ist teilweise langsamer als eine 950.
Zu den 2 GByte Varianten ... Das Referenzdesign der GTX650 sieht nur 1 GByte vor. NVidia geht bestimmt nicht hin und bencht mit Customs, wenn sie selbst den Standard festgelegt haben ... insbesondere dann nicht, wenn der zusätzliche Speicher ein besseres Ergebnis erziehlen würde.
Du übersiehst aber das Offensichtliche und verwirfst es sogar um dann mal wieder auf DX12 abzuheben.
Dabei hätte eine kleine Suche bei YouTube gezeigt, das DX12 sehr wohl auf der GTX650 läuft. Suche "DX12 GTX650" fördert sofort dieses Video zutage:
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Und davon ab, stelle ich mir eine wesentlich spannendere Frage in Verbindung mit "schummeln" und der GTX650: "Warum wird mit der GTX650 vergleichen. Eine Karte die schon wesentlich älter als die offensichtlichen Karten GTX750Ti oder GTX950 ist?"
Denn komischerweise wurden alle anderen Pascal-Karten mit den direkten Vorgängern vergleichen und nicht mit Einer Karte die 3 Generationen zurückliegt. Das hat Geschmäckle.
Und dieses Video beantwortet meine Frage schon fast ausgiebig (Ab 3:06):
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Selbst mit den "geschönten" Benchmarkwerten ist die GTX950 nicht weit von der GTX1050 entfernt ... Das hätte eher ein schlechtes Licht auf das gute neue Stück geworfen.
Wie du siehst, bin ich nicht unkritisch was nVidia angeht ... Nur lasse ich dabei die Kirche im Dorf und grabe etwas tiefer, als laufend auf irgendwelche Schlagworte abzuheben.
Das siehst du vielleicht so, aber es ging nicht darum "jetzt würg ich Nvidia eins rein!", sondern eher darum "was haben die wieder ausgeheckt?". Damit habe ich nicht mal hinterm Berg gehalten, siehe Posting weiter oben. Kann man es Leuten verübeln, wenn sie bei dem Laden nur noch misstrauisch sind/werden sobald etwas merkwürdiges auftaucht? Nvidia hat sich das doch selbst erarbeitet oder sind alle, die Nvidia-kritisch sind, zufällig paranoid?