Gesichtsanimation der Zukunft: Ira-Techdemo im Hands-on-Test - Reichen zwei Titans zur flüssigen Darstellung?

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Mit Faceworks hat Nvidia eine Technik zum Gesichtsrendering und zur Animation von Charakteren entwickelt. Mittlerweile steht die Ira genannte Techdemo auch zum Download bereit. Welche Grafikkarte braucht man, um die Techdemo flüssig in Echtzeit und Full HD nutzen zu können?

Auf der Nvidia-Hausmesse GTC im März 2013 sorgte "Ira" für Aufsehen. Sie kennen Ira nicht? Kein Problem, der digitale Glatzkopf wurde mittlerweile als Download veröffentlicht und mit einer GTX 670 an Bord können Sie die Demo auch bereits selbst ausprobieren. Ist die dahinterliegende Technik namens Faceworks wirklich der aktuelle heilige Gral zum Rendern und Animieren von Gesichtern? Wir nehmen Ira in unserem Technikvideo am Ende des Artikels unter die Lupe und zeigen in einem Rückblick auch vergangene Demos zur Gesichtsdarstellung und -animation. Alle Rendervorgänge wie die Animation der Meshes, die Tessellation sowie das Shading inklusive Subsurface-Scattering feinster Details, wie Poren, laufen in Echtzeit und "flüssig" ab.

Auf einer Radeon-Grafikkarte startet die Demo freilich nicht, da eine Cuda-fähige Grafikkarte vorausgesetzt wird. Darüber hinaus erhalten Sie mit hineingezoomtem Gesicht in Full HD nur rund 30 Fps, wohlgemerkt auf einer GTX Titan. Immerhin rund 55 Fps erzielen wir mit zwei Titans. Sie haben "nur" eine Geforce GTX 580? Kein Problem, die Demo sieht in 800x 600 immer noch sehr gut aus und läuft mit 25 Fps. Laut Nvidia umfassen die Skin Shader bei Ira durchschnittlich 8.000 Instruktionen pro Pixel (ca. 40 KFLOPS) - vermutlich für das Gesicht ohne Hintergrund -, in Full-HD bei 60 Fps kommen da rund 4,9 TFLOPs/s zusammen.

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    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Sentionline007 Freizeitschrauber(in)
        AW: Gesichtsanimation der Zukunft: Ira-Techdemo im Hands-on-Test - Reichen zwei Titans zur flüssigen Darstellung?

        Ich finde die Zähne und die Augen sehen schon sehr künstlich aus. Enttäuschend auch, das nur ein Kopf gerendert wird ist langweilig. Bisher hapert es in Spielen an der Körperanimation. Da müssen die so langsam ran.
      • Von Sentionline007 Freizeitschrauber(in)
        AW: Gesichtsanimation der Zukunft: Ira-Techdemo im Hands-on-Test - Reichen zwei Titans zur flüssigen Darstellung?

        Ich finde die Zähne und die Augen sehen schon sehr künstlich aus. Enttäuschend auch, das nur ein Kopf gerendert wird ist langweilig. Bisher hapert es in Spielen an der Körperanimation. Da müssen die so langsam ran.
      • Von majinvegeta20 Lötkolbengott/-göttin
        AW: Gesichtsanimation der Zukunft: Ira-Techdemo im Hands-on-Test - Reichen zwei Titans zur flüssigen Darstellung?

        Yeah, läuft flüssig (ca. 25 fps)

        Ist aber schon irgendwie geil, wenn sowas auf der eigene Karte läuft.
      • Von Gast1668381003
        AW: Gesichtsanimation der Zukunft: Ira-Techdemo im Hands-on-Test - Reichen zwei Titans zur flüssigen Darstellung?

        Zitat von Shub Niggurath
        Wenn man überlegt, wie weit man heute schon allein bei der Physik sein könnte, stattdessen krebst man da auch seit vielen Jahren auf dem selben Flecken rum.
        Selbst die schnellste Grafikkarte hat noch immer viel zu wenig Leistung, um aufwendigere Physikeffekte ansatzweise flüssig darzustellen.

        Die "End-User"-Technik ist einfach nicht soweit. Warum rechnen wohl sonst zig sündhaft teure Workstations wochenlang an Filmen wie Avatar oder Monster AG etc ?

        Davon abgesehen kann die Stoff- und Partikelsimulation mit Hilfe von PhysX ziemlich beeindruckend aussehen.

        Gutes Beispiel: Batman Arkham City - schon schick, wie sich der Teppich, das Zeitungspapier oder der Rauch verformt, wenn man durchläuft

        Jedenfalls gibt es noch keine Spieleengine, mit der sich solche aufwendigen Physik-Effekte realisieren lassen. Die interne Engine-Physik ist meist eher simpel und weit weniger komplex, von daher hat PhysX durchaus seine Daseinsberechtigung.

        Klar, ich hätte auch gerne ausschließlich Spiele mit fotorealistischen Texturen, aufwändiger Echtzeit-Physik, komplett zerstörbarer Umgebung, bei der selbst Michael Bay und Roland Emmerich vor Neid erblassen würden, Charakter-Animation idealerweise mit dem Niveau von Pixar-Hollywood-Renderfilmen - und das alles soll dann am besten noch auf einer gammeligen 80 €-Grafikkarte flüssig laufen
      • Von benTi1985
        AW: Gesichtsanimation der Zukunft: Ira-Techdemo im Hands-on-Test - Reichen zwei Titans zur flüssigen Darstellung?

        good Point: Uncharted. Sehr geil gewesen.

        BTT: Also bei Pixar / Dreamworks o.ä. klappt es doch auch. Sogar ab und an in kürzerer Zeit. Gut, da stimmt halt das Geld. Aber ich mein EA wird nicht grad neidisch rüber blinzeln. Gut, EA ist ein SEHR SCHLECHTES Beispiel...
      • Von Ryle BIOS-Overclocker(in)
        AW: Gesichtsanimation der Zukunft: Ira-Techdemo im Hands-on-Test - Reichen zwei Titans zur flüssigen Darstellung?

        Der Kostenfaktor ist eben noch zu hoch. Techniken dazu gibt es inzwischen massig, aber für ein richtiges Motion oder gar Performance Capturing braucht man Schauspieler und viel Zeit oder ein Animationsteam mit sehr viel Zeit.
        Sowas kann man bei potentiellen Top Titeln mit absehbarem Spielinhalt noch machen, aber für Rollenspiele usw. wäre der Aufwand und die Kosten einfach zu heftig. Da kann man nur darauf hoffen, dass demnächst vielleicht eine Software bzw. eine Engine kommt bei der mit Motion Capturing Emotionen auf verschiedene Gesichtstypen gerendert wurden. Engines die das Gesprochene halbwegs Lip Synchen gibt es ja schon (Witcher 2 oder Mass Effect zB.).
        Nur kann man die möglichen Emotionen und Haltungen der Charaktere an einer Hand abzählen.

        Metro ist aber in der Tat lächerlich. Crysis 3 eigentlich auch. Da gibt es im Prinzip auch nur ein einziges Gesicht, alles andere sind Klonsoldaten mit Masken. Aber anstatt sich bewegendem Gras, zig Licht und Schatteneffekte und Tesselation an Stellen die keine Sau interessiert sollte man sich bei manchen Spielen wirklich mal eher auf solche Details an Charakteren konzentrieren. Dabei musst man keine 10 Layer mit transparenter Haut usw. erkennen, einfach nur die Ausdrücke mit halbwegs aktueller Technik wie in Uncharted 2/3 würden schon ausreichen.
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