Nvidia Pascal: Fertigung soll in 16 Nanometer FinFET über TSMC laufen
Nvidia soll seine Pascal-Geforce-Grafikkarten bei TSMC in 16 Nanometer vom Band laufen lassen, so lassen es jedenfalls Gerüchte aus Fernost verlauten. Die entsprechenden Verträge seien erst kürzlich unterschrieben worden. Eine Überraschung ist das Ganze allerdings nicht.
Mit der kommenden Fertigungsgeneration in 14 beziehungsweise 16 Nanometer steigt Samsung in den großen Markt für Auftragsfertiger ein. Dementsprechend wird es spannend, wo AMD und Nvidia ihre Grafikchips fertigen lassen, da so nicht nur die Architekturen, sondern auch die Prozesse für einen Performance- und Effizienz-Unterschied sorgen können. Bei Nvidia wurde schon seit einiger Zeit vermutet, dass weiterhin TSMC mit 16 nm FinFET als Auftragsfertiger dienen wird, die koreanische Webseite businesskorea.co.kr will das nun bestätigen.
Demnach habe sich Nvidia erst am 15. September dazu entschieden, Pascal in Taiwan vom Band laufen zu lassen, wobei die Aussage einige Fragezeichen aufwerfen dürfte. Bisher hat Nvidia bei Samsung nur kleine Kapazitäten für 14-nm-Chips bestellt, für eine große GPU-Serie reicht das nicht. Da die GPUs auf einen Fertigungsprozess hin optimiert werden, muss Nvidia also schon seit mehreren Jahren mit TSMCs Angebot geplant haben.
Laut businesskorea.co.kr könnte Samsung den Deal ursprünglich vermasselt haben, weil es dem Konzern in der Chipfertigungsbranche an Erfahrung fehle. Wirklich tiefgreifende Erfahrungen, auch über einen längeren Zeitraum, haben natürlich weder Nvidia noch AMD mit Samsung gemacht. Letztendlich dürften aber die Resultate (Performance, Effizienz und Yield) sowie die Langzeitplanung ausschlaggebend sein.
Quelle: businesskorea.co.kr

Das sind doch immer Graubereiche, wenn es darum geht, was ist denn jetzt eine "neue" Architektur. An sich setzt sich niemand hin und entwickelt einen Chip von Grund auf neu.
Da werden eher Optimierungen vollzogen, oder mal einzelne Funktionen auch neu Implementiert, aber so etwas wie mit GCN kam ist äußerst selten.
Da jetzt zu sagen, nur weil man HBM, NVLink hat, hätte man eine neue Architektur ist finde ich nicht richtig. Das sind alles externe Interfaces, die an sich ziemlich abgelöst vom eigentlichen Design sind. Man sieht ja auch, das GPUs durchaus ohne Probleme DDR3 statt GDDR5 verwenden können.
Mit Mixed Precision ist das im Prinzip auch nicht anders. Das ist einfach ein Feature, aber ist nicht sooo ein grundlegender Eingriff in eine Architektur. Ob man das jetzt mit externen Einheiten löst, oder als Mixed-Precision-Einheit ist eher eine Frage der Implementierung, als der Architektur.
Also im Prinzip die Features, die wir vor 3 Tagen schon aufgezählt haben.
@Darpa - Wir sind uns ja einig (Diagramm=Roadmap - ja richtig!) ;o)
Wie schon gesagt, ist (zu)vieles bei 3DCenter.org oft rein interpretiert oder es sind eben nur mögliche 'spekulative' Annahmen. Von meiner Seite ist der Fall jedoch klar - aber ich gebe Dir nun einen kleinen Hinweis...
Das erwähnte 3DC Zitat "weitgehend Maxwell-2-Architektur" ist ggf. veraltet von Anfang Jahr und unten drunter (2. April 2015) von 3DC selber - bereits 'Widersprochen oder nun doch anders Ausgelegt'
=> siehe "Nachtrag vom 2. April 2015"
Ein wenig fehlend in unserer Ausarbeitung, wie nVidias Pascal-Generation aussehen könnte, sind die (bisher bekannten) Architektur-Features von Pascal: Dazu gehört (wie schon beschrieben) der breite, aber wohl nicht ausschließliche Einsatz von HBM2-Interfaces und -Speicher, mittels welchem die Speicherbandbreiten deutlich nach oben gedrückt werden können – was auch notwendig ist angesichts der vermutlich verbauten Einheiten-Anzahl. Daneben wird es höchstwahrscheinlich generell neu gestaltete Shader-Einheiten geben, welche bezüglich der Rechengenauigkeit einen Mixed-Mode beherrschen: Entweder volle FP32-Performance oder halbe FP64-Performance. Damit spart sich nVidia das Heranpflaschen von extra FP64-Einheiten, die neuen Shader-Einheiten werden aber natürlich wegen des Mixed-Modes trotzdem etwas größer ausfallen müssen als die bisherigen Shader-Einheiten der Maxwell-Architektur. Bei einer angenommen glatten Verdopplung der Transistorenanzahl durch den Wechsel von der 28nm- auf die 16nm-Fertigung würde es demzufolge knapp werden mit einer glatten Einheiten-Verdopplung.
Andererseits kann man in der Pascal-Generation gewisse Flächeneinsparungen durch die Verwendung von HBM-Speicherinterfaces verbuchen – zudem ist auch noch nicht klar, wie groß der Flächenvorteil von der 28nm- zur 16nm-Fertigung in der Praxis von großen Grafikchips wirklich ausfällt. Gut möglich ist in diesem Zusammenhang auch eine Umgestaltung der Shader-Cluster – als erstes würde einem hierzu ein höheres Verhältnis von Shader- zu Texturenpower einfallen. Ein GM200-Chip mit angenommen 6144 Shader-Einheiten hätte im Maxwell-Modus schließlich schon satte 384 Textureneinheiten, was womöglich zu viel sein und daher eingespart werden könnte. Daneben ist zur Pascal-Generation noch die Verwendung des NVLink-Interfaces als neue, sehr breitbandige Anbindung zum Rest des PC-Systems bekannt – welche vermutlich jedoch nur im GP100-Chip verbaut wird, da eher nur für professionelle Zwecke benötigt. Im Gaming-Bereich dürfte es weiterhin PCI Express als Anbindung zum PC-System geben – wahrscheinlich weiterhin in der Version 3.0, da die lange vorbereitete Version 4.0 nicht vor dem Jahr 2017 von den dann erhältlichen Prozessoren & Mainboards unterstützt werden wird.
Lassen wir uns mal überraschen... was Nvidia uns da 2016 feines Auftischt
Im Anhang - 3DCenter.org - spekulative Annahmen GP100 - 21.09.2015 / nVidias GP100-Chip tritt augenscheinlich in seine Testphase | 3DCenter.org
Ich nehme an, mit Diagramm meinst du die Roadmap.Natürlich ist Pascal grundsätzlich eine neue Architektur, hat ja auch niemand was anderes behauptet. Es gibt schließlich einige Änderungen gegenüber Maxwell. Die haben wir hier ja bereits angesprochen. Es ging mir eigentlich nur um den Umfang.
Btw. KitGuru verwendet es auch als Quelle
Aber dein Link kommt grade sehr passend, dort kann ich mir direkt mal ein Zitat ziehen, welches zu unserer Diskussion passt.
Naja - 3DCenter ist ganz gut... aber sie recyceln News & Infos aus meist (englischen) Amerikanischen Foren (Neogaf.com / Beyond3d.com / Extremetech.com / wccftech.com / theplatform.net / insidehpc.com ) mit teils gutem Draht zu herstellernahen Kreisen direkt aus Taiwan und bereitet somit die Infos für deutsche Hardware-Enthusiasten auf. 3DCenter.org macht auch ein wenig viele eigene 'spekulative Annahmen' und ist somit nie "die Quelle".