PNY und Nvidia erweitern Quadro-Familie auf Kepler-Basis - Videos zeigen Mercedes-SLS-Raytracing und Ultra-HD-Echtzeitbearbeitung
Auf der Cebit 2013 stellten Nvidia und der europäische Quadro-Partner PNY weitere Mitglieder der Quadro-Produktfamilie auf Basis der aktuellen Kepler-Architektur vor. PCGH hat alle Infos für Sie und auch beeindruckende Videos.
Während der Cebit stellten Nvidia und PNY neue Quadro-Modelle auf Basis der Kepler-Architektur vor. Nachdem bereits im August 2012 das GK104-basierte Flaggschiff Quadro K5000 auf den Markt gebracht worden war, gibt es nun gleich dreifachen Familienzuwachs bei den Kepler-Quadros.
Die Quadro K4000 verfügt über 768 Shader-ALUs und könnte damit sowohl auf einem zur Hälfte deaktivierten GK104GL-Chip basieren als auch auf den GK106. Die 3 GiByte GDDR5-RAM liefern über 192 parallele Leitungen 134 GB/s, die Shader-ALUs, von Nvidia gern als Cuda-Cores bezeichnet, 1.246 TFLOPS. Bei einer nominellen Leistungsaufnahme von nur 80 Watt kommt die Single-Slot-Karte mit einem sechspoligen PCI-Expess-Stromanschluss aus. An der Slotblende suchen zwei Display-Ports und ein Dual-Link DVI nach Anschluss und steuern insgesamt bis zu vier Bildschirme an. Möglich wird das durch Multi-Stream-Transport (MST), welches die Quadros nun auch unterstützen. Die Quadro K2000/D bietet 384 Shader (733 GFLOPS), einen 2 GiByte großen Speicher (128 Bit, 64 GB/s) und eine TDP von 51 Watt. Die Single-Slot-Karte ist in zwei Anschlussvarianten erhältlich: Einmal mit Mini-DP und 2x DL-DVI (was laut Nvidia im medizinischen Bereich für zertifizierte Displays nachgefragt wird) und einmal in der normalen Version mit 2x DP und 1x DL-DVI. Die zweitkleinste Quadro neben der Q410 ist die K600 mit nur noch 192 Shader-ALUs und einer TDP von 41 Watt - diese böte sich nach Nvidia als reine Display-Karte im Verbund mit einem Tesla-Rechenknecht an. Die restlichen Spezifikationen wie auch die von Nvidia gelieferten Benchmarkwerte finden Sie in der Bildergalerie - erstmals gibt es für Quadro-Karten auch offizielle 3DMark-Scores!
Für die neuen Quadro-Karten ruft Nvidia 1.269, 599 und 199 US-Dollar in absteigender Reihenfolge für die Quadro K4000, die Quadro K2000/D und die Quadro K600 auf. Die Fermi-basierten Quadro-Karten bleiben vorerst im Programm, die Unterscheidung wird nur anhand des "K" im Produktnamen getroffen.
Im Rahmen der Pressekonferenz wurde auch die Kombination aus einer Quadro K5000 und einer Tesla K20 namens Maximus vorgeführt. Dabei zeigte man Echtzeit-Videobearbeitung in Adobe Premiere Pro CS6 und zwar anhand eines Ultra-HD-Beispielfilmclips. Zudem gab es mit Bunkspeed auch einen in der Automobilindustrie eingesetzten Raytracer ("Realtime Renderer") zu sehen, der ein hochdetailliertes Modell des Mercedes SLS in Echtzeit fotorealistisch samt korrekter Lackspiegelungen darstellte - all das lief an einem Rechner von CAD Network mit einer Sechskern-Intel-Xeon-CPU, 32 Gigabyte Speicher und einem Nvidia Maximus-Verbund bestehend aus einer Quadro K5000 und einer Tesla K20.
PNY ist Nvidias Exklusivpartner, was den europäischen Vertrieb der Quadro-Produkte angeht. Nvidias Quadro-Grafikkarten sind für professionelle Anwender gedacht, die neben hoher Grafikleistung auf einen umfassenden Treibersupport, extreme Stabilität und eine höhere Zuverlässigkeit Wert legen, als es für den normalen Gaming- und Desktop-Betrieb nötig ist. Quadro-Karten sind daher deutlich teurer als vergleichbare Geforce-Produkte, obwohl sie auf denselben GPUs basieren. Nicht immer sind in den Geforce-Karten bestimmte Fähigkeiten des Chips freigeschaltet, über die Quadro und zum Teil auch Tesla verfügen - beispielhaft sei der volle Dreiecksdurchsatz, Line-Antialiasing für die Drahtgitterdarstellung, volle Double-Precision-Leistung und ECC-Schutz für externe, teils auch interne Speicher genannt. Die äquivalente Workstation-Reihe von AMD wird unter dem Namen Fire Pro (früher auch Fire GL und Fire Stream) vertrieben.




#2: Außerdem steht da nicht umsonst subjektiv da. (Ich schreib es extra noch einmal in fett und kursiv!)
#3: Außerdem kann man die Anzahl an FLOP/s auch 1:1 auf die Rechenperformance herunterrechnen, du hast vollkommen Recht!
Man man man. Lesen - denken - posten. Dankeschön.
Wieso haben fast sämtliche deutsche Fachkräfte eine so grauenhafte Aussprache?
Naja, rein subjektiv würde ich sagen, dass es geschwindigkeitstechnisch kein riesiger Sprung im Gegensatz zu meiner 560 Ti ist. Vielleicht steckt da aber auch einfach mehr dahinter.
Komm, film mal ab, wie du ein UHD-Video in Premiere Pro mit deiner 560 Ti in der Vorschau flüssig laufen hast...