Nvidia auf der CES: BFG-Displays und Updates für Geforce Experience, Ansel und Geforce Now ausprobiert

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Nvidia auf der CES: BFG-Displays (2)
Quelle: PC Games Hardware

Stand Nvidias Keynote-Veranstaltung auf der CES 2018 in Las Vegas primär im Zeichen von selbstfahrenden Autos, zeigte ein Besuch in der firmeneigenen Hotelsuite, dass die "Grünen" die Gamer nicht aus den Augen verloren haben.

Big Format Gaming Displays: Größer ist schöner

Der größte Blickfang in der Nvidia-Suite waren ganz klar die Big Format Gaming Displays, die Nvidia zusammen mit Acer, Asus und HP entwickelt und die uns Sean Cleveland und Rajal Maharaj von Nvidias Technical-Marketing-Abteilung genauer präsentierten. Auch, wenn die 65-Zoll-Monstren ganz klar "Wohnzimmer" rufen: Die Displays enthalten keinen eigenen Tuner, um damit Fernsehprogramme zu empfangen.

Dafür steckt ein vollwertiges Nvidia-Shield-System auf der Platine, über das Netflix und Co. dann doch noch auf der Mattscheibe landen. Variable Bildwiederholfrequenzen sorgen dafür, dass die BFGDs mit allen Film- und Fernsehstandards zurechtkommen und nicht auf sonst übliche Interpolation ausweichen müssen, wenn eine Bildquelle etwa im Format von 24 Bildern pro Sekunde vorliegt. Einen Preis möchte Nvdia für das Wunderwerk der Technik noch nicht nennen, wohl aber einen Erscheinungstermin noch in diesem Jahr.

Big Format Gaming Displays: Vorsprung durch Technik

Spieler freuen sich darüber, dass die BFGDs mit G-Sync ausgestattet sind und erstmals auch Game Streaming per G-Sync verpacken. Mit 4K-Auflösung, 120 Hertz, HDR mit 1.000 Nits und Ultra Low Latency machen die Geräte zu perfekten Gaming-Partnern. Wie eindrucksvoll HDR auf 65 Zoll aussieht, zeigten uns Sean Cleveland und Rajal Maharaj mit einigen Standbildern aus Mittelerde: Schatten des Krieges, gefolgt von gespielten Szenen aus Destiny 2, das schon beinahe Filmqualität hatte.

"Dafür ist eine Quantum-Dot-Schicht verantwortlich", erklärt Cleveland. "Die fünf, sechs Nanometer breiten Punkte fokussieren die LED-Beleuchtung und erzielen so prächtige Rot- und Grüntöne." Und wer denkt, dass ein so großer Bildschirm einen noch größeren Raum benötigt: Wir schoben beim Anspielen von Destiny 2 den etwa einen Meter entfernten Tisch für Maus und Tastatur sogar noch näher an das Display heran - und hatten dennoch alles im Blick.

Geforce Experience: Generation Instagram

Die Generation Instagram freut sich indes über Updates der Geforce Experience: Nvidias Tool unterstützt in einer Betaversion ab dem 9. Januar den Freestyle-Modus mit 15 Filtern, die sich über eine Spielszene legen lassen. Einige davon sind schöner Schnickschnack, andere hingegen sinnvoll - darunter ein Nachtmodus, der Blautöne reduziert, um die Augen zu schonen. Sehr praktisch sind auch drei Modi für Farbenblinde, mit denen sich kritische Farben stufenlos gegen ähnliche Farbwerte austauschen lassen.

Zukünftig sollen auch komplett selbstgeschriebene Filter möglich sein, wie uns ein Nvidia-Mitarbeiter demonstrierte. In Zusammenarbeit mit einem Call-of-Duty-Fan entwickelte er eine Art "Wochenschau"-Filter, den er über eine Landungsboot-Szene aus World War II legte. Aus dem bunten Bild wurde ein schwarzweißes, mit filmartigen Kratzern und Schmutzpartikeln überzogenes Kinobild. Beim Capturing sind all diese Filter natürlich mit von der Partie, der Performance-Verlust durch die zusätzlichen Berechnungen gibt Nvidia mit zwei bis drei Prozent an.

Shadowplay & Ansel: Neue Spiele, neue Updates

Schon im März letzten Jahres kündigte Nvidia Shadowplay Highlights an: Mit dieser Funktion können Spielentwickler dem Treiber melden, wann sich eine besonders coole Szene im Spiel ereignet, die dann automatisch aufgezeichnet wird. Ab Mittwochmorgen wird dieses Feature auch von Mehrspielerspektakel Fortnite unterstützt, das dann beispielsweise besonders gelungene Kills dokumentiert.

Nvidias Tool Ansel, mit dem sich bislang 36 unterstützte Spiele dank freier Perspektivwahl und höchster Auflösung besonders schick inszenieren lassen, bekommt acht neue Filter und eine etwas entschlackte Bedienoberfläche, die von Freestyle übernommen wurde. Und wem ein Filter nicht reicht, darf sich freuen: Jetzt lassen sich sogar mehrere Filter übereinanderlegen. Außerdem ist die Community eifrig dabei, die Skriptsprache von Ansel zu modifizieren: Stolz zeigte uns ein Nvidia-Mitarbeiter eine Art Greenscreen-Modus, der den Helden eines Spiels zur weiteren Verwendung von der Umgebung "freistellen" kann.

Geforce Now: Spiele-Streaming aufs Netbook

Nvidias Spiele-Streaming-Dienst Geforce Now befindet sich zwar noch immer in der Beta-Fassung (für die es aktuell sogar eine Warteliste gibt), doch ab sofort lassen sich nicht nur Spiele aus der eigenen Steam-Sammlung beziehungsweise Blizzards Battle.net streamen: Auch Ubisofts Uplay wird nun von dem Dienst unterstützt. Selbst auf Macs und schwächsten Netbooks ist so das Spielen aktuellster PC-Titel in hoher Auflösung möglich.

Zum Vergleich: Auf einem 400 US-Dollar teuren Acer-Laptop kroch Playerunknown's Battlegrounds mit zwei Bildern pro Sekunde umher, während auf dem gleichen System mit Geforce Now und einer 50 MBit-Verbindung die Kugeln in 1080p rasant durch die Luft flogen. Um die Optik so geschmeidig wie möglich zu halten, setzt Nvidia einen neuen Ultra Stream Mode ein: Spiele, deren Programmierer es unterstützen, werden serverseitig mit 120 Bildern pro Sekunde gerendert, auch, wenn sie auf dem Zielsystem nur mit 60 Hertz dargestellt werden. So fallen etwaige Framedrops weit weniger auf.

Geforce Now: Das Ende lokaler Grafikkarten?

Noch gibt es kein Preismodell für den Dienst, wohl aber die Information, dass ein deutscher Serverpark im zentralen Frankfurt errichtet wird, der neben Steam, Uplay und Battle.net auch Free-to-Play-Titel wie League of Legends auf die Rechner der Kunden streamen wird. Hat Nvidia keine Angst, dass dann eines Tages niemand mehr die dedizierten Grafikkarten des Unternehmens kaufen wird? Andrew Fear vom Product Marketing Geforce Now verneint: "Nein, wir wollen den Spielern die Möglichkeit geben, tolle aktuelle Titel zu spielen, die sich keine hochgezüchtete Grafikkarte leisten wollen oder können." Die Spiele gehörten ja nach wie vor den Spielern selbst, die über Geforce Now lediglich ihre Sammlung ansteuern, so Fear.

Jedenfalls noch, möchten wir hinzufügen. Denn wenn einmal die Möglichkeit besteht, alle Spiele auf Server auszulagern und dort immer auf dem neuesten Stand gehalten und monatliche Gebühren für das Spielen selbst von Singleplayer-Titeln erhoben werden können, weckt das bei Softwareherstellern sicher so manche Begehrlichkeit, die schon jetzt neidisch auf Dienste wie Netflix schielen. Spieler, die dann offline oder mit schwacher Internetanbindung etwa bei einer Zugreise unterwegs sind, gucken dann natürlich in die Röhre.

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    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        AW: Nvidia auf der CES: BFG-Displays und Updates für Geforce Experience, Ansel und Geforce Now ausprobiert

        Diese Jahr gibt es neue Räumlichkeiten,(Umzug), ich bekomme die kleine Kammer, dann wird es lustig u bestimmt seeehr warm im Sommer. Vieleicht ist kleiner doch feiner [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Jetzt in der neuen PCGH gefunden. he he
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        AW: Nvidia auf der CES: BFG-Displays und Updates für Geforce Experience, Ansel und Geforce Now ausprobiert

        Diese Jahr gibt es neue Räumlichkeiten,(Umzug), ich bekomme die kleine Kammer, dann wird es lustig u bestimmt seeehr warm im Sommer. Vieleicht ist kleiner doch feiner [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Jetzt in der neuen PCGH gefunden. he he
      • Von Duvar Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Nvidia auf der CES: BFG-Displays und Updates für Geforce Experience, Ansel und Geforce Now ausprobiert

        Ich auf einem 43 Zoll 4K TV und auch @ 60 Hz. Sieht schon optisch ganz gut aus. Hätte jedoch nix gegen einen etwas kleineren Monitor (~35") mit 100Hz+ / G-SYNC etc
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        AW: Nvidia auf der CES: BFG-Displays und Updates für Geforce Experience, Ansel und Geforce Now ausprobiert

        Ich spiele auf einem 40" Panasonic 4k TV mit 60 Hertz. Ach, geht auch wenn man weit genug entfernt davor sitzt.
        Da werden die Pixel auch kleiner.
        He he
      • Von ottoman Komplett-PC-Aufrüster(in)
        AW: Nvidia auf der CES: BFG-Displays und Updates für Geforce Experience, Ansel und Geforce Now ausprobiert

        Zitat
        Variable Bildwiederholfrequenzen sorgen dafür, dass die BFGDs mit allen Film- und Fernsehstandards zurechtkommen und nicht auf sonst übliche Interpolation ausweichen müssen, wenn eine Bildquelle etwa im Format von 24 Bildern pro Sekunde vorliegt.
        Das ist vielleicht etwas unglücklich formuliert. Normalerweise kann man am Zuspieler einstellen, ob beispielsweise 60 oder 24Hz gesendet werden sollen. Ein TV zeigt dann je nach Settings entweder ein interpoliertes Bild um aus 24Hz gefühlte 60 zu machen oder läuft vielleicht auf 120Hz und zeigt ein Frame einfach nur 5x an für einen Kino Look.
      • Von Chemenu Software-Overclocker(in)
        AW: Nvidia auf der CES: BFG-Displays und Updates für Geforce Experience, Ansel und Geforce Now ausprobiert

        Zitat von MircoSfot
        NVidia Shild aufm VR- Headset schnallen+ Geforce Now und fertig? Theoretisch müsste das funzen. Keine Konsole mehr, Kein PC mehr. Man benötigt nur noch Breitbandinternet (in Zukunft) Warum nicht?! Ich kaufe mein Tafel/Quellwasser auch im Supermarkt! Wenn mich einer fragt wie man Wasser schürft dann antworte ich; Ich weiß es nicht! Ich kann heute nicht einmal Sähen und Ernten weil ich eh alles im Supermarkt kaufe. Fertiggerichte sorgen für eine Generation ohne Kochkunst. Sobald das Kriegsrecht in Kraft tritt (weltweit) werden über 4 Milliarden Menschen sterben an Hungertot und oder verdursten. Jetzt nimmt man uns Gamern auch noch den PC weg, bloß nicht modden! alles Copyright und Patente.....nehmt uns alles! Eine neue Generation ''Hirntot'' ''Zombie'' oder wie die Reichen gerne mal sagen ''Kanonenfutter'' mehr. Das System benötigt, am besten noch heute, einen Reset!
        Hat man Deinen PC auch schon abgeholt?

        Sicher, Game Streaming ist der Untergang der Menschheit. Wir haben ja sonst auch keine größeren Probleme...
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