Neue Geschäftszahlen von Nvidia: Alles super?
Das zweite Quartal des aktuellen Geschäftsjahres 2020 ist bei Nvidia gelaufen. Im Nachgang hat das Unternehmen nun die offiziellen Geschäftszahlen vorgestellt. Im direkten Vergleich zum Vorquartal gibt es ein sattes Plus, das laut CEO Jensen Huang mitunter einem "super" Start der Super-Grafikkarten zu verdanken ist.
Nvidia hat die Finanzergebnisse zum Ende Juli abgelaufenen zweiten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres 2020 veröffentlicht. Die fallen zwar im direkten Jahresvergleich erneut erheblich schlechter aus, doch im Angesicht des 1. Quartals des Fiskaljahres 2020 nimmt das Geschäft bei Nvidia wieder deutlich an Fahrt auf. Bei Anlegern sorgt das für reges Interesse an der Aktie des Unternehmens. In der darauffolgenden Telefonkonferenz ließ es sich CEO Jensen Huang zudem nicht nehmen, vor allem das "super" Geschäft mit den Turing-Super-Grafikkarten hervorzuheben.
Der Mining-Boom wirkt im Jahresvergleich nach, deutlicher Aufwind gegenüber Vorquartal
Zieht man das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2019 zum Vergleich heran, ist es um die aktuellen Finanzergebnisse einmal mehr schlecht bestellt. 17 Prozent weniger Umsatz und ein 50 Prozent geringerer Reingewinn wurden erwirtschaftet. Doch das augenscheinlich schrumpfende Geschäft knabbert noch immer an den Nachwirkungen des Hypes rund um Kryptowährungen.
Anfang 2018 wurde das Interesse am Mining neu entfacht. Zum Jahreswechsel von 2017 auf 2018 stieg die Nachfrage nach Grafikkarten rasant, die Preise schossen in schwindelerregende Höhen und AMD sowie Nvidia verdienten sich eine goldene Nase. Wirkliche Entspannung gab es erst im Herbst beziehungsweise Winter vergangenen Jahres und so sorgen die Vorjahresvergleiche für ein recht verzerrtes Bild. Zieht man das erste Quartal des Geschäftsjahres 2020 zum Vergleich heran, sieht es für Nvidias Geschäft schon deutlich besser aus.
16 Prozent mehr Umsatz (2,579 Mrd. US-Dollar) und ein 40 Prozent höherer Nettogewinn (552 Mio. US-Dollar) konnte Nvidia einfahren. Entsprechend griffen Anleger zum Wertpapier des Unternehmens, das im Nachgang der Bekanntgabe um gut 6 Prozent zulegte.
"Super" Start für Geforce-RTX-Super-Grafikkarten
Positiv laufe aktuell das Geschäft im Gaming-Bereich. Das legte im Vergleich zum Vorquartal um 24 Prozent zu und sorgte für einen Umsatz von 1,31 Milliarden US-Dollar. Das satte Plus hat Nvidia zu einem nicht geringen Teil dem Markstart des Turing-Refresh aka Geforce RTX Super zu verdanken, der in Form der Geforce RTX 2070 Super und RTX 2060 Super geschickt Anfang Juli eingeschoben wurden, während die Geforce RTX 2080 Super erst zum Monats- und damit Quartalsende folgte.
Nvidia-CEO Jensen Huang ließ es sich gewohnt nicht nehmen, ordentlich die Werbetrommel für die neuen Grafikkarten zu rühren. In der anschließenden Telefonkonferenz sprach er von einem "super" Geschäft mit den Super-Grafikkarten. Generell griff Huang gemäß dem Transskript auf seekingalpha.com oft zu dem Wort "super" im Kontext des Turing-Refresh. "Super hat einen großartigen Start hingelegt. Mein Gott, Super hat einen super Start hingelegt", so der Nvidia-CEO. Man sei "super" über das nächste Jahr hinweg aufgestellt, heißt es von ihm weiter.
Idee von langlebigen Grafikkarten ohne Raytracing laut Nvidia-CEO "einfach verrückt"
Nicht nur für aktuelle Spiele liefern die aktuell drei verfügbaren Modelle die "best-in-class" Performance, Effizienz und Echtzeit-Raytracing. Auch für "next-generation" Spiele werde das so bleiben. "Diese GPUs haben ein Performance-Boost von bis zu 24 Prozent gegenüber unseren ursprünglichen Turing-GPUs abgeliefert, die wir ein Jahr zuvor auf den Markt brachten. Das Super-Line-Up stärkt unsere Führerschaft im High-End-Bereich des Markts und die Reaktion war großartig."
Das Aufgebot an Raytracing-Spielen, darunter auch zunehmend AAA-Titel, werde laut Huang weiter zunehmen. Dabei verwies der Nvidia-CEO allerdings lediglich auf bereits angekündigte beziehungsweise erschienene Spiele. Call of Duty: Modern Warfare, Watch Dogs: Legion, Wolfenstein Youngblood und auch Cyberpunk 2077 greifen zu Raytracing. Gerade das nächste Spiel von CD Projekt, Cyberpunk 2077, hob Huang gesondert hervor und verwies auf den großen Hype um das Sci-Fi-RPG. Ebenfalls schob er ein, dass es ein "voreiliger Schluss ist", wenn man eine neue Grafikkarte kauft und diese "2, 3, 4 Jahre hält, ohne Raytracing zu beherrschen". Es wäre "einfach verrückt", denn neue Inhalte kommen stetig raus.
Auch lesenswert: Grafikkarten Test und Vergleich 2019: Bestenliste mit Benchmarks jetzt mit Radeon RX 5700 und Geforce Super [August]
Ob sich die Zahlen von Nvidia hinsichtlich des Gaming-Geschäfts und insbesondere bei den RTX Super-Grafikkarten weiterhin halten lassen, wird sich erst mit dem Abschluss des aktuellen Quartals zeigen. Vorerst darf sich Nvidia über ein ordentliches Plus im Vergleich zum Vorquartal sowie einem gut gestiegenem Aktienkurs freuen.
[PLUS] Grafikkarten im Vergleichstest: 5 × Geforce RTX 2080 Ti
mehr ...

Er ist noch einer aus der alten Garde , und leider auch einer der vorangig aufs Geld schaut.
Er kann wirklich lange Reden und schöne Geschichten erzählen , wie zb. so manch ein Verkäufer bei MediaMarkt
Aber leider relativiert er sehr viel , was die wahre Leistung seiner getesteten Produkte vernebelt
Igor ist für die die gerne aufs Geld schauen ( oder müssen ) und nicht die leistungsfähigste Hardware mit allen Features wollen oder brauchen , ein schöner Zeitvertreib