Nvidia-Geschäftszahlen: Umsatzprognose erfüllt - Aufwärtstrend bei GPUs erwartet
Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2023 hatte Nvidia einen Quartalsumsatz von 6 Milliarden US-Dollar prognostiziert und diesen nun auch erfüllt.
Nvidia hat kürzlich die Ergebnisse für das vierte Quartal seines am 29. Januar zu Ende gegangene Fiskaljahres 2023 vorgelegt, die mit 6,05 Milliarden US-Dollar Umsatz und 1,4 Milliarden US-Dollar Gewinn im Vorjahresvergleich um 21 Prozent respektive 53 Prozent zurückgegangen sind, aber die selbstgesteckten Erwartungen erfüllt haben. Gegenüber dem dritten Quartal konnte ein Umsatzplus von 2 Prozent ausgewiesen werden. Für das gesamte Jahr wurden 26,974 Milliarden Dollar eingenommen und damit fast genauso viel wie im Vorjahr (26,914 Mrd. USD), allerdings mit nur 4,2 statt 10 Milliarden Dollar Gewinn.
Letztes Jahr um diese Zeit hatte Nvidia einen Rekord-Quartalsumsatz von 7,64 Milliarden Dollar, davon 3 Milliarden Dollar reiner Gewinn. Dabei war noch im Jahr 2021 die Marke von 5 Milliarden Dollar Umsatz pro Quartal ein neuer Rekord für Nvidia, die nun der neue Standard zu sein scheinen: Als Ausblick für das angelaufene Quartal wird trotz stark rückläufiger PC-Marktzahlen ein leichtes Plus von 6,5 Milliarden Dollar Umsatz gegenüber dem letzten Quartal erwartet, wie Theverge.com bezugnehmend auf die Telefonkonferenz zu den Geschäftszahlen berichtet.
Quelle: Nvidia
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Gaming soll sich erholen
Speziell auch die Gaming-Sparte mit Geforce-Grafikkarten und Co. hat im Vorjahresvergleich mit 46 Prozent Rückgang Federn gelassen, aber mit einem Plus von 16 Prozent beziehungsweise rund 250 Millionen US-Dollar gegenüber dem dritten Quartal des Geschäftsjahres wieder zugelegt. Nvidia-Chef Jensen Huang sieht daher auch ein Ende der Flaute kommen: "Die Spieleindustrie erholt sich von dem Abschwung nach der Pandemie, und die Gamer nehmen die neuen Ada-Architektur-GPUs mit neuronalem KI-Rendering begeistert an."
Nvidias Geschäftsbereiche Data Center und Automotive konnten im letzten Quartal ebenfalls zulegen, wobei der Automotive-Bereich einen Rekordumsatz von 294 Millionen Dollar erzielte. Der Gaming-Rückgang im Jahresvergleich war derweil dem Bericht nach größtenteils auf Nvidias Grafikgeschäft zurückzuführen, insbesondere auf den Spielebereich, der jeweils um 46 Prozent zurückging und auf "geringere Auslieferungen von SOCs für Spielkonsolen" und damit die Nintendo Switch zurückzuführen sein soll.
Quelle: Nvidia / via Computerbase.de
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Weniger Auslieferungen, volle Lager
Wie andere Chiphersteller auch, liefert Nvidia weniger GPUs an Einzelhändler und Partner, anstatt die Preise zu senken, was dem Bericht nach als "geringerer Verkauf an Partner, um die Lagerbestände der Vertriebskanäle an die aktuellen Nachfragerwartungen anzupassen" formuliert wird. Zudem werden auch Unterbrechungen in China aufgrund von Covid und anderen Problemen verantwortlich gemacht. Huang soll während der Bekanntgabe derweil vornehmlich das Wachstumspotenzial von Nvidia im Bereich der Rechenzentren und beim Trainieren von KI-Systemen wie ChatGPT herausgestellt haben.
Die Auslieferungssituation der Grafikkarten wirkt sich unterdessen auch auf den Inventarbestand aus: Gegenüber dem Jahr 2022 verdoppelte sich dieser auf einen Wert von 5,16 Milliarden US-Dollar und ist im zurückliegenden Quartal um 65 auf 212 Tage angewachsen, wozu neben Geforces aber auch ältere Profi-Grafikkarten beigetragen haben sollen, wie Computerbase.de berichtet.


In den Tiefen des Geschäftsberichts versteckt findet sich der Grund: Die vollen Grafikkartenlager haben Nvidia über das Kalenderjahr 2022 hinweg viel Geld gekostet – genau genommen 2,17 Milliarden Dollar. Nvidia schreibt dazu:
"Die Bruttomarge für das Geschäftsjahr ging zurück, was auf 2,17 Milliarden Dollar an Lagerhaltungskosten zurückzuführen ist, die größtenteils auf ein Überangebot an Nvidia-Ampere-Architektur-Produkten fürs Gaming und für Rechenzentren im Vergleich zu den Nachfrage-Erwartungen beruhen, insbesondere für die erwartete Nachfrage in China."
Da versucht Nvidia wohl krampfhaft an den hohen Preisen festzuhalten... Aber solange es Leute gibt, die sich die Karten dann auch holen, braucht man sich über den abstrusen Verlauf nicht wundern.
"Die Spieleindustrie erholt sich von dem Abschwung nach der Pandemie, und die Gamer nehmen die neuen Ada-Architektur-GPUs mit neuronalem KI-Rendering begeistert an".
Genau Jensen, genauso begeistert sind die Gamer von den gesalzenen Preisen. Vor allem bei RTX4070/80. Mein Zitat dazu:
Mir persönlich gefällt die Taktik von AMD und Nvidia nicht. Aber was will man machen, wenn diese sich offenbar untereinander einig sind.
Sonst fangen die bei 350€ an. Und ab knapp 400€ gibt es bereits eine RX 6700XT.
Vergeblich gesucht hab ich hingegen nach einer preislich attraktiven
3060-Ti (ab 438€) bzw. einer 3070 (ab 540€).