Nvidia: Fix für DPC-Latenzprobleme vor Veröffentlichung
Die langanhaltenden Probleme rund um die DPC-Latenz stehen vor ihrer Lösung: Wie ein QA-Sprecher von Nvidia bestätigt, befindet sich der Bugfix mit letzten Änderungen in seiner finalen Phase vor dem Release.
Was lange währt, wird endlich gut? Zumindest im Fall der DPC-Latenz, die bei Nvidia seit gefühlten Äonen auf der Liste bekannter Probleme steht, scheint bald Licht am Ende des Tunnels zu sein. Wie Manuel Guzman - seines Zeichens Sprecher der Software-Qualitätssicherung - auf Twitter erklärt, stehen die letzten Änderungen an dem Bugfix in ebendieser Qualitätssicherung.
Zwar hat Nvidia etwa mit Reflex bereits einige Lösungen probiert, um die Input-Latenz zu verbessern, doch das ursächliche Problem besteht seit mehreren Generationen. Selbst zur GTX-1000-Reihe im Jahr 2016 finden sich Anmerkungen, wonach der damals aktuelle Geforce-Treiber 368.95 die DPC-Latenz verbessert haben soll. Auch zu diesem Zeitpunkt fielen die Ergebnisse gemischt aus.
Mit DPC sind sogenannte Deferred Prcedure Calls in Windows gemeint, die für Aufgaben mit höherer Priorität entwickelt wurden und es diesen erlaubt, weniger wichtige Tasks zeitlich aufzuschieben. Der Puffer für solche DPCs kann jedoch schnell überfüllen, was wiederum zu Stottern oder Komplettaussetzern bei Audio- und Videoinhalten führen kann. Daher rühren auch die Latenzprobleme bei Spielen, die Nvidia in naher Zukunft behoben will. Wenn Sie die DPC-Latenz Ihres Rechners testen wollen, empfehlen sich Tools wie LatencyMon - niedrige Werte sind besser als hohe.
Für Windows-11-Nutzer hält Guzman zudem den (naheliegenden) Tipp parat, das Betriebssystem auf die jüngste Version zu aktualisieren. Diese beinhalte nämlich einen wichtigen Fix, der TDR-Fehler (Timeout Detection and Recovery) beheben soll. Zudem sollte GPU-Monitoring-Software vor dem Installieren von Nvidia-Treiber ausgeschaltet werden, um potenziell zu niedrige gesetzte Powerlimits zu vermeiden.
