Blackwell-GPUs: "Weltreise" trotz Produktion in den USA
Nvidia verkündete kürzlich die Fertigstellung des ersten Blackwell-Wafers in den USA - der aber trotzdem noch eine kleine Reise um die Welt machen muss.
Vor wenigen Tagen verkündeten Nvidia und TSMC feierlich, dass erstmals ein Blackwell-Wafer in den USA gefertigt wurde. Mit diesem Erfolg konnten die Halbleiterhersteller einen Meilenstein des zur GTC 2025 im April angekündigten Plans erreichen, der die Fertigung von Blackwell-GPUs im US-Bundesstaat Arizona vorsah. Nvidia feierte dies als "das erste Mal in der jüngeren Geschichte, dass der aktuell wichtigste Chip in den USA hergestellt wird". Ganz so lokal ist die Produktion aber doch nicht, wie TechPowerUp berichtet.
Für CoWoS geht's nach Taiwan
Denn das Blackwell-Portfolio setzt unter anderem auf das CoWoS-Packaging ("Chip on Wafer on Substrate"). Hierbei lassen sich (stark vereinfacht) mehrere Chips auf einem Silizium-Interposer zusammenfassen, der seinerseits auf einem Substrat sitzt. Daraus folgen eine Erhöhung der Verbindungsgeschwindigkeit und eine Erhöhung der Signalqualität.
Dieses CoWoS-Packaging wird allerdings weiterhin in Taiwan durchgeführt, womit Nvidia Blackwell weiterhin von den dortigen Fabriken und Fertigungsprozessen abhängig bleibt. Für wie lange das noch der Fall ist, ist aktuell immerhin ungefähr zu erahnen: TSMC will zusammen mit Amkor Technology Inc eine weitere und sieben Milliarden US-Dollar schwere Fabrik in Arizona bauen. Diese soll in der Nähe der Fab 21 errichtet werden und spezifisch den Teil des CoWoS-Packagings übernehmen. Die Fertigstellung soll bis Mitte 2027 erfolgen.
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