RTX 5090 für 7.000 US-Dollar: Der8auer ersetzt AiO durch Custom-Wasserkühlung

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RTX 5090 für 7.000 US-Dollar: Der8auer ersetzt AiO durch Custom-Wasserkühlung
Quelle: der8auer via Youtube

Der Youtuber der8auer hat eine MSI RTX 5090 Lightning Z im Auftrag des deutschen Systemintegrators Mifcom von AiO auf Custom-Wasserkühlung umgebaut - und dabei im Block eine problematische Aluminium-Platte gefunden.

Die MSI RTX 5090 Lightning Z ist so etwas wie das Äußerste, was ein Hersteller aus einer Consumer-Grafikkarte herausholen kann: zwei 12VHPWR-Anschlüsse, ein erweitertes BIOS mit höherem Power-Target, rund 800 Watt unter Last - und ein seitlich montiertes großes Display, das die Karte optisch unverwechselbar macht. Der Preis für die auf 1.300 Einheiten limitierte GPU liegt auf dem Gebrauchtmarkt bei sündhaft teuren 7.000 US-Dollar - der Systemintegrator Mifcom ließ eine davon beim Youtuber Roman "der8auer" Hartung zu einem Custom-Wakü-fähigen System umrüsten.

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Unerwarteter Befund: Aluminium unter der Nickelschicht

Ein einfacher Kühlblock-Tausch kam für der8auer nicht infrage - das hätte die Lightning Z optisch zur gewöhnlichen RTX 5090 degradiert. Stattdessen entwickelten der8auer und sein Ingenieur eine Lösung nach dem Vorbild des Matrix-Projekts zur RTX 4090: Der originale AiO-Block bleibt erhalten, wird aber für den Anschluss an einen offenen Kühlkreislauf modifiziert.

Dabei nahm das Team des Youtubers den Block genauer unter die Lupe - und stieß auf etwas Unerwartetes. Von außen sieht die Rückplatte des Originalblocks aus wie vernickelte Stahl- oder Messingarbeit, doch haptisch fühlte sich das Ganze zu leicht für Stahl oder Messing an. Zehn Laserdurchgänge durch die Materialoberfläche lösten das Rätsel: Unter der Nickelschicht steckt eine chemisch vernickelte Aluminium-Platte.

  • Das ist in einem geschlossenen AiO-System kein Problem, weil Kühlmittel und Materialien kontrolliert aufeinander abgestimmt werden können. In einem offenen Custom-Wakü-Loop gelten aber andere Regeln: Aluminium und Kupfer im selben Kreislauf sollte man vermeiden, weil die Kombination galvanische Korrosion begünstigt.
  • Die Nickelschicht mit rund 8 bis 10 Mikrometern Dicke bietet laut der8auer keinen ausreichenden Langzeitschutz - schon eine mikroskopisch kleine Pore oder ein Haarriss reicht, damit Kühlmittel eindringt, das Aluminium darunter angreift und die Nickelbeschichtung sich schließlich ablöst.

Die Lösung: Eine neue Edelstahlplatte

Um das zu umgehen, konstruierten die Ingenieure eine Ersatzplatte aus PVD-beschichtetem Edelstahl, was korrosionsbeständiger und materialverträglicher mit Kupfer sowie Custom-Loops ausfällt. In die Innenseite ließ der8auer die Gravur "Rebuilt to be perfect" einarbeiten - eine Referenz auf MSIs eigenen Slogan "Built to be perfect."

Der Rest des Umbaus erfolgte mittels eines Thermal Grizzly Minus Pad Pro für den Speicher und VRM sowie einem Phasesheet auf dem GPU-Die für bessere Langlebigkeit. Letzteres koste laut der8auer rund ein Grad Celsius gegenüber der Wärmeleitpaste Duranaut Pro, zahle sich aber durch die höhere Beständigkeit aus - besonders bei einem Kundensystem, das jahrelang zuverlässig laufen soll.

54 °C bei 800 Watt

Im Anschluss musste die gemoddete RTX 5090 Lightning auch geprüft werden. Unter der vollen Last von 800 Watt erreichte die der8auer-Variante nach einer Stunde so stabile Temperaturen von etwa 52 bis 53 Grad Celsius, während die Wassertemperatur zum selben Zeitpunkt etwas weniger als 32 Grad Celsius betrug.

Dieses Delta zwischen Wasser- und GPU-Temperatur bezeichnet der Youtuber allein deshalb schon als bemerkenswert, weil der Kühler der GPU nie für offene Kreisläufe konzipiert war und die genannten 800 Watt "durchgejagt" werden. Der Mifcom-Kunde darf sich zumindest schon bald über seine überarbeitete, höchstwahrscheinlich einzigartige RTX 5090 Lightning freuen - nur das OC-BIOS müsste dieser selbst anwerfen.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ParrotHH Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Hatte das Video auch gesehen, und musste spätestens an der Stelle schmunzeln, als FurMark bei ca. 800 Watt lief. Die FPS ist natürlich immer abhängig von der jeweiligen Auflösung des Fensters, ich habe nur einen 21:9-Schirm mit 1440p, kann also nicht genau diese Fenstergröße testen.

        Trotzdem: viel mehr als 15-20% Mehrleistung gegenüber meiner undervolteten RTX 5090 FE, die mit 90% Powerlimit läuft, holt er da auch nicht raus. Das ist schon mehr als "unvernünftig". Das ist dicht an Schwachsinn. Als Hobbyprojekt um zu sehen "was geht" kann man das sicher machen. Aber sowas dann zu verkaufen, da sind dann wirklich Volltrottel die Klientel!
      • Von ParrotHH Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Hatte das Video auch gesehen, und musste spätestens an der Stelle schmunzeln, als FurMark bei ca. 800 Watt lief. Die FPS ist natürlich immer abhängig von der jeweiligen Auflösung des Fensters, ich habe nur einen 21:9-Schirm mit 1440p, kann also nicht genau diese Fenstergröße testen.

        Trotzdem: viel mehr als 15-20% Mehrleistung gegenüber meiner undervolteten RTX 5090 FE, die mit 90% Powerlimit läuft, holt er da auch nicht raus. Das ist schon mehr als "unvernünftig". Das ist dicht an Schwachsinn. Als Hobbyprojekt um zu sehen "was geht" kann man das sicher machen. Aber sowas dann zu verkaufen, da sind dann wirklich Volltrottel die Klientel!
      • Von DrXen Freizeitschrauber(in)
        Man darf dabei nicht vergessen das Roman nicht gerade einen kleinen Radiator hat und der Raum Klimatisiert ist HotSpot wäre noch interessant, schätze mal zwischen 72c und 80c.
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