Asus ROG Mars 760: Drittes Serienmodell geht mit 619 Euro an den Start
Mit der ROG Mars 760 erweitert Hardware-Hersteller Asus seine Republic of Gamers um die dritte Mars-Version, welche nunmehr zwei Mittelklasse-GPUs miteinander vereint und somit für einen Preis von 619 Euro sorgt. Leistungstechnisch wird aufgrund der beschnittenen GK104-GPUs das Niveau der Geforce GTX 690 nicht erreicht.
Nachdem es vorletzte Woche schon Gerüchte zu einer ROG Mars 760 aus dem Hause Asus gab, gibt der Hersteller ebendiese Grafikkarte nun für den deutschen Markt frei. Vereint werden auf dem PCB zwei GK104-Grafikchips, wie man sie von Nvidias Geforce GTX 760 kennt. Mit jeweils sechs von acht freigeschalteten SMX-Gruppen kommt das neue Pendant insgesamt auf 2.304 Shader- sowie 192 Textureinheiten. Die Rasterendstufen belaufen sich hingegen auf 64 ROPs. Auch der Speicherausbau entspricht zwei GTX-760-Pendants, indem insgesamt 4.096 MByte zur Verfügung stehen. Im geläufigen AFR-Modus Alternate Frame Rendering, bei dem jede Grafikeinheit abwechselnd einen Frame berechnet, können effektiv jedoch nur 2.048 MByte genutzt werden.
Trotz der fehlenden Compute Units im Vergleich zur Geforce GTX 690, welche mit zwei vollwertigen GK104-GPUs daherkommt, hat Asus die Taktraten der ROG Mars 760 nur leicht angehoben. Anstatt 1.019 MHz pro GPU im Boost-Modus stehen nunmehr im Mittel 1.072 MHz zur Verfügung. Zum Vergleich: Die Geforce GTX 760 wird mit 1.032 MHz angegeben. Der Speicher arbeitet hingegen bei allen drei GK104-Pendants mit 3.004 MHz gleichschnell. Insgesamt wird von Haus aus das Leistungsniveau der bereits seit Mitte 2012 erhältlichen Geforce GTX 690 also nicht erreicht.
Die großzügige Kühlerdimensionierung, bei dem zwei Körper aus Aluminiumfinnen durch jeweils vier Kupfer-Heatpipes mit den Grafikchips verbunden sind, lassen noch großen Freiraum für weitere Taktanhebungen. Belüftet wird das Ganze indes von zwei Ventilatoren mit einem Durchmesser von je 90 mm. Nichtsdestotrotz raten wir für diesen Preis zu einer aktuellen Single-GPU-Grafikkarte, da die Geforce GTX 780 Ti oder Radeon R9 290X in Hinblick auf die Leistung der Geforce GTX 690 auf dem gleichen Niveau der ROG Mars 760 liegen, aber nicht mit den bekannten Multi-GPU-Problemen zu kämpfen haben. Die Mars-Grafikkarten bleiben weiterhin für Nutzer interessant, welche auf außergewöhnliche Modelle stehen.
| Modell | Geforce GTX 690 | Asus ROG Mars 760 | Geforce GTX 760 |
|---|---|---|---|
| Preis | Ca. 843 EUR | 619 EUR | Ca. 202 EUR |
| Fertigungstechnik/Chipgröße | 28 nm/2x 294 mm² | 28 nm/2x 294 mm² | 28 nm/ 294 mm² |
| Transistoren Grafikchip (Mio.) | 2x 3.540 | 2x 3.540 | 3.540 |
| GPU-Basistakt (Megahertz) | 915 | 1.006 | 980 |
| GPU-Boost-Takt (Megahertz) | 1.019 | 1.072 | 1.032 |
| Speichertakt (Megaertz) | 3.004 | 3.004 | 3.004 |
| Shader-/SIMD-/Textureinheiten | 2x 1.536/2x 8/2x 128 | 2x 1.152/2x 6/2x 96 | 1.152/6/96 |
| Rasterendstufen (ROPs) | 2x 32 | 2x 32 | 32 |
| Speicheranbindung (Bit) | 2x 256 | 2x 256 | 256 |
| Speichertransferrate (GByte/s) | 2x 192 | 2x 192 | 192 |
| Übliche Speichermenge (MiB) | 2x 2.048 | 2x 2.048 | 2.048 |
| PCI-E-Stromanschlüsse | 2x 8-polig | 2x 8-polig | 2x 6-polig |
| TDP laut Hersteller | 300 Watt | 300 Watt | 170 Watt |

Die Karte werden sich wohl in erste Linie Sammler kaufen, die bereits alle anderen Sondermodelle in der Vitrine stehen haben. Oder Ahnungslose Media Markt PC Käufer, die sich vom Schein blenden lassen.
Die Asus spricht keine große Zielgruppe an, gehört aber besonders in diesem Forum getestet.
Wäre ich reich, dann würde ich mir vieles holen, aber sicher nicht diese Karte:
Auch wenn diese Karte wirklich spitzenmäßig verarbeitet ist, ändert das nichts daran, dass ich nur zwei wirkliche Einsatzgebiete für diese Karte sehe:
PhysX auf der zweiten GPU oder Quad-SLI.
Wobei für erste Aufgabe eine 760 eigentlich ziemlich OP ist, für die zweite Aufgabe sind die 760er hingegen zu schwach.
Dazu kommt dann noch, dass ein Dual-SLI aus 780TIs sinnvoller ist, als ein Quad aus 760ern, aber auf beinahe gleichem Preisniveau liegt...