Geforce Ampere offiziell: RTX 3090 und RTX 3080 starten im September, RTX 3070 im Oktober - alle Infos [Update]
Aktualisiert: Jetzt offiziell, inklusive Euro-Preise: Im September startet die Geforce RTX 3080 (699 Euro), gefolgt von der Geforce RTX 3090 (1.499 Euro). Im Oktober folgt die "kleine" Geforce RTX 3070 für 499 Euro. PCGH fasst alle bekannten Informationen zur RTX-3000-Serie zusammen - inklusive einer ersten Einschätzung, inwiefern die Lobpreisungen ernstgenommen werden können.
Update vom 02. September
Nachdem wir eine Nacht darüber geschlafen haben, können wir das Mysterium rund um die immense Anzahl von FP32-Einheiten aufklären. Da es noch kein Whitepaper zum GA102-Prozessor gibt, handelt es sich dennoch um Mutmaßungen. Stein des Anstoßes ist, dass Nvidia bei allen drei vorgestellten Geforce-Ampere-Grafikkarten von "2x FP32" spricht und dementsprechend die angegebenen Shader-ALUs mit 2 multipliziert. So kommt es zu den beinahe unwirklich aussehenden Zahlen 10.496 (RTX 3090), 8.704 (RTX 3080) und 5.888 (RTX 3070) nebst korrelierender TFLOPS-Angaben.
Fakt ist: Nvidia meint tatsächlich FP32, ergo Floating-Point-Berechnungen mit hoher Genauigkeit, wie sie in Spielen gefordert werden. Die von den Tensor-Kernen bereitgestellte Rechenleistung bezieht sich auf Datenformate mit geringerer Präzision, etwa FP16 oder INT8. Man kann also trotz fehlender Informationen sicher sagen, dass ein Shader-Multiprozessor (SM) in Ampere den doppelten FP32-Durchsatz schafft, ohne die Tensorkerne einzuspannen. Doch wie macht Nvidia das? Dafür gibt es zwei Möglichkeiten. Die aus unserer Sicht naheliegendste ist, dass Nvidia den Turing-Gedanken weiterspinnt. Letzterer führte eine Neuerung ein: Jede FP32-ALU, von denen 64 in jedem SM stecken, kann parallel mit einer INT32-Einheit daneben arbeiten. Letztere gab es auch in Pascal, allerdings ohne die Fertigkeit der "concurrent execution", besagter Parallelarbeit - es gab nur entweder (FP), oder (INT). Also legte man entsprechende Datenpfade, um zumindest einen Fortschritt zu erhalten. Da Turing aufgrund der beinahe gleich gebliebenen Fertigung ein sehr großer Chip geworden ist, war es nicht möglich, die Anzahl der wichtigen FP32-ALUs zu erhöhen. Dies geschah nun, mit Samsungs 8LPP-Fertigung, welche signifikant mehr Tansistoren pro Fläche erlaubt als das 12FFN-Verfahren von TSMC. Faktisch vergleichen wir hier eine optimierte 10-nm-Fertigung mit einer ebenso ausgereizten 16-nm-Fertigung.
Lange Rede, kurzer Sinn: Mit Ampere denkt Nvidia zu Ende, was sie mit Turing angefangen haben. Jeder Shader-Multiprozessor enthält nicht mehr nur 64 FP32-ALUs und 64 INT32-ALUs, sondern 2× 64 FP32-ALUs. Damit erreichen GA102 und GA104 gigantische Durchsatzraten bei FP32-Berechnungen, wie sie Spiele mehrheitlich fordern. Allerdings wurden die übrigen Teile des Chips nicht verdoppelt, sodass man nicht von Faktor 2 bei den Gaming-Fps ausgehen kann. Wäre dies der Fall, hätte Nvidia damit geworben. Die Granularität des Shader-Multiprozessors ist folglich wieder rückläufig, nachdem es zuletzt Bestrebungen gab, weniger FP32-Einheiten pro SM zu installieren. Außerdem bleibt die Frage, wie gut Ampere seine ALUs mit Arbeit versorgen kann; je mehr Rechenwerke, desto schwieriger das Scheduling. Selbstverständlich werden wir uns in Kürze ansehen, wie es um die Effizienz der Rechenwerke von Ampere steht.
Originalartikel vom 01.09.2020
Zwei Jahre im Ofen und bald erhältlich: Auf der just abgehaltenen Kitchen Keynote (2.0) beendete Nvidia den Gerüchtewahnsinn rund um den Gamer Ampere. Die Gerüchteküche wusste vieles im Vorfeld, doch einige Informationen erwiesen sich als falsch. Beginnen wir gleich mit der größten Ampere: Geforce RTX 3090. Sie nimmt im neuen Nvidia-Portfolio die Rolle der Titan ein, unterstrichen von der Namensgebung jenseits bekannter Pfade - seit der Dual-GPU-Grafikkarte GTX 690 gab es keine "90er" mehr. Die gigantische Grafikkarte verfügt laut Nvidia über 36 Shader-TFLOPS, 69 RT-TFLOPS und 285 Tensor-TFLOPS sowie 24 GiByte GDDR6X-Speicher ("G6X"). Die Karte wird ab dem 24. September für 1.499 Euro inklusive Mehrwertsteuer verfügbar sein - (nur) angesichts der Titan RTX um 2.749 Euro ein Schnäppchen.
Die Geforce RTX 3090 soll laut Nvidia so mächtig sein, dass flüssiges Gameplay in 8K möglich sein soll, nur mit DLSS wohlgemerkt. Die Total Graphics Power (TGP), auch bekannt als Total Board Power (TBP) liegt bei stolzen 350 Watt. Zum Vergleich: Die RTX 2080 Ti Founders Edition verfügt über eine TGP von 260 Watt. Das macht 350 Watt bei der neuen Referenzkarte - explizit genannt wurde das von Huang zwar nicht, allerdings auf der offiziellen Produktseite von Nvidia. Interessant ist außerdem das, wie von den Gerüchten prophezeit, sehr kompakte PCB, welches laut Huang um 50 Prozent kleiner ist als das der Turing-Referenzkarten.
Quelle: PCGH
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Quelle: PCGH
Geforce Ampere offiziell: RTX 3090 und RTX 3080 starten im September, RTX 3070 im Oktober - alle Infos (11)
Den Anfang macht jedoch die Geforce RTX 3080, welche ebenfalls auf dem Ampere GA102 basiert. Die RTX 3080 startet bereits am 17. September und wirkt neben der RTX 3090 und RTX 2080 Ti wie ein Preis-Leistungs-Tipp: 699 Euro, etwas weniger als bei der Geforce RTX 2080 Super im vergangenen Jahr (739 Euro). Dafür erhalten Spieler laut Nvidia eine höhere Leistung als bei der Geforce RTX 2080 Ti, 10 GiByte des schnellen G6X-Speichers sowie die langersehnten Funktionen HDMI 2.1 sowie PCI-Express 4.0. Die Total Board Power (TGP) beläuft sich hier auf offiziell 320 Watt, was kurios hoch wirkt. Die Grafikkarte arbeitet mit deutlich weniger Rechenwerken als die RTX 3090 und verfügt über 14 GiByte weniger Speicher, soll damit aber nur 30 Watt sparsamer sein? PCGH wird im ausführlichen Test klären, inwieweit sich TGP und Realverbrauch unterscheiden.
Quelle: PCGH
Geforce Ampere offiziell: RTX 3090 und RTX 3080 starten im September, RTX 3070 im Oktober - alle Infos (10)
Wie bei Turing im Jahr 2018 ist das Portfolio damit nicht am Ende, im Oktober - zwei Jahre nach der RTX 2070 - folgt die Geforce RTX 3070. Diese verfügt über 8 GiByte GDDR6-ohne-X-Speicher, soll aber trotzdem die Leistung der RTX 2080 Ti erreichen. Das gilt es natürlich im Test zu beweisen. Gut sichtbar am Bild ist, dass die Geforce RTX 3070 Founders Edition nicht wie ihre größeren Geschwister über das spezielle Flow-Through-Design, sondern über ein klassisches Axial-Design verfügt. Das spricht für eine geringere TGP - 220 Watt gemäß Nvidias offizieller Produktseite. Der genaue Launchtermin ist noch nicht bekannt, allerdings der durchaus attraktive Preis von 499 Euro.
Quelle: PCGH
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Wir haben alle bekannten Informationen in die Tabelle gepackt. Bemerkenswert ist Nvidias derzeit nebulöse Angabe von "2x FP32", ergo der doppelten Anzahl von Shader-ALUs gegenüber Turing. Damit muss etwas anderes gemeint sein als "concurrent FP/INT operation", welches bereits Turing beherrscht - hier lässt sich pro FP32-ALU eine INT32-ALU einspannen, um Spiele zu beschleunigen. Wir recherchieren diesen wichtigen Punkt und halten Sie auf dem Laufenden.
| Geforce RTX 3090 | Geforce RTX 3080 | Geforce RTX 3070 | |
|---|---|---|---|
| GPU | GA102 | GA102 | GA104 |
| Prozess | 8 nm Samsung | 8 nm Samsung | Unbekannt |
| FP32-ALUs | 10.496 | 8.704 | 5.888 |
| Boost-Takt | 1.695 MHz | 1.710 MHz | 1.730 MHz |
| RAM | 24 GiB GDDR6X | 10 GiB GDDR6X | 8 GiB GDDR6 |
| RAM-Takt | 19,5 GT/s | 19 GT/s | 16 GT/s |
| Speicherbus | 384-bit | 320-bit | 256-bit |
| Bandbreite | 936 GB/s | 760 GB/s | 512 GB/s |
| TGP | 350 Watt | 320 Watt | 220 Watt |
| Euro-Preis inkl. Mwst. | 1.499 | 699 | 499 |
| Release | 24. September 2020 | 17. September 2020 | Oktober 2020 |
| Strom | 2×8-Pin | 2×8-Pin | 1×8-Pin |
Laut den nun öffentlich zugänglichen Informationen von Nvidia verfügen die neuen Ampere-Grafikkarten nicht wie erwartet über einen neuen 12-Pol-, sondern über die regulären 8-Pol-Anschlüsse. Alle Karten verfügen über PCI-Express 4.0 und unterstützen DirectX 12 Ultimate (sowie das Feature-Level 12_2). Alles Weitere lesen Sie selbstverständlich zeitnah in den PCGH-Analysen der Geforce RTX 3090, RTX 3080 und RTX 3070.


Hoffentlich sind nicht gleich alle 3080 Karten ausverkauft =(
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Beispiel:
Horizon Zero Dawn, 4K/Ultra (RTX 2080ti => 52 FPS avg, RTX 3080 77 FPS avg)
Unter Anderem auch 160-170 FPS in Death Stranding in 4K/Ultra mit DLSS.
Grundsätzlich scheint die Performance gerade mit DLSS der absolute Wahnsinn zu sein.