RTX 3080, RX 6800 und Co: Trauerspiel bei Verfügbarkeit, Hoffnung bei AMD
Vom Grafikkartenmarkt gibt es keine guten Nachrichten: Preise und Verfügbarkeiten sind noch immer noch da, wo AMD und Nvidia eigentlich sein sollten. Ein besonders krasser Vergleich bei Mindfactory sorgt für Frust, während AMD weiter an eine Besserung glaubt.
Über die zuletzt wieder schlechtere Preisentwicklung bei Next-Gen-Grafikkarten wie RTX 3080 und RX 6800 hat PCGH.de bereits berichtet. Es bestehen Befürchtungen, dass die in China bereits realisierten Aufpreise bei Grafikkarten auch zu uns herüberschwappen.
AMD und Nvidia: Wann kommt der Turbo für bessere Preise?
Besonders plakativ ist ein Vergleich der Situation beim Versender Mindfactory. So schreibt der bekannte Twitter-Nutzer TechEpiphany, dass Mindfactory vor zwei Jahren um die 200 verfügbare Grafikkartenmodelle im Shop anbieten konnte. Aktuell seien es lediglich 13 Next-Gen-Karten, darunter 5x RTX und 8x RX - wir kommen bei unserer Zählung heute zwar auf ein paar mehr Angebote, aber es ist auffällig, wie viele alte Karten schon auf den ersten zehn Plätzen kommen. Die Kollegen von 3D Center haben den Vergleich aufgegriffen und gehen davon aus, dass die 200 unterschiedliche Modelle sogar noch viel zu niedrig gegriffen seien. Im eigenen Report im Q2 2020 seien es um die 390 verschiedene Modelle nur bei Mindfactory gewesen. Es könnte natürlich sein, dass der Versender generell weniger Modelle als im letzten Jahr anbietet, aber angesichts der breit vorhandenen Preis- und Verfügbarkeitsproblematik ist das eher unwahrscheinlich. Nicht ganz ohne Grund haben Saturn Köln, Nvidia und die Partner rund 1.000 Karten zur virtuellen Gamescom gekarrt. Das ist die Realität im Jahre 2021.
Seit August steigen jedenfalls die Preise bei AMD und Nvidia - und bei AMD wird diese Tendenz im September noch verstärkt. Eine Radeon RX 6600 XT soll eigentlich eine UVP von 379 Euro haben - mit Glück bekommt man eine ab 570 Euro (50 Prozent Aufpreis). Deutlich schlimmer ist es bei der Radeon RX 6700 XT, die eigentlich bei 479 Euro losgehen sollte, aber eher bei 850 Euro starten (+77 Prozent). RX 6800 (XT) leiden generell unter einer sehr schwachen Angebotssituation. Für die RX 6900 XT sind mindestens 1.300 Euro fällig (UVP: 999 Euro).
Bei der Ausgangslage in Endkundenmarkt passen aktuelle Aussagen von AMD nur schwer ins Bild. Schon Ende Juli verkündete man stolz, dass es in jedem Quartal trotz der weltweiten Einschränkungen Fortschritte in der Lieferkette gebe. Und auch in der zweiten Jahreshälfte möchte man "weiterhin in jedem Quartal zusätzliche Lieferungen vornehmen, was zu der Anhebung unserer Prognose für das gesamte Jahr führt". AMD-CFO Devinder Kumar bekräftigte diese Aussagen und geht davon aus, dass sich die Situation "in nicht allzu ferner Zukunft" verbessern werde.
Kumar wörtlich: "Da sich die Erkenntnis durchgesetzt hat, dass es eine echte Nachfrage gibt und dass die Kunden die Technologie und die Produkte insbesondere dort nachfragen, wo die Produkte wettbewerbsfähig sind, wird sich die Situation weiter verbessern, und auch aus unserer Sicht wird sich die Versorgungslage bis 2022 weiter verbessern, wenn wir alle Partner in Betracht ziehen". Sprich: AMD rechnet noch in diesem Jahr mit Besserungen - die Frage ist nur, wann endlich der Turbo für bessere Grafikkartenpreise gezündet wird.

z.B. Saturn / Media Markt war die letzte mir bekannte. Davor gab es auch schon Aktionen für UVP Preise. Das gab es bis vor kurzem noch gar nicht.
Und die 5700XT du hast Recht sie ist Gold wert, aber vereinzelte Verkäufe bei Ebay Beendeten Angeboten oder Ebay Kleinanzeigen zeigen auch das die Karte durchaus auch mal für nur 450 bzw 500€ den Besitzer wechselt. Warum auch immer das so passiert... aber es passiert!
Ich muss dazu sagen das es meine erste neue Grafikkarte die 3080ti war
Sonst immer nur nach 1 Jahr nach Release gebraucht gekauft
Hoffe sie hält durch, die Preise aktuell gehe ich auch Prinzip nicht mit, und ein Fallback auf meine R9 290X im Regal wäre wohl doch sehr hart
Geht hier ja nicht mehr um Grafikkarten