[26/11/2021] Strom spare ich … Mein PC ist sicherlich der größte Verbraucher in meiner Wohnung. Ich habe keinen Fernseher, die Wohnung ist zu klein und zu benachbart zum sozialen Nutzen meiner Anlage, die allerdings auch ein sehr ineffizienter Stromschlucker wäre. Der Verstärker ist ein 90er-Jahre-Bolide mit einem antiquierten (aber sehr gut klingenden) und kräftigen, 650 Watt leistenden Class-A-Verstärker. Class A heißt, dass da – sobald das Gerät angeschaltet wird – selbst ohne Signal die volle Leistung anliegt, weshalb in dem Ding auch gefühlt 5 Kilo Kupfer in Form von Kühlkörpern verbaut ist. Wenn man da vor der Arbeit einige Male vergisst, den Netzschalter zu drücken, flattert im Monat darauf eine erhöhte Stromrechnung an und es ist 10 Grad wärmer in der Bude. Über kurz oder lang sollte ich mir wohl mal ein etwas effizienteres und nützlicheres anschaffen, aber das mache ich wohl erst, wenn ich mich einmal dazu aufgerafft habe, mich in eine anständigere Bude einzuquartieren. So lange bleibt das Ding eben aus und die Kopfhörer auf. Die brauchen inklusive Soundkarte nur ein paar Watt.
Der wahrscheinlich uralte Kühlschrank schluckt wohl auch einiges, ist aber immerhin klein und liefert auch schon auf kleinster Stufe ausreichend Kälte – viel ist da eh nie drin, da ist genug Platz für einen Einkauf, der aber meist auch direkt verkocht wird. Ansonsten sind meist nur ein paar Getränke drin. Die meiste Zeit läuft der daher generell im Sparmodus oder ist gleich ganz aus, allein schon weil das Teil einen nervigen Krawall veranstaltet und durch den Wärmeaustausch meine kleine Küche und das Bad aufheizt. Die alten, rostigen Metall-Kochplatten, die wahrscheinlich aus den 60ern oder 70ern stammen, habe ich bereits durch Induktionsplatten ersetzt, die sind schon gegenüber modernen Kochfeldern um 20-30 % effizienter.
Die letzten zwei Wochen, oder so, war es wieder etwas kühler, daher habe ich sogar ab und an mal was gespielt, anstatt mich nach der Arbeit in den Park, den Balkon oder in den Biergarten zu setzen oder mich mit Freunden zu treffen. Um dem PC das Saufen abzugewöhnen, bremse ich zumeist die verbaute RTX 3080 Ti via Framelimit oder leicht reduzierten Taktraten ein – das Ding ist mir sonst eh zu laut und zu hitzig. Allerdings ist der Stromverbrauch wohl immer noch recht hoch, aber ein paar Stunden Spielen am Tag werde ich mir schon leisten können. Nutzen tue ich übrigens und schon seit ich bei der PCGH angefangen habe, 100 % Ökostrom, der unter anderem von dem neuen Solarpark in Cadolzburg stammt, sowie einer Windanlage bei Veitsbronn direkt daneben. Die Heizung läuft mit Fernwärme, die kommt allerdings mit einiger Wahrscheinlichkeit in Form von erwärmtem Kühlwasser des in der Nähe befindlichen Gaskraftwerks – das wahrscheinlich auch russisches Gas verbrennt. Optimal ist die ganze Chose also noch nicht, beim nächsten Umziehen werde ich aber darauf achten, dass ich möglichst wenig an fossile Energieträger gebunden bin – und werde mir mit einiger Wahrscheinlichkeit und in hoffentlich nicht allzu ferner Zeit eine zukünftige Bleibe suchen, die dahingehend besser aufgestellt ist und optimaler Weise außerdem mit Solar-Zellen sowie –Heizung ausgestattet ist. (Philipp "Wall of Power" Reuther)