Nothing Phone (4a) vs. (4a) Pro im Test: Welches Smartphone lohnt sich für wen?
Zwei Nothing Phones, zwei Ansätze: Das (4a) punktet mit starkem Preis-Leistungs-Verhältnis, das Pro mit mehr Leistung, Zoom und Extras. Unser Test zeigt, welches Modell sich für wen wirklich lohnt.
Inhaltsverzeichnis
Während sich optisch meist wenig von einer Smartphone-Version zur nächsten ändert, lässt sich das über Nothing wiederum überhaupt nicht sagen. Generell gibt sich der Londoner Hersteller in vielerlei Hinsicht bewusst "anders", was sich allein schon an der Webseite zeigt. Das Ergebnis: Ein Gerät, das nicht nur die Kamera umpositioniert, sondern immer wieder neue Wege zu gehen versucht - zumindest mit dem regulären Phone (4a). Denn beim schlichten Nothing Phone (4a) Pro sieht das diesmal ganz anders aus. Wir haben ca. drei Wochen mit beiden Geräten verbracht und klären nun, was sie abseits ihres Looks zu bieten haben, wie sie sich im direkten Vergleich schlagen und welche Features sich der Hersteller sonst noch hat einfallen lassen.
Einrichtung & Lieferumfang
Was direkt positiv auffällt: Die Einrichtung gelingt mithilfe eines Google-Kontos schnell und unkompliziert. Apps, Einstellungen und Daten werden zuverlässig übernommen, während die restlichen Schritte übersichtlich durch das Setup führen. Einer davon ist die Wahl zwischen dem klassischen Android- und Nothings eigenem App-Layout, aber auch Dark Mode, Wechsel zwischen Tasten- und Gestensteuerung und Entsperrung via optischem Fingerabdrucksensor oder Gesicht sind möglich. Erfreulich ist zudem, dass sich Nothing beim Thema Bloatware zurückhält. Abseits der üblichen Google-Dienste sind nur wenige zusätzliche Apps vorinstalliert, und diese lassen sich größtenteils problemlos entfernen.
Quelle: PCGH
Obwohl der Rahmen bereits wertig verarbeitet ist, sind bei beiden Geräten Hüllen beigelegt.
Kein Schnickschnack
Beide Geräte kommen mit einem 1 m langen Ladekabel (USB-C auf USB-C) ohne Netzteil, einer SIM-Nadel, dem üblichen Papierkram und einer simplen Plastikhülle daher. Wie man zu derlei Hüllen steht, ist eine andere Frage - doch in Verbindung mit dem vorinstallierten Corning Gorilla Glass 7i sind die Smartphones zumindest direkt aus der Box heraus gut geschützt, ohne zusätzliches Geld ausgeben zu müssen.
Nothing ist anders, so wie immer
Mehr gibt es zum Lieferumfang auch gar nicht zu sagen, weswegen wir gleich zum Greifvogel im Raum kommen: Was bei den Nothing Phones (3) und (2a) noch eher eine lose Zusammenstellung geometrischer Formen war, wurde für das (4a) wieder einmal weiterentwickelt. So soll das rückseitige Design diesmal an eine Eule erinnern, deren Kopf durch die Kamera und die Füße mittels der kleinen Aussparungen am unteren Ende dargestellt werden. Das wirkt insgesamt unaufgeregter als bei den Vorgängern, verleiht dem Gerät aber nach wie vor seinen ganz eigenen Charme. Wer sein Smartphone noch auffälliger mag, hat neben klassischem Schwarz und Weiß übrigens noch die Wahl zwischen Blau und Pink. Beim (4a) Pro sind es dagegen Silber, Schwarz oder Pink, wobei sich die Reihe gerade mit Letzterem sichtlich von den Vorgängern abhebt.
Quelle: PCGH
Mit seinem monochromen App-Layout erinnert die (4a)-Reihe etwas an die reduzierte Oberfläche sogenannter Dumbphones.
Wo sich ebenfalls etwas im Vergleich zum (3a) getan hat, ist bei Nothings charakteristischer Glyph-Leiste. Die besteht nun aus sieben einzelnen Kacheln bzw. 63 winzigen LEDs, bietet aber im Grunde dieselben Features. Es gibt beispielsweise die Möglichkeit, weitere Apps wie den Google Kalender einzubinden, um sich über nahende Termine zu informieren, oder gewisse Kontakte mit speziellen Leuchtmustern zu verknüpfen. Das hehre Ziel dahinter ist, langfristig die Bildschirmzeit zu reduzieren, indem man das Handy für gewisse Handlungen gar nicht mehr in die Hand nehmen muss.
Auch Nothings monochromes App-Layout könnte einen ähnlichen Effekt erzielen wollen. Während App-Icons so designt sind, dass sie unsere Aufmerksamkeit erregen und uns selbst dann zum Klicken anregen, wenn wir eigentlich etwas völlig anderes erledigen wollten, gehen sogenannte Dumbphones den gegenteiligen Weg. Sie reduzieren ihre Oberfläche, um eben nicht abzulenken und die Interaktion möglichst effizient zu halten. Die Idee ist nicht schlecht, erfordert allerdings eine gewisse Eingewöhnungszeit - insbesondere wenn man mehr als eine Handvoll Apps installiert hat.
Alugehäuse mit zweitem Display
Das (4a) Pro geht hingegen einen anderen Design-Weg. Das transparente Kunststoffglas mit Wiedererkennungswert muss hier nämlich einem schmucklosen Alurahmen weichen. Der macht im direkten optischen Vergleich deutlich weniger her, wirkt durch seine Schlichtheit aber umso edler. Kratzfest und generell einwandfrei verarbeitet sind allerdings beide Modelle, sodass die beigelegte Hülle eher eine nette Dreingabe als ein Obligatorium darstellt. Doch wer auf Nummer sicher gehen will, freut sich natürlich über den zusätzlichen Schutz.
Nothing Phone (4a) Pro
Einen weiteren Unterschied bildet das Glyph-Interface, das hier in Form eines kleinen Extradisplays erscheint. Der erfüllt im Grunde denselben Zweck, hat jedoch einige zusätzliche Features zu bieten. So kann er im Always-on-Modus zum Beispiel die Uhrzeit oder etwa die Mondphase anzeigen, während optional eine leichte Bewegung des auf dem Tisch liegenden Handys den Akkustand beim Laden visualisiert. Aber auch einzigartige Bilder für Kontakte oder weitere Glyph-Spielzeuge wie schon beim Nothing Phone (3) sind möglich.
Die Nothing-Spielwiese
Verglichen damit ist das Display des (4a) Pro allerdings zugunsten des Retro-Looks weniger hochauflösend, wodurch man in der Optionsvielfalt etwas eingeschränkt ist. Außerdem war es uns bislang nicht möglich, die von der Community per KI erstellten Spielzeuge direkt vom Gerät aus zu aktivieren, obwohl wir sie über Nothings Playground bereits herunterladen können. Neben den Glyph-Toys und Widgets können hier sogar ganze Apps generiert werden. Wie gut diese ihren Zweck erfüllen und ob dadurch tatsächlich ein Mehrwert entsteht, bleibt abzuwarten. Bastlern und KI-Enthusiasten gibt Nothing damit aber definitiv ein spannendes Werkzeug an die Hand.
"Essenzielle" Zusatzfunktionen
Quelle: PCGH
Im Essential Space lassen sich per Doppelklick Tonaufnahmen starten, was an der rot blinkenden Glyph-Leiste erkennbar ist.
In der Hand liegen beide Modelle trotz der Größe recht gut. Und vor allem die Druckpunkte aller Tasten sind äußerst angenehm, geben spürbares Feedback, und sind inzwischen auch sinnvoller positioniert: Der Essential Key wurde aufgrund zahlreichen User-Feedbacks auf die linke Gehäuseseite verlegt, da er an seiner vorigen Position unter dem Power-Schalter häufig versehentlich gedrückt wurde.
Betätigt man die Taste kurz, erhält man die Möglichkeit, den aktuellen Bildschirm aufzuzeichnen und dazu Notizen oder Sprachaufnahmen festzuhalten. Hält man sie dagegen gedrückt, während der Bildschirm nach unten zeigt, sind auch längere Tonaufnahmen möglich. Gespeichert werden diese Notizen anschließend in einem zusätzlichen Archiv, dem Essential Space, wodurch sich im Alltag schnell und unkompliziert Dinge festhalten lassen, die sonst womöglich unter zahllosen anderen Screenshots untergehen würden.

Mein Edge 60 Pro (shadow) hat mehr Dampf.
Nothing kann aber sonst nur empfehlen, ich bin von einem iPhone umgestiegen. Mir gefallen die Geräte optisch sehr gut, das OS ist schlank....und es ist neben Fairphone eines der wenigen Smartphones aus Europa bzw. von einer Firma die ihren Sitz in Europa hat, welches man wirklich brauchen kann.
Alles besser als ein US Gerät (Apple, Google) oder Bloatware verseuchte Flagships wie die von Samsung.
Mein Edge 60 Pro (shadow) hat mehr Dampf.
Ist in allem schneller und fähiger, der Dimensity 8350 (extreme) ist dem ollen SD 7 Gen 4 teils deutlich überlegen.
12gigs RAM und ich hab dazu gleich 512gigs Speicher, der auch noch schneller angebunden ist mit UFS 4 statt 3.1, IP68/69 vs IP64 usw. usf..und das für unter 400Geld.
Das Design ist auch nicht so meins...
Aber naja, iwem wirds gefallen und reichen, aber für das Geld gibts besseres imho.