Microsoft Surface Pro im Test: x86-Tablet mit stolzem Preis und einzigartigen Vorteilen
Nachdem ARM-basierendem Surface RT kommt nun das Surface Pro von Microsoft, welches mit schnellem Intel Core i5-Prozessor arbeitet. Wir haben das Notebook mit Touchfunktion und optionaler Tastatur durch den anspruchsvollen PCGH-Testparcours gejagt.
Microsoft hat sich viel Zeit gelassen bis zu Einführung des Surface Pro in Deutschland. Es werden zwei Varianten des Surface Pro angeboten: 64 und 128 GByte SSD-Speicher. Die restlichen Ausstattungsmerkmale sind aber gleich. PC Games Hardware durfte das Surface Pro mit 128 GByte testen. Dies ist auch zu empfehlen, denn Windows 8 Pro samt vorinstallierter Apps nimmt selbst schon 45 GiByte ein. Die Preise des Tablets liegen zwischen 900 und 1.000 Euro. Hinzu kommen noch einmal rund 120 Euro für das Touch Cover oder 130 Euro für das Type Cover. Der Surface-Stift liegt unserem Testmuster bereits bei. Adapter für den Mini-Displayport, zum Beispiel auf D-Sub oder fürs Ethernet, kosten jeweils ca. 40 Euro.
Der Vorteil des Surface Pro ist, Sie dürfen herkömmliche Windows-Software installieren und sind nicht auf das Angebot an RT-kompatiblen Apps aus dem Microsoft Store beschränkt. Nicht vergessen sollte man auch, dass Sie auch Ihre gewohnte USB-Hardware wie beispielsweise Eingabegeräte, Drucker, DVB-T-Sticks etc. problemlos anschließen und verwenden können. Zusätzlich zu den auch für den kleinen Bruder verfügbaren Tastatur-Covern bietet Microsoft exklusiv für das Profi-Tablet einen Stylus-Stift an. Das mattschwarze Magnesiumgehäuse punktet mit äußerst hochwertiger Haptik sowie blitzsauberer Verarbeitung. Dank seines rückwärtigen, ausklappbaren Standfußes lässt sich der Tablet-PC stabil aufstellen. Selbst ohne Tastaturdock bringt das Gerät pfundige 916 Gramm auf die Waage, was in erster Linie der leistungsstarken Ausstattung zuzuschreiben ist.
Werfen wir aber zunächst einen Blick auf die Anschlüsse: Auf der linken Seite steht neben einem SD-Kartenleser ein Display-Port für externe Monitore bereit. Rechtsseitig finden wir einen vollwertigen USB-3.0-Eingang sowie einen magnetischen Dock-Anschluss für das Ladekabel. Wie bereits erwähnt, hat das Surface Pro ordentlich Power unter der Haube, die von einem Core-i5-Zweikern-Prozessor nebst vier Gigabyte RAM bereitgestellt wird. Damit bringt der Flachmann zwar mehr Rechenleistung als sämtliche ARM-basierten Tablets, um aktuelle Windows-Spiele darzustellen oder für aufwendigen HD-Videoschnitt, ist die integrierte Grafik aber zu schwach. Spielspaß erlaubt das Surface Pro dennoch: Ältere Titel wie Hitman – Blood Money oder Games aus dem App Store wie das 3D-Spiel Riptide laufen flüssig. Auch die Menü- und Webnavigation geht extrem geschmeidig von der Hand. Das gilt übrigens auch für die Stifteingabe. Schade, dass Microsoft keine stiftoptimierten Apps vorinstalliert. Ein echtes Highlight stellt das präzise arbeitende, knackscharfe und tageslichttaugliche 10,6-Zoll-Full-HD-Display. In der Praxis fordert die hohe Performance seinen Tribut: Aufgrund der aktiven CPU-Kühlung steigen die Betriebsgeräusche unter Last schon mal auf für Tablet-Verhältnisse ungewöhnlich hohe (und störende) 1,2 Sone. Die Akkulaufzeit ist mit vier bis fünf Stunden im Video- und Surfbetrieb eher mit der eines Notebooks, als mit der moderner Tablets vergleichbar.
Fazit: Microsoft Surface Pro
Microsoft hat mit dem Surface Pro ein interessantes Tablet entwickelt sowie die Vorteile von PC-Technik und Touch-Bedienung gut vereint. Allerdings kommen auch die Schwächen der leistungsstarken x86-Technik ans Licht, dies sind die vergleichsweise hohe Abwärme und die hohen Preise. Damit ist das Surface Pro für ein Tablet zu laut und eigentlich viel zu teuer. Doch da es eher einen professionellen Ansatz hat, wird es sicher Käufer finden.
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Alternativen zu Surface Pro
In Kombination mit einem Tastatur-Cover fühlt sich das performante Surface Pro eher wie ein sehr kompaktes Ultrabook mit Tablet-Funktionalität an. Wenn Sie sich von diesen Qualitäten angesprochen fühlen, müssen Sie sich nicht für Microsoft entscheiden. Acer hat mit dem W700 (ca. 880 Euro) ein nahezu identisches Gerät mit größerem 11,6-Zoll-Schirm im Programm. Außerdem sieht sich das Microsoft-Tablet Konkurrenz aus dem Notebook-Lager gegenüber. Denn immer mehr Laptops (vornehmlich im Ultrabook-Segment) kommen mit Touchscreen und Convertible-Funktion. Das bedeutet, Sie verwandeln das Gerät je nach Bedarf im Handumdrehen in ein Tablet und wieder zurück. Besonders gut hat uns in diesem Bereich das mit einem großzügigen 12,5-Zoll ausgestattete Dell XPS 10 (ca. 1.500 Euro) gefallen. Ein weiterer Rivale kommt von Microsoft selbst in Form des Surface RT. Möchten Sie sich in der vertrauten Windows-Welt bewegen, benötigen aber kein vollwertiges Windows 8, da Sie hauptsächlich Office- und Internetaufgaben erledigen wollen, bietet der kleine Bruder einige Vorteile: Aufgrund der ARM-Technologie wiegt er weniger, ist ausdauernder und – nicht zu vergessen – bereits ab 480 Euro zu haben.
15 Stunden steht da sogar wenn du den Konfigurator an schmeißt.
Zwar bei einem nicht weiter efinierten Energiesparmodus, aber auch ohne den dürften dann ja ein paar Stündchen drin sein.
Ein Kollege hat mal die 11" Variante in der Hand gehabt und war überhaupt nicht von dem Klappmechanismus überzeugt. Der ist aktuell für mich so ziemlich der einzige Grund nicht an zu fangen das Geld aus allen Ecken zusammen zu suchen.
EDIT:
Hm, der Tests ist ja fast zu gut um wahr zu sein:
http://www.engadget.com/2...
Das der Speicherplatz zu klein ist, weiß ja glaube ich jeder, welcher das als Notebook benutzen will.
Das Surface mit Haswell (weniger Stromverbrauch und hoffentlich leichter) wird wahrscheinlich Maßstäbe setzen.