Hands-on-Test: Schenker XMG P502 Pro mit Geforce-Flaggschiff GTX 675M - aber ohne Kepler
Mit der GTX 600M-Serie bietet Nvidia eine Mischung aus GPU-Rebranding und neuen GPUs auf Kepler-Basis. Bei der GTX 675M handelt es sich um eine Grafikkarte, die in technischer Hinsicht mit der GTX 580M identisch ist. In unserem Hands-on-Test zum Schenker XMG P502 Pro klären wir unter anderem, ob auch die Praxisergebnisse der GTX 675M denen einer GTX 580M entsprechen.
Im Zuge der Veröffentlichung der GTX-600M-Serie aus dem Hause Nvidia mit teils neuen, teils umbenannten Grafikkarten, kommt es auch zum Erscheinen neuer Notebooks. Mit dem XMG P502 Pro aus dem Hause Schenker konnten wir uns bereits ein Testmuster mitsamt des aktuellen Topmodells (GTX 675M) sichern. Ob die Leistung dementsprechend hoch ist, haben wir in unsrem Testparcours überprüft. Bisher wurde uns noch kein Preis und Veröffentlichungsdatum genannt, aber wir vermuten, dass sich das Notebook preislich an aktuellen High-End-Geräten orientiert.
Schenker XMG P502 Pro: Inneres und Äußeres
Unscheinbar kommt das Gaming-Notebook aus dem Hause Schenker daher. Das Design ist schlicht und durch klare Linien bestimmt. Auch farblich ist das Notebook einheitlich: Bis auf die blaue Tastaturbeleuchtung ist es durchgehend in schwarz gehalten. Abgesehen von der Plastik-Unterseite und dem Display-Rahmen in Klavierlack-Optik ist das mit 3,2 Kilogramm recht schwere Gehäuse durchgehend mit einem leicht gummierten Kunststoff überzogen. Leider wirken die verwendeten Materialien im Vergleich mit der Konkurrenz weniger hochwertig und auch die Verarbeitung lässt an der einen oder anderen Stelle wie dem Blu-ray-Laufwerk zu wünschen übrig.
Dafür kann das XMG P502 Pro unter der Haube punkten. Ein Intel Core-i7-2670QM Quadcore-Prozessor sowie eine Nvidia GTX 675M (Fermi-basiert und kein Kepler!) versprechen sehr gute Spieleleistung. Auf Seiten des Speichers sollten 8 GiByte DDR3-1600 Arbeitsspeicher, eine 80 GB SSD von Intel sowie eine 750 GiB Festplatte von Seagate in der Regel keine Wünsche offen lassen. Außerdem bietet Schenker ein Blu-ray-Laufwerk sowie ein überzeugendes und mattes 15,6-Zoll-Display. Dieses weist eine gute Reaktionszeit von 20 Millisekunden und eine sehr gute, maximale Helligkeit von 300 Candela pro Quadratmeter auf. Daher sollte sich das XMG P502 Pro auch im Freien problemlos betreiben lassen. Darüber hinaus ist Windows 7 Home Premium in der 64-Bit-Variante vorinstalliert.
Schenker XMG P502 Pro: Leistungswerte/Benchmarks
Das XMG P502 Pro gibt sich im Test relativ stromhungrig: Im Leerlauf zieht es zwar nur 32 Watt aus der Steckdose, aber der 3D Mark 06 treibt den Wert auf einen Durchschnitt von 160 Watt (maximal 170 Watt). Ohne Netzteil taktet sich die Nvidia GTX 675M automatisch herunter. Dadurch hält der Akku natürlich länger durch, aber mobiles Spielen ohne Steckdose fällt damit unter den Tisch.
Sofern Sie das Notebook allerdings mit Strom über das Netzteil füttern, bekommen Sie im Gegenzug eine hohe Spieleleistung. Besonders in Crysis Warhead kann das XMG P502 Pro mit einer durschnittlichen Fps-Rate von 47 (720p, maximale Details, kein AA/AF) punkten. Schalten Sie dann auch noch vierfaches Multisampling-Anti-Aliasing (4x MSAA) und die anisotrope Filterung (16:1 AF) hinzu, sind es immer noch sehr gute 36 Fps. In Anno 1404 limitiert die CPU, sodass sowohl mit eingeschalteter Kantenglättung und anisotroper Filterung 41 Fps erreicht werden – flüssiges Spielen ist damit problemlos möglich.
Auch wenn die Ivy-Bridge-Prozessoren in den Startlöchern stehen, überzeugt der Intel Core i7-2670 mit 5,16 Punkten im Cinebench R11.5 sowie 27,21 Fps im x264-Benchmark mit guten Werten. Auch die SSD von Intel hinterlässt einen guten Eindruck: Der Festplatten-Benchmark HD Tach attestiert der 80 GByte großen SSD einen erfreulichen Datendurchsatz von 150 MBytes pro Sekunde bei einer exzellenten Zugriffszeit von 0,1 Millisekunden. Die 750 GByte große Festplatte von Seagate erreicht einen ebenfalls überzeugenden Datendurchsatz von 95 MBytes pro Sekunde bei einer befriedigenden Zugriffszeit von 16 Millisekunden.
Schenker XMG P502 Pro: Fazit
Die Leistung des XMG P502 Pro ist überzeugend, auch wenn es sich bei der Nvidia GT- 675M-Grafikkarte laut den technischen Daten und unseren Praxisergebnissen um ein einfaches Rebranding der Nvidia GTX 580M handelt - sprich keine Kepler-Architektur, sondern Fermi. Leider sind die Materialien die für das Gehäuse verwendet wurden sowie die gesamte Verarbeitungsqualität des Notebooks nicht auf einem ähnlich hohen Niveau. Auch der Aspekt der Mobilität ist nur zum Teil in das Mainboard-Konzept eingearbeitet worden. Ein Gewicht von 3,2 Kilogramm sowie eine deutlich eingeschränkte Spieleleistung ohne Netzbetrieb sprechen eine klare Sprache. Dabei handelt es sich allerdings um ein weit verbreitetes Phänomen unter Gaming-Notebooks – der Mobilität wird von den wenigsten Herstellern Beachtung geschenkt. Da wir aktuell noch keine Informationen zum Preis und Veröffentlichungstermin des XMG P502 Pro haben, verzichten wir an dieser Stelle auf eine Wertung aus Preis-Leistungs-Sicht.

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Wie viel billger ist die umgelabelte GTX 580M
Ansonsten sieht das Teil ziemlich gut aus, wie immer Lüfter zur Reinigung schön leicht zugänglich.
Wäre es nicht sinnvoller die Spiele-Tests bei der nativen Display-Auflösung durchzuführen?
Grüße
Wäre es nicht sinnvoller die Spiele-Tests bei der nativen Display-Auflösung durchzuführen?
Einmal vom Standtpunkt der Qualität aus - denn da kann das Display oder der Treiber noch so gut interpolieren - die Qualität ist viel schlechter als bei nativer Auflösung.
Und ich glaube nicht das bei so kleinen Displays jemand die Interpolation abschalten würde und dann in 1280x720 spielt
Und dann wäre auch ein viel besserer Vergeich mit normalen PC-Grafikkarten möglich.
Das würde auch helfen einzuschätzen ob die Anschaffung eines Gamer-Notebooks sinnvoll wäre.