Windows 11: Snapdragon 8cx Gen 3 wohl langsamer als Apples M1
Einem neuen Geekbench-Eintrag zufolge ist der Qualcomm Snapdragon 8cx Gen 3 zwar flotter als sein Vorgänger, kann sich aber nicht mit Apples M1 messen. Der ARM-Chip lief offenbar in einem Lenovo-Notebook mit Windows 11.
Manch einer hatte gehofft, dass Qualcomms Snapdragon 8cx Gen 3 mit Apples M1 konkurrieren, ihn idealerweise sogar schlagen würde. Einem neuen Geekbench-Eintrag zufolge bleibt er jedoch ein gutes Stück hinter dem ebenso effizienten wie flotten ARM-Prozessor aus dem Hause Apple. Der Snapdragon 8cx Gen 3 mit acht Kernen kam offenbar in einem Prototyp-Laptop von Lenovo mit Windows 11 zum Einsatz. Er brachte es auf 1.010 Punkte im Single-Core- und 5.335 Punkte im Multi-Core-Test des Geekbench 5.
Ein älterer Prototyp schaffte im März nur 982 und 4.918 Punkte, war also noch etwas langsamer unterwegs. Wie gut sich ein Chip macht, hängt natürlich auch immer von seinem Umfeld ab, etwa den Kühleigenschaften des jeweiligen Notebooks. Geräte mit dem Vorgänger-SoC in Form des Snapdragon 8cx Gen 2 erreichen üblicherweise einen Single-Score von knapp unter 800 sowie einen Multi-Core-Score von etwa 3.100 Punkten. Auch Apples M1 macht sich nicht in jedem Gerät gleich, bringt es aber üblicherweise auf circa 1.700 beziehungsweise 7.600 Punkte. Qualcomms Konkurrent wäre folglich deutlich langsamer.
Snapdragon 8cx Gen 3 vs. Apple M1: Leaks mit Vorsicht zu genießen
Ob die Leistung ausreicht, entscheidet am Ende der Benutzer. Sollten finale Produkte ähnlich performen wie das Modell im Geekbench-Leak, bliebe wohl immer noch genug Performance für alltägliche Einsatzzwecke. Wer mehr Dampf benötigt, greift vermutlich weiterhin zum x86-Portfolio von AMD und Intel. Die mobilen Alder Lake-Chips dürften noch einmal flotter unterwegs sein als aktuelle Zen-3-Inkarnationen und Tiger Lake. Allerdings genehmigen Chips, die Apples M1 die Rücklichter zeigen, sich in der Regel auch deutlich mehr Energie.
Mehr zum Thema: Alder Lake: Desktop-Flaggschiff schlägt Macbook Pro mit M1-Derivaten
Es gilt, was wir unseren Lesern auch bei anderen Leaks auf den Weg geben: Durchgesickerte Ergebnisse sind mit Vorsicht zu genießen. Selbst wenn sie den letzten Stand der Entwicklung abbilden, mangelt es ihnen üblicherweise noch an Vielfalt. Auch der Geekbench steht nicht stellvertretend für die Breite aller Anwendungen.
Quelle: Geekbench

Und egal was man macht: Man merkt immer wieder wieviel Power das Ding hat.
Von daher kann ich nur meinen Hut ziehen. Es ist richtig gut was Apple bisher bei den Desktop/Notebook SoC abgeliefert hat. Und das dicke Ende kommt ja erst noch. Ich bin schon sehr gespannt was ein möglicher iMac Pro, vor allem aber der Mac Pro mit Apple M1 SoC im absoluten Vollausbau werden leisten können.
In den nächsten Jahren dürfte der Zweikampf x86 vs. ARM jedenfalls verdammt spannend werden.
Hier das ist, wie ich finde, eine sehr interessante Analyse zu den Apple M1 Prozessoren:
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Bei der Betrachtung von Apple Silicon in verschiednen Diskussionen wird leider nie wirklich berücksichtigt, was Apple da eigentlich gemacht hat. Es werden zwar gerne synthetische Benchmarkbalken herangezogen, aber die Praxis wird meistens außen vor gelassen. Denn für den "Daily Use" hat Apple bei den M1 Prozessoren CPU und GPU verschiedene hochspezialisierten Coprozessoren auf dem Die zur Seite gestellt. Und diese sorgen dafür, dass das System gerade bei (semi-) professionellem Workflow bestenfalls beschleunigt werden kann, zumindest aber CPU und GPU entlastet werden. Der Mehrwert der Apple M1 SoC gegenüber der x86 Konkurrenz erschließt sich nicht, wenn man Benchmarks anschaut. Der Aha-Effekt kommt im "Daily Use“. Zum Beispiel bei Video-, Foto-, oder Musikbearbeitung.
Immerhin werden die Macbooks durch die notwendigen Zusatzkosten bei RAM und SSD nahezu unbezahlbar teuer.
Daher sind die Zielgruppen sicherlich auch unterschiedlich.
Man darf auch nicht vergessen, der M1 Max frisst mit 57 Millionen Transistoren ja bald schon das Doppelte von Ryzen 5900X und einer Grafikkarte zusammen.
Das Ding ist also auf absolute Ultra-Low-Power ausgelegt, während vor allem AMD und Intel viel Power und Takt auf weniger Transistoren abfeuern, um so auf die Gesamtleistung zu kommen.
Ein großer Teil der Geschwindigkeit kommt bei Apple zudem durch die weit fortschrittliche Fertigungstechnologie, der Rest durch die zusammengeklebten Komponenten, die sich dann auch nicht mehr ändern und austauschen lassen, bringt aber absolute Höchstleistung bei Interconnectivität und Latenzen.
Jeder Ansatz hat damit seine Vor- und Nachteile.
Wenn AMd und Intel Zugriff auf die gleiche Fertigung bekommen und Apple im Desktopsegment zur Leistungssteigerung ebenfalls gezwungen ist auf ein Stecksystem zu setzen, dann wird man sehen, das Apple nur ein weiteres Produkt auf dem Markt hat und auch nur mit Wasser kocht.