True Black 1400: Samsung setzt neuen OLED-Helligkeitsrekord
Samsung liefert neue Tandem-OLED-Panels für Premium-Notebooks aus. Sie erreichen bis zu 1.600 cd/m², erfüllen DisplayHDR True Black 1400 und sollen mehr als doppelt so lange halten wie herkömmliche Laptop-OLEDs.
Samsung Display hat mit der Serienauslieferung einer neuen Tandem-OLED-Generation für Premium-Notebooks begonnen. Die Panels erreichen laut Hersteller auf Panel-Ebene eine Spitzenhelligkeit von bis zu 1.600 cd/m² und unterstützen die neue Zertifizierung DisplayHDR True Black 1400. Als erstes entsprechend zertifiziertes Notebook nennt Samsung das Lenovo Yoga Pro 9i Aura Edition mit 16-Zoll-Display. Geräte von Asus, Dell und MSI sollen ab der zweiten Jahreshälfte 2026 bis ins Jahr 2027 folgen.
DisplayHDR True Black 1400 ist die bislang höchste Stufe der VESA-Zertifizierung für selbstleuchtende Displays. Gefordert werden unter anderem mindestens 1.400 cd/m² bei einem Bildanteil von zehn Prozent sowie ein Schwarzwert von höchstens 0,0005 cd/m². Gegenüber True Black 1000 steigt die vorgeschriebene Spitzenhelligkeit damit um 40 Prozent. Die VESA nennt außerdem eine dauerhaft darstellbare Vollbildhelligkeit von 700 cd/m². Das macht die Klasse insbesondere für HDR-Videos, Bildbearbeitung und den Einsatz in hellen Räumen interessant.
Zwei Leuchtschichten statt einer
Die höhere Helligkeit erreicht Samsung Display mit einem Tandem-Aufbau. Dabei liegen zwei organische, lichtemittierende Schichten übereinander und erzeugen das Bild gemeinsam. Das Panel kann dadurch bei vergleichbarer Stromstärke heller arbeiten oder dieselbe Helligkeit mit einer geringeren Belastung der einzelnen Schichten erzeugen.
Samsung beziffert die maximale Panel-Helligkeit - wie eingangs erwähnt - auf 1.600 cd/m², während herkömmliche Single-Stack-OLEDs für Notebooks nach Angaben des Unternehmens rund 1.100 cd/m² erreichen. Unter typischen Helligkeitsbedingungen eines Notebooks soll die Lebensdauer des Tandem-Panels mehr als doppelt so hoch ausfallen. Dazu tragen neben dem zweischichtigen Aufbau auch neu entwickelte organische Materialien bei. Unabhängige Langzeittests liegen bislang allerdings nicht vor.
Für Spieler verspricht die höhere HDR-Leuchtdichte vor allem deutlichere Spitzlichter, etwa bei Explosionen, Reflexionen oder hellen Himmelsbereichen. Die Zertifizierung sagt jedoch nichts über Bildwiederholrate, Auflösung, Reaktionszeiten oder die Leistungsaufnahme des gesamten Notebooks aus. Ob ein Modell für Gaming geeignet ist, hängt deshalb weiterhin von der konkreten Panel-Konfiguration und der verbauten GPU ab.
Lenovo macht den Anfang
Das Lenovo Yoga Pro 9i Aura Edition erhielt laut Samsung am 8. Juli 2026 die Zertifizierung DisplayHDR True Black 1400. Weitere Notebook-Hersteller sollen folgen: Asus, Dell Technologies und MSI planen demnach entsprechende Produkte zwischen der zweiten Jahreshälfte 2026 und 2027. Preise und genaue Modellbezeichnungen nennt Samsung noch nicht.
Vorgestellt wird das neue Panel außerdem auf der Displaymesse K-Display 2026, die vom 22. bis 24. Juli in Seoul stattfindet. Samsung positioniert die Technik vorerst klar im Premiumsegment. Wann Tandem-OLEDs mit dieser Helligkeit in günstigeren Gaming-Notebooks auftauchen, bleibt offen. Die Kombination aus höherer HDR-Leistung und potenziell längerer Lebensdauer ist dennoch ein wichtiger Schritt: Gerade die begrenzte Helligkeit und die Alterung der organischen Schichten zählen bislang zu den häufigsten Vorbehalten gegenüber OLED-Notebooks.
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Quelle: Samsung Display Newsroom

Smartphones bieten teilweise schon mehr als das doppelte (vollflächig) und selbst dann ists wenns wirklich schönes Wetter ist nicht wirklich hell aufm Display. Wenn dun Blatt Papier in die Sonne legst und draufschaust sind das locker fünfstellige cd/m^2. Selbst ne Kerzenflamme hat wenn du reinkuckst um die 5000.
Das bedeutet natürlich nicht, dass jeder jetzt 10.000er TFTs braucht in geschlossenen Räumen. Es geht nur darum zu zeigen, dass 1400 im Vergleich zur normalen natur da draußen keineswegs "hell" ist.
Ja, gerade bei OLED braucht es eine gewisse Helligkeit, aber das schießt doch wieder über das Ziel hinaus.
Ja, gerade bei OLED braucht es eine gewisse Helligkeit, aber das schießt doch wieder über das Ziel hinaus.