Project Athena: Wie Intel die nächste Notebook-Generation beflügeln möchte

2
News Silvius Treutwein Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Project Athena ist ein neues Innovations-Programm von Intel, mit dem die nächste Notebook-Generation auf ein neues Niveau gehoben werden soll. (1)
Quelle: Intel

Die neuen Ultrabooks: Intel hat erste Details zu seinem Innovations-Programm "Project Athena" offenbart, mit dem der Chip-Hersteller die nächste Notebook-Generation auf ein neues Niveau bringen möchte. Der Fokus liegt auf Geräten mit Ice-Lake-CPU, deren Akku den ganzen Tag hält und die weiteren Alltagstests standhalten.

Auf der Computex hat Intel ein neues Innovationsprogramm mit dem Codenamen "Project Athena" im Detail vorgestellt. Damit möchte Intel die Entwicklung einer neuen Klasse von High-End-Laptops ankurbeln. Schwerpunkt werden dabei Akkulaufzeit, Leistung und Usability im Alltag sein. Etwas Ähnliches gab es 2011 mit der Ultrabook-Initiative, mit der schlanke, hochwertige Windows-Notebooks quasi zum Branchen-Standard gemacht wurden.

Project Athena: Neues Innovationsprogramm für Notebooks

Project Athena funktioniert so: Intel erlegt Notebook-Herstellern gewisse Spezifikationen auf, die Geräte künftig erfüllen müssen, um von Intel verifiziert zu werden. Intel-Ingenieure unterstützen die Hersteller dabei, diese Ziele zu erreichen. Hierfür hat Intel an diversen Standorten Open-Athena-Labs geplant, wo Entwickler Hardware-Komponenten testen lassen können. Außerdem unterstützt Intel anschließend das Marketing dieser neuen Geräte.

Der neue Standard wird allerdings etwas komplexer als seiner Zeit bei Ultrabooks: Der Fokus liegt nämlich vor allem auf dem Alltagseinsatz. Die Spezifikationen erstrecken sich daher nicht nur auf Formfaktor und Akkulaufzeit, sondern Performance, KI-Funktionen, Konnektivität und Bedienbarkeit.

Hardware-Spezifikationen für Athena-Notebooks

Konkret fordert Intel einen Core i5 oder i7 der zehnten Generation Ice Lake, mindestens 8 GiB Dual-Channel-RAM und eine mindestens 256 GiB große NVMe-SSD sowie eine Option für Intel Optane. Ein eigenständiger Grafik-Chip wird nicht obligatorisch, vielmehr soll die integrierte Iris-Plus-Grafik zum Einsatz kommen.

Bildergalerie

Außerdem wird vor allem die Akkulaufzeit priorisiert: Mindestens 16 Stunden Offline-Videowiedergabe bzw. 9 Stunden WLAN-Webbrowsing müssen möglich sein, bevor eine Steckdose gebraucht wird. Käufer sollen nämlich sorgenfrei das Haus verlassen können, ohne ihr Ladegerät mitnehmen zu müssen. Damit das auch funktioniert, testet Intel die Laufzeit unter quasi-realen Bedingungen: Hintergrundprozesse, etwa von vorinstallierter Software, bleiben während der Laufzeit-Tests laufen. Schließlich muss schnelles Aufladen möglich sein, also in 30 Minuten Ladezeit sollen vier Stunden Akkulaufzeit wiederhergestellt werden.

Bei der Konnektivität sind ebenfalls gewisse Standards zu erfüllen: Thunderbolt 3 ist ein Muss, ebenso WIFI mit mindestens 6 GBit sowie eine Option für Gigabit LTE.

Formfaktor und Usability

Nicht zuletzt spielt der Formfaktor eine Rolle: Zwar gibt es keine ganz strengen Anforderungen, ein schmaler Displayrahmen gehört aber dazu. Gewünscht ist außerdem eine schlanke 2-in-1- bzw. Clamshell-Bauweise mit Touch-Display, das zwischen 12 und 15 Zoll groß sein soll. Gefordert wird außerdem eine beleuchtete Tastatur, ein Precision-Touchpad und Stift-Support. Neue und innovative Bauweisen sollen aber ebenfalls verifiziert werden können.

Auch lesenswert: Omen X 2S: HP verbaut ein zweites Display im Gaming-Laptop

Einige Komfort-Funktionen werden ebenfalls vorausgesetzt: Biometrische Gesichtserkennung, Aufwachen aus dem Standby in unter einer Sekunde sowie ein moderner Connected-Standby-Modus. Windows 10 ist übrigens kein Muss, auch Geräte mit Chrome OS können verifiziert werden.

Wann genau die ersten Notebooks nach dem neuen Standard verfügbar sein werden, ist bislang etwas unklar: Spätestens zum Weihnachtsgeschäft kann man die ersten Geräte aber wohl erwarten, etwa ein Dutzend Geräte könnten zur ersten Riege gehören. Am Programm nehmen jedenfalls alle bekannten Hersteller teil, also Lenovo, Dell, Microsoft, Asus, Acer und Co. Bei der Computex gezeigt wurden etwa ein Dell XPS 13 (2 in 1), ein Acer Swift 5 und ein Lenovo Yoga S940.

Quelle: Intel

2
    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Waupee Software-Overclocker(in)
        AW: Project Athena: Wie Intel die nächste Notebook-Generation beflügeln möchte

        Macht Intel Witze oder lese ich da High - End und Iris Pro zusammen macht irgendwie keinen Sinn
      • Von Waupee Software-Overclocker(in)
        AW: Project Athena: Wie Intel die nächste Notebook-Generation beflügeln möchte

        Macht Intel Witze oder lese ich da High - End und Iris Pro zusammen macht irgendwie keinen Sinn
      • Von Gast1655586602
        AW: Project Athena: Wie Intel die nächste Notebook-Generation beflügeln möchte

        Also fährt Intel mit IceLake eine "Lifestyle-Strategie"?

        Wenn sie das wirklich schaffen und die Industrie dabei nicht vergaulen, haben sie den Mobilmarkt für mehrere Jahre für sich erobert.

        Ich hätte nichts gegen ein Laptop, das über einen Tag durchhält. Macht richtig Lust auf mehr!
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk