Deal: Amazon haut Lenovo-Laptop für 149 Euro raus - Preisbrecher mit dem falschen OS? (Update)
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Mit dem Lenovo Ideapad Slim 1i gibt es derzeit ein bemerkenswert günstiges Notebook mit Intel-CPU, Full-HD-Monitor und SSD im Angebot. Als Betriebssystem ist sogar Windows 11 Home S vorinstalliert, doch das halten wir für die falsche Wahl.
Update vom 15.09.: Während das ursprüngliche Angebot abgelaufen ist, gibt es zwei ähnlich günstige Alternativen zu Aktionspreisen bei Amazon, die zumindest teilweise eine bessere Hardware-Ausstattung bieten. Da wäre zum einen der HP Stream Laptop, in dem ein Celeron N4120 steckt, der über vier Kerne verfügt und dem N4020 damit überlegen ist. Geschmackssache ist das kleinere Format (11,6 Zoll), die geringere Auflösung (1.366 × 768) und der kleinere Speicher (64 GB eMMC) fallen allerdings schlechter als beim Lenovo Ideapad Slim 1i aus. Auch bei diesem Laptop kommt Windows 11 Home S zum Einsatz - wie wir weiter unten erläutern, ist das nicht ideal. Einen anderen Weg für ebenfalls 169 Euro verfolgt das Acer Chromebook 314: Hier ist anstelle von Windows das Google-Betriebssystem Chrome OS vorinstalliert, das allgemein besser mit leistungsschwächerer Hardware harmoniert. Mit dem Mediatek MT8183 ist ein ARM-Prozessor verbaut, dazu kommen 4 GiByte RAM und 64 GB eMMC. Schön: Beim 14-Zoll-Monitor mit Full-HD-Auflösung kommt ein IPS-Panel zum Einsatz - diese sind blickwinkelstabiler als TN-Panels.
Original-Artikel: Gar keine Frage: 149 Euro sind ein absoluter Kampfpreis für ein Notebook. Dementsprechend kann man auch nicht mit viel Rechenleistung, großem Speicher oder einem Top-Display rechnen. Dass der Monitor mit Full HD (1.920 × 1.080) auflöst und nicht etwa auf 1.366 × 768 begrenzt ist, muss man zu diesem Preis bereits lobend hervorheben. Auch der Umstand, dass im Lenovo Ideapad Slim 1i eine 128 GB fassende NVME-SSD mit PCI-Express 3.0 ×4 im M.2-2242 verbaut ist und nicht etwa eine eMMC-Lösung, ist löblich.
Windows 11 ist vorinstalliert
Vielen dürfte auch zusagen, dass mit dem Intel Celeron N4020 eine x86-CPU verbaut ist und sogar Windows 11 Home S vorinstalliert ist. Der S-Modus, der nur die Installation von Programmen aus dem Windows App Store erlaubt, lässt sich bekanntlich deaktivieren (siehe offizielle Anleitung von Microsoft), sodass man ein vollwertiges Windows 11 Home zur Verfügung hat, auf dem man Software seiner Wahl installieren kann.
Hier fangen allerdings die Probleme an: Die Kombination aus 4 GiByte RAM und der sparsamen Dualcore-CPU ist in der Praxis zu langsam, um mit dem Laptop unter Windows 11 Home sinnvoll arbeiten zu können. Viele Kunden kritisieren in den Rezensionen, das bereits das Hochfahren oder das Starten von Programmen sehr lange dauern. Mehrere Browser-Tabs oder Windows Updates bringen den Laptop völlig an seine Grenzen und arten in einen Test der Geduld und Leidensfähigkeit aus.
Bessere Performance mit Linux
Nur: Das müsste eigentlich gar nicht sein. Zwar läuft Windows 11 Home auf dem Gerät sehr zäh, doch beim aktuellen Betriebssystem von Microsoft handelt es sich auch um ein vergleichsweise anspruchsvolles Betriebssystem. Es gibt zahlreiche Linux-Varianten, die auch mit lediglich zwei CPU-Kernen und sogar weniger als 4 GiByte Arbeitsspeicher noch eine ordentliche Alltagsleistung bieten, da sie mit den PC-Ressourcen deutlich effizienter umgehen. Eine Distribution wie beispielsweise Lubuntu oder Linux Mint Xfce sollte nach unserer Einschätzung auf dem für 149 Euro angebotenen Lenovo Ideapad Slim 1i erheblich besser laufen und typische Anwendungen für einen Low-Budget-Laptop wie im Internet surfen, E-Mails schreiben und Textverarbeitung ermöglichen.
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