Lenovo Chromebook C330 mit AMD Ryzen Picasso für 300 US-Dollar gesichtet [Update]
Jetzt aktualisiert: Auf der AMD-Webseite ist kurzzeitig eine neue Version des Chromebooks C330 von Lenovo gelistet worden. Herzstück des Notebooks ist ein Ryzen Pro aus der Picasso-Familie.
Aktualisierung vom 15.05.2020
Die Redaktion erreichte ein Schreiben seitens der PR-Agentur von Lenovo, dass kein Chromebook C330 mit AMD Ryzen Pro geplant sei. Es habe sich um einen Fehler auf der AMD-Seite gehandelt.
Original-Artikel vom 15.05.2020
Mit dem sogenannten Chrome OS hat Google ein Betriebssystem geschaffen, das nahezu vollständig in der Cloud arbeitet und sich gerade in den USA im Bildungsbereich großer Verbreitung erfreut. Aktuell ist - durch die Coronavirus-Pandemie - in vielen Teilen der Welt Homeoffice beziehungsweise Home Schooling angesagt, sodass auch immer mehr Menschen auf Computer und eine Internetverbindung angewiesen sind. Manch einer will sich daher noch schnell mit einem neuen Rechner eindecken. Einer der größten PC-Hersteller der Welt - Lenovo - hat nun offenbar eine Neuauflage des Chromebooks C330 in der Mache, die mit AMD Ryzen Pro 5 3500U angetrieben wird und nur knapp 310 US-Dollar kosten soll, wie auf der AMD-Webseite zu lesen war.
AMD Ryzen Pro Picasso statt Mediathek-SoC im Chromebook
Mittlerweile hat der Chiphersteller den Eintrag jedoch wieder entfernt, doch auf Reddit hatten Nutzer bereits Screenshots angefertigt. Falls der Eintrag tatsächlich stimmt, wäre dies ein ordentlicher Leistungssprung. Bisher wird das C330 von einem ARM-SoC des Typs Mediathek MTK8173C angetrieben, welcher aus dem Jahr 2015 stammt und je zwei Cortex-A72- und Cortex-A53-Kernen auf ARMv8-Basis mit sich bringt. Ein AMD Ryzen Pro 5 3500 U hingegen besitzt vier Kerne und acht Threads sowie einen Takt von 2,1 GHz bis zu 3,7 GHz im Boost-Modus und ist wohl erheblich schneller als der ältere Mediathek-SoC. Zudem beherbergt der AMD-Prozessor eine Radeon Vega 8 als integrierte Grafikeinheit mit 512 ALUs und 1,2 GHz Taktung.
Angedacht ist das Lenovo Chromebook C330 als kostengünstiges Schüler- und Mitarbeiter-Notebook mit 11,6 Zoll Touchscreen, vier GiByte RAM und 32 Gigabyte eMMC-Speicher sowie Chrome OS. Das Cloud-Betriebssystem selbst hat in Europa bislang eine relativ geringe Verbreitung, doch Google will unbedingt die Marktanteile steigern. Chrome OS lässt nahezu alle Programme im gleichnamigen Web-Browser ausführen und speichert Dateien vorwiegend in der Cloud. Zudem können Android-Apps installiert werden, die allerdings oftmals gar nicht an das Breitbildformat der Chromebooks und die Bedienung via Maus und Tastatur angepasst sind. Microsoft sieht Googles OS als ernstzunehmenden Konkurrenten an und will mit Windows 10X ebenfalls eine möglichst intuitive Betriebssystemversion auf den Markt bringen.
Noch ist unklar, wann die Neuauflage des Lenovo Chromebook C330 in Deutschland verfügbar sein wird. Aktuell kosten die günstigsten Chromebooks in Deutschland etwa 250 Euro und bieten dafür meist AMD Athlon oder Intel Pentium/Celeron Prozessoren an. Neben günstigen Preisen der Chromebooks - in den USA beginnen diese bei um die 150 US-Dollar - ist es die einfache Handhabung, die wohl in Kombination mit der Verbreitung der Google-Dienste durch Android-Smartphones zur Marktführerschaft im amerikanischen Bildungsbereich geführt hat. Weltweit hingegen fristet Chrome OS mit nur 0,4 Prozent Marktanteil im PC-Betriebssystemmarkt ein Nischendasein.
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Fakten zum Chromebook mit AMD Ryzen Picasso:
- Statt auf einen Mediathek-SoC aus dem Jahr 2015 soll die Neuauflage des Lenovo Chromebook C330 auf einen AMD Ryzen Pro Picasso setzen. Hierbei soll es sich - laut AMD-Webseite - um einen Ryzen Pro 5 3500U handeln, welcher vier Kerne mit 2,1 GHz bereitstellt.
- Auf dem angeblich nur 300 US-Dollar teuren Notebook mit 11,6 Zoll Touchscreen läuft Chrome OS von Google.
- Der Marktstart ist aktuell noch unklar.
Quellen: Reddit, Statista, Googlewatchblog, Dr. Windows, FAZ
