Intel Evo kennzeichnet Notebooks mit Tiger Lake und Xe-Grafik
Als Nachfolger von Project Athena hat Intel die Bezeichnung Intel Evo eingeführt, die alle kommenden Notebooks tragen werden, die neben einer CPU auf Basis von Tiger Lake auch bestimmte Anforderungen erfüllen.
Seit dem Jahr 2019 gibt es Intel CPUs in 10-nm-Strukturbreite, nun folgen die neuen Chips auf Basis von Tiger Lake. Passend dazu hat Intel die Evo Plattform ausgerufen. Notebook-Hersteller können ihre mobile PCs mit Tiger-Lake-CPU und Intel Xe-Grafikeinheit zertifizieren lassen, wenn diese bestimmte Anforderungen erfüllen. Neben der Core i5- oder i7-CPU bedeutet dies, dass mindestens eine 256 Gigabyte SSD oder Festplatte und acht Gigabyte RAM verbaut sein müssen. Zudem sind Wi-Fi 6 und Thunderbolt 4 samt USB-C Pflicht. Möglich sind Notebooks bis einschließlich 15 Zoll, wobei als Mindestauflösung Full HD angesehen wird. Insgesamt umfasst der nur für Partner-Unternehmen einsehbare Anforderungskatalog knapp 80 Seiten. Ein dedizierter Grafikchip von Nvidia oder AMD darf nicht verbaut werden, da sonst das entsprechende Notebook kein Teil der Intel Evo Plattform ist. Ein Gerät mit Intel Evo darf nur mit Google Chrome OS oder Microsoft Windows 10 auf den Markt kommen.
Bei Full HD und 250 Nits Display-Helligkeit muss der Akku mindestens 9 Stunden durchhalten
Jeder Hersteller eines Notebooks muss eine bestimmte Anzahl an Punkten vorweisen, um das Logo Intel Evo für das Notebookmodell nutzen zu dürfen. Hierbei können Hersteller auch an einigen Stellen sparen und etwa keinen Touchscreen verbauen, welcher Extrapunkte geben würde. Gleiches gilt bei Notebooks, die etwa auf eine HDD statt einer SSD setzen, was zu Punktabzug führt. An anderen Stellen kann der Notebook-OEM aber wieder Punkte holen, wenn er die Anforderungen erfüllt. LTE oder 5G sind etwa optional und versprechen Bonuspunkte. Als Anmeldeoptionen müssen ein Fingerabdrucksensor, Gesichtserkennung oder ein via Bluetooth gekoppeltes Smartphone verfügbar sein, welches als vertrauenswürdiges Gerät zur Anmeldung am PC genutzt werden kann, sobald es sich in der Nähe befindet.
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So schreibt Intel vor, dass ein Evo-Notebook mit einem Display mit Full HD bei 250 Nits Helligkeit mindestens neun Stunden Akkulaufzeit erreichen muss. Je höher die Display-Auflösung, desto niedriger die zu erreichende Akkulaufzeit. So muss ein Evo-Notebook mit 4K-UHD nur noch sieben Stunden Akkulaufzeit bei 250 Nits erreichen, um den Evo-Sticker zu bekommen. Die Evo-Notebooks müssen sich via USB-C-Kabel aufladen lassen. Laut Acer sollen Evo-Notebooks bei knapp 700 Euro Verkaufspreis beginnen und noch bis Ende dieses Jahres auf den Markt kommen.
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Sammlung zu Intel Evo:
- Intel hat die neue Plattform Intel Evo vorgestellt. Notebook-Hersteller können ihre mobile PCs mit Tiger-Lake-CPU zertifizieren lassen, um das Logo Intel Evo nutzen zu dürfen. Jeder Hersteller kann Punkte sammeln durch die Erfüllung bestimmter Anforderungen. Wenn eine bestimmte Punktzahl erreicht ist, gibt's das Logo.
- Falls ein Hersteller etwa auf den Touchscreen verzichtet, erhält er weniger Punkte und muss sich die erforderlichen Punkte in anderen Bereichen des Anforderungskatalogs holen.
- Pflicht sind ein Intel Core i5 oder i7 aus der 11. Generation samt Intel Xe Grafikeinheit. Ein dedizierter Grafikchip von AMD oder Nvidia darf nicht verbaut werden.
- Eine Mindestanforderung sind Wi-Fi 6 und Thunderbolt 4, sowie eine Aufladefunktion des Evo-Notebooks via USB-C-Kabel. Optional sind etwa LTE oder 5G.
- Erste Notebooks mit Intel Evo sollen noch in diesem Jahr ab 700 Euro im Handel verfügbar sein.
Quelle: Intel

Verboten bleibt der Einsatz eines dedizierten Grafikchips, wie etwa einer AMD Radeon oder Nvidia Geforce. Intel erlaubt bei "Intel Evo" ausschließlich die Nutzung der hauseigenen iGPU, wie etwa der "Intel Xe". Die iGPUs sind aber oftmals deutlich langsamer als dedizierte Grafikchips, verbrauchen aber weniger Strom...