Geforce MX150: Stark gedrosselte Version ohne Kennzeichnung in Notebooks
Nvidia soll eine zweite Version der Mobile-Grafikkarte Geforce MX150 spezifiziert haben, die mit einer gedrosselten TDP daherkomme, quasi eine Max-Q-Version. Die Pascal-GPU stelle zwar noch einen Vollausbau des GP108-Grafikchips dar, müsse jedoch auf ein Drittel ihres Takts verzichten. Das Problem: Die zwei MX150-Versionen werden im Handel (bisher) nicht differenziert.
Die Geforce MX150 stellt das mobile Äquivalent der Desktop-Grafikkarte GT 1030 dar. Zum Einsatz kommt jeweils die GP108-Pascal-GPU in ihrem Vollausbau mit drei Shader-Multiprozessoren, also 384 Shadern. Die Fertigung übernimmt Samsung im 14LPP-Verfahren. An das 64 Bit schmale Speicher-Interface werden wahlweise 2 oder 4 GiByte GDDR5-RAM gekoppelt. Die MX150 kommt oft in Ultrabooks zum Einsatz, wo sie in rechenintensiven Anwendungen die Intel-iGPU ablöst. Wie die englische Ausgabe von notebookcheck.net berichtet, sollen sich im Handel inzwischen Notebooks mit zwei verschiedenen Varianten der MX150 befinden.
Die im vergangenen Sommer veröffentlichte Version hat einen Basistakt von 1.469 MHz und einen nominellen Boost von 1.532 MHz, wobei die tatsächliche Frequenz natürlich von der spezifischen Implementierung samt Kühlung abhängt. Der GDDR5-RAM rechnet mit 3.004 MHz. Die TDPs der mobilen Grafikkarten nennt Nvidia nicht mehr, notebookcheck.net geht jedoch von 25 Watt aus. In aktuellen Notebooks stecke indes eine Geforce MX150, deren Device-ID "10DE 1D12" statt "10DE 1D10" laute. Sie nutze zwar immer noch den GP108-Vollausbau, takte mit 937/1.038/2.506 MHz (GPU-Basis/GPU-Boost/RAM) aber deutlich langsamer. Die TDP soll dafür nur 10 Watt betragen - folglich spricht die Webseite von einem inoffiziellen Max-Q-Design.
Problematisch ist, dass Nvidia nie eine langsamere Version der Geforce MX150 angekündigt hat. Im Handel findet keinerlei Unterscheidung statt. Notebookcheck.com habe die 1D12-Variante bislang ausschließlich in 13,3-Zoll-Notebooks finden können. Hersteller setzten nicht durchgängig auf die eine oder andere Version, sondern würden schon pro Serie unterscheiden. Benchmarks sollen aufzeigen, dass es Geschwindigkeitsunterschiede von bis zu 41 Prozent gebe.

Man könnte ja auf die ganz dumme Idee kommen, sich VOR den Kauf über die Komponenten zu informieren, die einem wichtig sind. Bei CPUs ist es üblich, sich auch über Throtteling zu informieren, beim "Festspeicher" genügt den meisten die Angabe "Flash-Speicher" auch nicht. Aber bei der GPU muss dann plötzlich eine allgemeine Modellbezeichnung alles aussagen.
Wo ist da das Problem, sich beim Hersteller des Laptops (oder beim Verkäufer) um die Info zu kümmern? Ach, der Hersteller und Händler will es nicht angeben. Ja und, dann kaufe ich diees Gerät halt nicht oder teste es wenigstens direkt nach dem Kauf in Versandhandel und sende es zurück, wenn es nicht meinen Anforderungen entspricht. 18-41% Leistungsverlust müssten nun jedem direkt auffallen, der sich einen Laptop auch auf Grund des Grafikchips kauft.
Ich kaufe auch kein Auto, wenn es nur mt 2,0l Motor beworben wird.
Wie man im Link bei Golem sieht, ist das "Problem" schon seit mind. August 2017 bekannt.
Natürlich gehört sich das Vorgehen nicht, im Grunde hat sich für die Bewertung von NBs aber nichts geändert: Die Specs sagen nichts über die Qualität der Integration und damit ist eine Leistungsangabe nur durch Tests genau dieses NBs möglich.
Da hat die CPU und GPU je eine eigene Heatpipe mit Lüftergitter.
Bei Hochleistungsnotebooks sogar einen eigenen Zweitlüfter.
Nebenher haben beide Komponenten ihr eigenes TDP-Budget, dank Optimus kann man den Stromverbrauch der dGPU auf praktisch Null senken und hat daher im Zweifelsfall ein (etwas) schnelleres System bei gleichzeitig hoher CPU-/GPU-Last sowie eine hohe Akkulaufzeit im Leerlauf. Und bei Single-Channel-RAM kackt die Performance auch nicht so extrem ab.
So toll AMDs Ryzen Mobile-APUs sind, den Nachteil des fehlenden eigenen VRAMs und des gemeinsamen TDP-Budgets kann man nicht von der Hand weisen...
Da es aber um Notebooks geht, werden diese Informationen eher nicht vom Notebookhersteller weiter kommuniziert.
Die tun sich ja schon mit der Angabe des TDP Budgets für die CPU schwer.