Notebooks von Acer, Asus, Gigabyte, MSI, Razer, XMG: Erste Modelle mit Super-GPUs und Comet-Lake-H
Der Vorhang ist gelüftet. Der Notebook-Markt wird künftig um Nvidias Geforce-RTX-Super-GPUs und Intels mobile Comet-Lake-H-CPUs bereichert. Pünktlich zur Ankündigung der Chipsätze haben auch die ersten Hersteller ihre mobilen Spiele-Maschinen vorgestellt. Mit von der Partie sind Acer, Asus, Gigabyte, MSI, Razer und XMG.
Noch bevor Intel im Bereich der Desktop-PCs das Comet-Lake-S-Debüt feiert, startet der neue Comet-Lake-H im Notebook-Sektor. Das Topmodell der Serie ist der Intel Core i9-10980HK und kommt mit acht Kernen daher. Diese können dank SMT bis zu 16 Threads bereitstellen. Die Turbo-Taktfrequenz liegt bei 5,3 GHz und der 10980HK unterstützt offiziell DDR4-2933. Auch Nvidia bereichert den Notebook-Markt. Die neuen Notebook-GPUs erscheinen wenig überraschend als "Super"-Version. Überraschenderweise hat Nivida ihnen jedoch neue Features spendiert, von denen Gaming-Notebooks schon bald profitieren. Hersteller wie Asus, Gigabyte und MSI haben bereits erste Modelle vorgestellt, die auf die neuen Chipsätze bauen. Hier eine Übersicht der neuen Geräte:
Asus sticht mit Dual-Screen und Flüssigmetallkühlung heraus
Quelle: Asus (Screenshot: PCGH)
Das Asus Rog Zephyrus Duo 15 mit seinem Zweitdisplay
Dem Asus ROG Zephyrus Duo 15 haben wir aufgrund seines außergewöhnlichen Aufbaus eine separate News gewidmet. Das Notebook macht neben dem Einsatz von Nvidias und Intels neuen Chipsätzen vor allem mit seinem zweiten Touch-Display auf sich aufmerksam. Dieses befindet sich oberhalb der Tastatur und ist zur besseren Kühlung der Hardware mit dem Öffnen des Notebooks angewinkelt. Es hat eine Diagonale von 14,1 Zoll und lässt sich entweder als Verlängerung des Haupt-Displays oder zur Darstellung von Statistiken oder weiterer Fenster nutzen. Bezeichnet wird das Zusatzdisplay als Screenpad Plus. Seine Auflösung beträgt 3.840 x 1.100 Pixel bei einer Bildwiederholrate von 60 Hz.
Selbstverständlich bietet das Zephyrus Duo 15 neben dem Zweitdisplay weitere Kaufargumente. Auf Wunsch arbeitet es mit dem Comet Lake-H Topmodell i9-10980HK in Kombination mit verlöteten 16 GiB DDR4 (3.200 MHz). Ein weiterer Slot lässt das Aufrüsten auf 32 GiB zu. Erstmals setzt Asus seine Flüssigmetallkühlung "Thermal Grizzly" in Serie ein. Nvidias Geforce RTX 2070 Super oder die RTX 2080 Super stehen als Grafikkarten zur Auswahl. Mindestens so beeindruckend wie das Zweitdisplay ist auch der Preis des Zephyrus Duo 15. Der startet nämlich ab 4.000 Euro.
ROG Zephyrus M15, S15 und S17
Außerdem hat Asus beinahe alle Notebooks aus den ROG-Baureihen mit Intels neuen Prozessoren aufgefrischt. So kommen sie künftig im ROG Zephyrus M15, S15 und S17 zum Einsatz. Letztere setzen ebenfalls auf Geforce-RTX-Super-Grafikkarten.
Das ROG Zephyrus M15 ist zum Ende des zweiten Quartals geplant und soll ab rund 2.500 Euro erhältlich sein. Ihm stehen die neuen Intel-Modelle bis zu einem Core i7 mit acht Kernen und 16 Threads zur Auswahl. Die Auswahl der Grafikkarten reicht von Geforce 1660 Ti bis RTX 2070. Auf die Super-Grafikkarten muss das Notebook verzichten.
Bei ROG Zephyrus S15 und S17 stellt ebenfalls der i7 das Maximum da. Während für das Zephyrus S15 maximal die Geforce RTX 2060 Super zur Auswahl steht, erlaubt das S17 auch die Bestellung samt RTX 2080 Super. Das ROG Zephyrus S15 erscheint voraussichtlich gemeinsam mit dem S17 zum Ende des zweiten Quartals. Die Notebooks sind dann ab 2.700 beziehungsweise 2.900 Euro erhältlich.
ROG Strix G15, G17 sowie Scar 15 und 17
Preislich unterhalb der Zephyrus-Modelle frischt Asus auch die ROG Strix-Baureihen G15, G17 sowie Scar 15 und 17 auf. Beide G-Modelle bietet Asus künftig mit CPUs bis zum Core i7-10875H und Grafikkarten bis zur Geforce RTX 2070 Super an. Bei den Scar-Modellen bildet erst der Core i9-10980HK beziehungsweise Nvidias Geforce RTX 2080 Super das Limit. Zur Regulierung der Temperatur kommt die Flüssigmetallkühlung zum Einsatz, die auch das ROG Zephyrus Duo 15 herunterkühlt. Die G-Modelle feiern ihren Marktstart Ende Juni und kosten dann ab 1.400 Euro. Während das ROG-Scar 17 Ende des zweiten Quartals ab rund 1.900 Euro erhältlich ist, wird das Scar 15 vorerst nicht in Deutschland verfügbar sein.
Acer mit neuer Ausstattung in Predator-Notebooks
Quelle: Acer
Das Acer Predator Triton 500 ist künftig auch mit Nvidias Geforce RTX 2080 Super erhältlich
Das Predator Helios 300 ist zukünftig maximal mit Intels Core i7-10750H ausgestattet. Bei den Grafikkarten gesellt sich Nvidias GTX 1650Ti zu der aktuell bis zur Geforce RTX 2070 reichenden GPU-Auswahl. Es ist voraussichtlich im Juli ab rund 1.100 Euro erhältlich.
Das Predator Triton 300 erhält ebenfalls ein Update auf die neuen mobilen Prozessoren von Intel und ist ebenfalls im Juli ab rund 1.300 Euro erhältlich.
Der letzte im Bunde ist das Predator Triton 500. Auch hier reicht die neue CPU-Auswahl bis zum i7-10750H. Bei den Grafikkarten reicht die Auswahl künftig bis zur neuen Geforce RTX 2080 Super. Das Triton 500 soll bereits im Mai erscheinen und rund 1.800 Euro kosten.
Gigabyte frischt Aero- und Aorus-Serie auf
Quelle: Gigabyte
Das Gigabyte Aorus 17G kommt samt mechanischer Tastatur
Gigabyte rüstet zahlreiche Notebooks der Aero- und Aorus-Serie auf. Während sich die Aero-Modelle vor allem an Kreativschaffende richten, wendet sich die Aorus-Serie an Spieler. Aero 15 und 17 setzen künftig auf die Kombination aus einer CPU bis hoch zum neuen i9 und einer Geforce RTX Super-Grafikkarte. Die genauen Konfigurationen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.
Die Gaming-Modelle Aorus 5 und 7 beziehungsweise die stärkeren Modelle 15G, 17G und 17X sind künftig mit i7-10750H, i7-10875H oder i9-10980HK verfügbar. Zur Auswahl der Grafikkarte hat Gigabyte auch hier noch nichts verraten.
MSI mit neuem Line-up und Mini-LED
Quelle: MSI
MSI bringt das erste Notebook mit Mini-LED-Display
Mit einer Auffrischung bekannter Notebooks gibt sich MSI nicht zufrieden und veröffentlicht ein neues Line-up.
Mit dem Creator 17 macht der Hersteller das erste Notebook mit Mini-LED offiziell. So soll der 17,3 Zoll große Bildschirm dank der Technik eine Helligkeit von 1.000 cd/m² nach Vesa-DisplayHDR1000-Standard erreichen. Die Technik arbeitet mit Local Dimming und unterteilt das Display in 240 Zonen, die einzeln angesteuert werden können. Dies soll für einen hohen Konstrast sorgen und Effekte wie Blooming verhindern.
Als CPU kommt Intels Core i7-10875 zum Einsatz. Diesem steht maximal eine Geforce RTX 2080 Super zur Seite. Der Marktstart soll Mitte April zu einem Preis ab rund 3.200 Euro erfolgen.
MSIs Gaming-Notebooks GS66 Strealth und GS66 Raider bauen auf ähnliche Ausstattungen mit einer CPU bis zum Intel Core i9-10980HK und einer Grafikkarte bis zur Geforce RTX 2080 Super von Nvidia. Während das Stealth beim Display mit 240 Hz oder 300 Hz zwei verschiedene Optionen bietet, kommt das Raider immer mit 240-Hz-Full-HD-Display daher.
Neben den genannten Notebooks aktualisiert MSI auch die Modelle GT76 Titan, GS75 Stealth, GE75 Raider, GL75 Leopard, GL65 Leopard, GF75 Thin, GF63 Thin, Creator 17M, Creator 15M, Prestige 14, Prestige 15 sowie Modern 15. Sie setzen künftig ebenfalls auf Intels neue Prozessoren und zum Teil auch auf neue Grafikkarten.
Razer Blade 15 gleich mit mehreren Neuerungen
Quelle: Razer
Die Schere zwischen Base- und Advance-Version wächst
Razer hat das Blade 15 umfangreich aufgefrischt. Wie zuvor ist es als Base und Advanced Model erhältlich, die sich leistungstechnisch weiter voneinander entfernt haben. Während die Basis-Version Intels Core i7-10750H erhält, arbeitet im Advanced Model zukünftig ein i7-10875H. RTX 2070 Super oder RTX 2080 Super stehen nur im teureren Modell zur Auswahl.
In beiden Versionen ist standardmäßig ein Full-HD-Display mit 144 beziehungsweise 300 Hz verbaut. Gegen Aufpreis erhalten sie ein UHD-OLED-Display, das im Advanced Modell zusätzlich mit Touch-Bedienung aufwartet und vor allem Content Creator oder Multimedia-Enthusiasten überzeugen möchte.
Im Mai soll das Razer Blade 15 mit einem Verkaufspreis ab rund 1.800 Euro starten.
XMG Neo 15 und 17 ebenfalls aufpoliert
Quelle: Schenker Technologies
Die Preise für XMG Neo 15 und 17 steigen
Schenker Technologies reiht sich in die Riege der Notebook-Hersteller, die ihren Modellen anlässlich neuer Grafikkarten und CPUs ein Update spendieren, ein. Den ersten Schritt macht das Unternehmen mit XMG Neo 15 und Neo 17. Diese erhalten neue Displays, bessere Kühlung, größere Akkus und höhere Preise.
Das XMG Neo 15 wechselt künftig auf Intels i7-10750H. Außerdem bildet Nvidias Geforce RTX 2070 Super die neue Spitze bei den wählbaren Grafikkarten. Neben einem größeren Kühler soll auch eine Flüssigmetallwärmeleitpaste bessere Kühlung garantieren. Das Display stellt Spiele künftig mit 240 Hz statt mit 144 Hz dar. Außerdem wächst der Akku von 62 auf 91-Wattstunden an.
Das Notebook kann ab sofort beim Hersteller konfiguriert werden und wechselt ab 1650 Euro den Besitzer. Im Vergleich zur Vorversion steigt der Preis um 150 Euro.
Das XMG Neo 17 macht die gleichen Veränderungen durch wie sein kleiner Bruder und kann ebenfalls ab sofort konfiguriert werden. Der Einstiegspreis liegt hier bei 1.700 Euro und ist damit 100 Euro über der Vorversion. Laut Schenker erfolgt der Versand der Notebooks voraussichtlich Mitte Juni.
Was die Einführung von Intels Comet Lake-H CPUs und Nvidias mobilen Geforce RTX Super Grafikkarten für den Notebook-Markt und vor allem für Nutzer der Notebooks bedeuten, haben wir in zwei ausführlichen Specials herausgestellt.
