Physische Spiele: Ist Nintendo die letzte Bastion?
Sony beendet 2028 die Disc-Produktion für Playstation-Spiele, parallel dazu testet Microsoft die Digitalisierung von Xbox-Discs. Ein Branchenanalyst sieht Nintendo daher als einzigen Hersteller, der an physischen Modulen festhalten werde.
Sony hat in dieser Woche das Ende der physischen Playstation-Disc verkündet und damit die gesamte Konsolenbranche unter Zugzwang gesetzt. Ab Januar 2028 stellt der japanische Hersteller die Disc-Produktion für neue Playstation-Titel komplett ein, wie aus einer offiziellen Mitteilung im Playstation Blog hervorgeht.
Physische Spiele: Nintendos Sonderrolle nach Sonys Disc-Aus
Wer die eigene Spielesammlung weiterhin im Regal statt ausschließlich in der Cloud sehen möchte, sollte die aktuelle Marktlage kennen: Laut Analyst Mat Piscatella bleibt Nintendo mindestens bis zum Ende des laufenden Switch-2-Zyklus möglicherweise der letzte Konsolenhersteller mit physischen Spielmodulen im Portfolio.
Sony beendet Disc-Produktion für Playstation-Spiele ab 2028
Ab Januar 2028 verkauft Sony neue Playstation-Spiele ausschließlich digital über den hauseigenen Playstation Store oder aber als Downloadcode im Handel, wie das Unternehmen in seinem offiziellen Playstation Blog bestätigt.
Bereits veröffentlichte Titel sowie sämtliche Discs, welche vor diesem Stichtag erscheinen, bleiben von der Umstellung unberührt. In der PCGH-Community sorgte die Ankündigung für deutliche Kritik, zumal sich dieses Muster schon bei einem anderen Schwergewicht andeutet: Grand Theft Auto 6 erscheint bei Rockstar Games ganz ohne physischen Datenträger, lediglich mit Downloadcode in der Retail-Box.
Xbox testet Disc-to-Digital-Feature für alte Spiele
Microsoft testet eine Funktion namens Disc2Digital, das physische Xbox-One- und Xbox-Series-Discs in digitale Lizenzen umwandelt. Journalist Tom Warren von The Verge beschreibt den Ablauf in seinem aktuellen Bericht: Spielerinnen und Spieler legen die Disc ein, installieren den Titel, und Microsoft verknüpft daraufhin eine digitale Berechtigung mit dem jeweiligen Datenträger.
Verkauft oder verleiht man die Disc weiter, wandert die Lizenz automatisch mit auf das Konto des neuen Besitzers. Ausgenommen bleiben Discs für Xbox 360 und die Original-Xbox, zudem könnten je nach Fertigungscharge auch einzelne Xbox-One-Discs die nötigen Merkmale für das Programm nicht erfüllen.
Ob die kommende Xbox-Generation überhaupt noch ein optisches Laufwerk besitzt, hat Microsoft laut Tom Warren bislang nicht final entschieden. Xbox positioniert das Feature damit auch als Sicherheitsnetz für Sammlerinnen und Sammler, während Microsoft beim Project Helix wegen der Speicherkrise ohnehin umdenken muss.
Nintendo als letzte Bastion der physischen Spiele
Nintendo dürfte laut Piscatella auch nach Sonys Kurswechsel an Spielmodulen festhalten, unabhängig davon, was Sony oder Microsoft entscheiden. Der Circana-Manager verweist gegenüber VGC darauf, dass der Handel Nintendo zuletzt sogar stärker unterstützt habe als die Konkurrenz.
Seit der Jahrtausendwende sinken die physischen Verkaufszahlen zwar branchenweit kontinuierlich, durch die Nintendo Switch 2 habe der US-Markt zuletzt aber wieder ein leichtes Wachstum verzeichnet - einen Effekt, den Piscatella nicht für dauerhaft hält.
Piscatella rechnet mit sinkenden Umsätzen im physischen Segment, erwartet aber keinen radikalen Rückzug: Der Einzelhandel dürfte künftig eher auf Retail-Boxen mit Downloadcodes, Merchandise und Sondereditionen setzen, während der Anteil physischer Software am Gesamtumsatz weiter schrumpft.
Auf die Frage, ob Sonys Entscheidung Nintendos eigene Pläne beeinflusst, antwortete der Analyst gegenüber VGC sinngemäß, Nintendo mache ohnehin, was Nintendo wolle, unabhängig von den Schritten der Konkurrenz.
Sowohl die Playstation 6 als auch die Xbox Project Helix dürften laut Piscatella rein digitale Geräte werden. Nintendo bliebe damit binnen weniger Jahre wohl der letzte Spielkonsolenhersteller, welcher die neuesten Spiele überhaupt noch auf einem physischen Datenträger ausliefern wird.
Wo Nintendo selbst an Grenzen stößt
Ganz reibungslos läuft es für Nintendo bei physischen Spielen allerdings nicht: Viele Drittanbieter setzen bei der Switch 2 mittlerweile auf Game-Key-Cards, Verpackungen mit Downloadschlüssel statt vollständigem Modul. Die steigenden NAND-Preise erschweren zudem kleinere, günstigere Cartridge-Formate.
Die letzte Bastion physischer Spiele bleibt also lückenhaft, eine vollständige Kopie auf dem Modul gibt es längst nicht mehr bei jedem Switch-2-Titel.
Nintendo äußert sich bislang nicht offiziell zu den Aussagen des Analysten. Ob der Hersteller seine Haltung zu physischen Modulen auch bei der Switch 3 beibehält, hängt indes stark von der Entwicklung der Speicherpreise ab, die schon jetzt Cartridge-Kalkulationen erschweren.
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Quelle: The Verge

Gerade der gebrauchte Verkauf/Kauf ist und bleibt eben der größte Pluspunkt.
Habe hier zig Nintendo und Playstation Spiele, ich glaube nicht ein einziges davon habe ich nicht gebraucht besorgt.
Mittlerweile sind es da doch in vielen Fällen auch nur noch Keycards wo vllt 50mb an Daten drauf sind & der ganze Rest der oftmals mindestens im zweistelligen gigabyte Bereich liegt muss erstmal heruntergeladen werden bevor man zocken kann... also so richtig als "Physisches Spiel" kann ich das nicht mehr betrachten, sorry!
Ich darf mich aber glaube ich fragen was & um wie viele euros es teurer/billiger ist eine cartridge mit 64gb an Daten oder lediglich vllt 100mb produzieren zu lassen, wäre mal interessant zu wissen.
Gerade der gebrauchte Verkauf/Kauf ist und bleibt eben der größte Pluspunkt.
Habe hier zig Nintendo und Playstation Spiele, ich glaube nicht ein einziges davon habe ich nicht gebraucht besorgt.
Und von Obrigkeiten werden wir eh immer abhängig sein, willst ja nicht in ner Holzhütte tief im Wald leben oder ?
Ich finds ehrlich gesagt gut, dass Sony das lässt, Scheiß auf den ganzen Plastikmüll, aber ich will faire Freiheiten und kein einfach kontrollierbares Nutzvieh sein. Unsere Wirtschaft basiert allerdings zunehmend auf Kontrolle von Assets anstatt auf fairen freiwilligen und längerfristig bindenden Verträgen, was wir ja wohl überall sehen.
Und von Obrigkeiten werden wir eh immer abhängig sein, willst ja nicht in ner Holzhütte tief im Wald leben oder ?