Einer der beeindruckensten Grafikkracher: Nightingale mit Unreal Engine 5 auf der Gamescom 2023

Das Survival-Abenteuer Nightingale hat uns bereits im Vorfeld der Gamescom interessiert. Und doch hat es das Spiel geschafft, uns auf der Gamescom zu überraschen. Grund für die positive Überraschung war die Umstellung auf die Unreal Engine 5 - mit modernisiertem Tech-Unterbau sieht das viktorianisch angehauchte Spektakel in den stimmungsvoll ausgeleuchteten Feenwelten wirklich fabelhaft aus. Wir schildern unsere Eindrücke.

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Einer der beeindruckensten Grafikkracher: Nightingale mit Unreal Engine 5 auf der Gamescom 2023
Quelle: Inflextion Games

Das Survival-Abenteuer Nightingale entführt Sie - optional gemeinsam mit Freunden und anderen Mitspielern - als sogenannte Realmwalker in zauberhafte Feenwelten. Nachdem Sie im umfangreichen Charakter-Editor Ihre Spielfigur erstellt haben, verschlägt es Sie in Ego-Perspektive durch ein mysteriöses Portal in die wilden und abwechslungsreichen, von allerlei Fabelgetier belebten Reiche der Fae. Hier sammeln Sie und Ihre Mitstreiter wie gehabt Ressourcen, greifen auf ein komplexes sowie vielfältiges Crafting zurück und nutzen ein umfassendes Baumenü, um Basen zu errichten und zu erweitern. Dies wiederum erlaubt es, die Ausrüstung stetig zu verbessern, um wiederum tiefer in die Fabellreiche eindringen und sich gegen immer gefährlichere Monstrositäten zur Wehr setzen zu können. Im Kern ist Nightingale eine klassische Survival-Sandbox mit dem Fokus auf Mehrspieler-PVE. Nach aktueller Planung soll Nightingale am 22. Februar 2024 in Form eines Early-Access-Modells starten.

Nightingale GC-Preview: Spannendes Szenario mit prachtvoller Unreal-Engine-5-Optik

Was Nightingale trotz des relativ konventionellen Gameplay-Ansatzes zumindest optisch zu etwas Besonderem macht, sind die sehr abwechslungsreich gestalteten Feenwelten, das Gaslantern-Fantasy-Szenario sowie der interessante, abstrakt-viktorianisch angehauchte Art-Style des Spiels. Doch all dies wäre wohl weitaus weniger eindrücklich, hätten die Entwickler sich nicht dazu entschlossen, Nightingale von der anfangs eingesetzten UE4 auf die neue Unreal Engine 5 zu portieren.

Auf der Gamescom konnte uns der noch junge kanadische Entwickler Inflexion Games - unter dessen Dach eine ganze Reihe ehemaliger Bioware-Mitarbeiter ein neues Zuhause fanden - mit live vorgespieltem Gameplay-Material überraschen. Der grafische Stil und die abwechslungsreiche Darstellung der Fabelwelten haben uns schon vor dem Live-Eindruck auf der Gamescom sehr zugesagt. Mit dem gewaltigen grafischen Sprung, den der Wechsel von der Unreal Engine 4 auf Version 5 mit sich brachte, haben wir indes nicht gerechnet. Ebendarum zählte Nightingale aus unserer Perspektive für eine grafische Überraschung bei unserem Besuch. Die Entwickler nutzen die neuen Fähigkeiten des jungen, potenten Grafikmotors geschickt aus, um die sehr abwechslungsreichen Reiche der Fae stimmungsvoll darzustellen. Dazu setzen Inflexion Games auf die neuen Kernfähigkeiten der Unreal Engine 5, sowohl die neuen Nanite-Meshes als auch die dynamische Raytracing-Beleuchtung Lumen kommen in Nightingale zum Einsatz, um die schicke Grafik zu realisieren.

Dies wird insbesondere bei der auffallend schicken, oft sehr atmosphärischen Beleuchtung offensichtlich. Nightingale nutzt nicht nur Lumen, um die Umgebungen und komplexe Spielerbauten dynamisch auszuleuchten und stimmungsvoll zu verschatten oder potente Raytracing-Hardware für schicke Spiegelungen zu nutzen, sondern paart diese neuen Kerntechnologien der Unreal Engine 5 mit weiteren noch jungen Fähigkeiten der Engine. Besonders auffällig ist etwa der volumetrische Nebel, der auf sehr ansehnliche Art und Weise mit der Beleuchtung interagiert. Offenkundig ebenfalls an Bord ist Niagara, das Effekt-Tool-Set der Unreal Engine 5, mithilfe dessen sich das feine Partikelgestöber in Nightingale realisieren ließ.

Bildergalerie

Mit feinen Effekten, der sehr ansehnlichen, dynamisch mit den unterschiedlichen Umgebungen, Tageszeiten und Witterungsumständen wechselnder Echtzeitbeleuchtung lässt die Unreal Engine 5 in Nightingale ihre Muskeln spielen. Darüber hinaus bietet das Spiel eine schicke Wasserdarstellung samt hübschen Kaustiken, Wellengang und sehr ansehnlichen Durchscheineffekten, die trübes Wasser simulieren, darüber hinaus werden Spiegelungen mittels Raytracing veredelt. Dank Nanite ist praktisch kein Pop-Up sichtbar, feine, geometrische Reliefs zieren fantastische Feenbauten, veredeln steinerne Mauern wie rissige Rinde, verleihen Felsen oder Sandstrand Struktur und Tiefe. Auch die Vegetation wird offenkundig bereits mittels Nanite dargestellt und zeigt sich in feiner, stimmungsvoll ausgeleuchteter, und nur sporadisch von sichtbarem Pop-Up verunzierter Pracht. Ebenfalls sichtbar aufwendig ist die dynamische und oft dichte, vielfarbige, volumetrische Wolkendarstellung.

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  1. Seite 1 Nightingale - Gamescom-Bericht #1
  2. Seite 2 Nightingale - Gamescom-Bericht #2
    • Kommentare (36)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1705533002
        Zitat von PCGH_Phil
        Die Dev haben mich angeschrieben.

        Interview per Schriftverkehr.

        Das ist weitaus weniger anfordernd zu bearbeiten, als ein echtes, direktes Gegenüber-Zu-Gegenüber-Interview, aber es ist auch statisch. Man kann nicht hin- und herfragen.

        Und es ist in fast allen Fällen viel knapper und weitaus weniger persönlich. Bei Nightingale würd ich mir da jetzt noch nicht allzu große Sorgen machen, aber bei großen Studios geht da auch oft noch mal jemand drüber und saniert da alles auch nur ansatzweise Aufregende raus

        Das kann ich dann aber arbeitstechnisch auch easy irgendwo einschieben.
        Die wollen Fragen, also nur her damit

        Gruß,
        Phil
        Erstmal danke für den tollen Artikel, eure GC Techinterviews/-artikel sind klasse

        Fragen, die mir spontan einfallen:

        Wird das Spiel auch Solo genauso gut spielbar sein oder ist man zwingend auf Mitspieler angewiesen?
        Welche Mindestanforderungen werden in etwa angepeilt?
        Gerade MP-Spiele sollten ja möglichst vielen Spielern zugänglich gemacht werden, doch inwiefern passt das mit z.B. den Ergebnissen der Steam Hardware Survey und aktuellen UE5 Hardwarefressern wie Immortals of Aveum zusammen?
        Wie aufwändig war der Umstieg von der UE4 auf die UE5, warum wurde dieser vollzogen und hat es sich rückblickend gelohnt?
      • Von Gast1705533002
        Zitat von PCGH_Phil
        Die Dev haben mich angeschrieben.

        Interview per Schriftverkehr.

        Das ist weitaus weniger anfordernd zu bearbeiten, als ein echtes, direktes Gegenüber-Zu-Gegenüber-Interview, aber es ist auch statisch. Man kann nicht hin- und herfragen.

        Und es ist in fast allen Fällen viel knapper und weitaus weniger persönlich. Bei Nightingale würd ich mir da jetzt noch nicht allzu große Sorgen machen, aber bei großen Studios geht da auch oft noch mal jemand drüber und saniert da alles auch nur ansatzweise Aufregende raus

        Das kann ich dann aber arbeitstechnisch auch easy irgendwo einschieben.
        Die wollen Fragen, also nur her damit

        Gruß,
        Phil
        Erstmal danke für den tollen Artikel, eure GC Techinterviews/-artikel sind klasse

        Fragen, die mir spontan einfallen:

        Wird das Spiel auch Solo genauso gut spielbar sein oder ist man zwingend auf Mitspieler angewiesen?
        Welche Mindestanforderungen werden in etwa angepeilt?
        Gerade MP-Spiele sollten ja möglichst vielen Spielern zugänglich gemacht werden, doch inwiefern passt das mit z.B. den Ergebnissen der Steam Hardware Survey und aktuellen UE5 Hardwarefressern wie Immortals of Aveum zusammen?
        Wie aufwändig war der Umstieg von der UE4 auf die UE5, warum wurde dieser vollzogen und hat es sich rückblickend gelohnt?
      • Von PCGH_Phil BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Phil
        Genaueres kann ich da (noch) nicht sagen, aber eventuell lassen sich da zumindest ein paar Fragen auch so klären - ich wollt eh noch mal mit den Devs Kontakt aufnehmen (wenn ich die Zeit für ein Interview bekomme, sowieso), eventuell lassen sich da noch ein paar Dinge klären. Aber ist mit Intel-Support, ich würde mal davon ausgehen, dass das Teil dann auch XeSS bekommt (oder eventuell schon hat, irgendein Upscaling war während der Präsi an, aber ich nehme an, das war das TSR der UE5, sah jedenfalls ähnlich aus.)
        Die Dev haben mich angeschrieben.

        Interview per Schriftverkehr.

        Das ist weitaus weniger anfordernd zu bearbeiten, als ein echtes, direktes Gegenüber-Zu-Gegenüber-Interview, aber es ist auch statisch. Man kann nicht hin- und herfragen.

        Und es ist in fast allen Fällen viel knapper und weitaus weniger persönlich. Bei Nightingale würd ich mir da jetzt noch nicht allzu große Sorgen machen, aber bei großen Studios geht da auch oft noch mal jemand drüber und saniert da alles auch nur ansatzweise Aufregende raus

        Das kann ich dann aber arbeitstechnisch auch easy irgendwo einschieben.
        Die wollen Fragen, also nur her damit

        Gruß,
        Phil
      • Von Neuer_User BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH-Redaktion
        Jetzt ist Ihre Meinung gefragt zu Nightingale mit Unreal Engine 5 - Einer der beeindruckensten Grafikkracher der Gamescom 2023
        Es sind wirklich schönn aus, aber muss es denn immer mit Zaberei, Monstern und irrealem umgesetzt werden? Sobald diese elemente auftauchen, werden Spiele für mich uninteressant. Es geht doch auch problemlos ohne diese absurden Elemente, die nur dazu führen, dass Kinder an Zauberei glauben.
      • Von Sidewinder Software-Overclocker(in)
        Ja, schöne Techdemo!
        Jetzt fehlt nur noch der spielerrische Inhalt
        Ich bin jedenfalls gespannt wie immersiv und glaubwürdig die Spielwelt wird und ob der Entwickler in der Lage ist eine Spannende Geschichte zu erzählen, die mich tief in ihren Bann ziehen kann.
        Das Potential ist auf jeden Fall zu erkennen.
      • Von DoctorChandra
        Zitat von PCGH_Raff
        Das waren noch Zeiten. Wobei das nur Reflexionen waren - Lumen macht noch etwas mehr.

        MfG
        Raff
        Yup ! Kostet aber halt leider auch mehr (an Leistung und €uronen) ...
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