Swiftshader: Benchmarks und Bildqualität
Ihr brandneuer Vierkern-Prozessor dreht in der aktuellen Spielelandschaft Däumchen? Die Grafikkarte ist zu schwach? Dann lassen Sie doch mal den Prozessor rendern. Mit dem "Swiftshader" wird die CPU zur GPU.
Benchmarks: Swiftshader
3DMark03: Vier CPU-Kerne sind deutlich schneller als zwei (Bild: PCGH)
Wir haben uns die Leistung des Software-Renderers genauer angesehen. Zum Einsatz kamen dabei der 3DMark2001SE, 3DMark03, 3DMark05 und Crysis. Die Leistung ist auf den ersten Blick erschreckend schwach: Selbst der auf 3,9 GHz übertaktete Core 2 Quad (Yorkfield) schafft nur knapp über 2.500 Punkte im 3DMark2001 SE. Das ist etwa das Leistungsniveau neun Jahre alter Grafikkarten. TNT 2, Voodoo3 & Co. erreichten anno 1999 ähnliche Punktzahlen. Im 3DMark05 fällt bei mit diesem Takt die 1.000-Punkte-Marke.
3DMark2001SE: Die übertakteten Yorkfields ziehen großen Nutzen aus dem mit 560 MHz arbeitenden Speicher. (Bild: PCGH)
Der Vergleich mit Unterstützung der GPU offenbart ebenfalls interessante Zahlen. Werden Transformation und Beleuchtung allein von der CPU übernommen, schafft unser High-End-Prozessor rund 24.500 3D Marks. Das entspricht dem Faktor 10 gegenüber reinem Software-Rendering mittels Swiftshader. Übernimmt die Geforce 8800 GTX auch noch das Vertex Shading, ist das System schon 27x mal schneller. Bei Crysis ist der Unterschied deutlich kleiner: Eine Geforce 8500 GT schafft in 800x600 und niedrigen Details durchschnittlich 30 Fps, der 3,8-GHz-Yorkfield immerhin 4,6 Fps (Faktor 6,5).
Crysis: Schon eine Geforce 8500 GT ist etwa 7x schneller als eine High-End-CPU (Bild: PCGH)
Bildvergleich: GPU versus CPU
Unsere Gegenüberstellung offenbart, dass der Swiftshader eine hohe Renderqualität ausgibt. Zwar filtert er in den Standardeinstellungen nur bilinear, der Rest der Szenen ist aber mit den Berechnungen einer "echten" Grafikkarte vergleichbar. FSAA und anisotrope Filterung (AF) sind über den Prozessor übrigens nicht möglich.
Update vom 09. April:
Wir haben weitere Tests mit AMD-Systemen durchgeführt. Die Werte sind sehr niedrig, der Swiftshader scheint speziell auf Intels Architektur angepasst zu sein. Außerdem harmoniert das Programm nicht mit dem Phenom: Mit vier Threads funktioniert gar nichts, erst bei einem kommt es zu (ruckeliger) Darstellung. Die neuen Benchmarks (vorne in der Galerie) beschränken sich daher auf einen Athlon 64 X2 6000+.
