Technologie: Leitungen aus Kohlenstoff-Nanoröhren viel schneller als Kupfer
In nicht all zu ferner Zukunft sind die Microchip-Hersteller gezwungen auf ein anderes Material als Kupfer für das leitende Element der Prozessoren umzuschwenken. Sind Nanoröhren aus Kohlenstoff dafür geeignet?
Quelle: de.wikipedia.org
Kohlenstoff-Nanoröhren Elektrischer Leiter in Chips? (Bild: Wikipedia.de)
Kohlenstoff-Nanoröhren, Carbon-Nanotubes - zwei Bezeichnungen für ein Material, das wohlmöglich Kupfer als leitendes Element auf den Silizium-Chips in naher Zukunft ersetzen wird.
Forscher am Rensselaer Polytechnic Institute in Troy, NY, haben sich in den vergangenen Jahren eingehend mit dieser Technik auseinandergesetzt. Dabei herausgekommen sind bisher Dinge wie Batterien aus Papier, ferngesteuerte Mini-Bomben gegen bisher unheilbare Erkrankungen und das schwärzeste Material der Welt.
Die zur Zeit wichtigste Neuerung ist jedoch, dass Nanoröhren eine viel bessere Leitfähigkeit gegenüber Kupfer aufweist. So fanden die Forscher heraus, dass die quantenmechanischen Eigenschaften präziser sind, als sie zuvor bei Beobachtungen festgestellt hatten.
Da Kupfer mit seiner Leitfähigkeit spätestens bei 15-nm-CPUs an seine Grenzen stösst, ist anzunehmen, dass die Chip-Fabrikanten sich schon sehr bald mit einem Ersatz, durch zum Beispiel Nanoröhren, befassen müssen.
Übrigens: IBM beschäftigt sich derweil mit der Silicon Nanophotonics Technik - Lichtimpulse statt Leiterbahnen.
