Elektrischer Speicher aus Kunststoff vorgestellt
Deutsche Wissenschaftler haben ein elektrisches Massenspeichermedium aus Kunststoff entwickelt und sind so dem Silizium-freien Rechner ein Stück näher gekommen.
Quelle: mpip-mainz.mpg.de
Mengyuan Li mit einem im von ihr entwickelten Verfahren hergestellten PVDF Muster (links, glatt) und einer herkömmlichen Folie (rechts, rau)
"Preisgünstige Kunststoffspeichermedien" - der, vom Max-Planck-Institut für Polymerforschung und dem Zernike Institute for Advanced Materials der Universität Groningen etwas ungünstig gewählte, Titel lässt zunächst an CDs und DVDs denken. Tatsächlich geht es aber nicht um Daten, die in Kunststoff eingeprägt werden, sondern um Speicherzellen in einer Kunststofffolie, die sich mit elektrischen Feldern auslesen lassen. Diese stellen, nach Displays, CPUs und DRAM auf Polymerbasis, eine weitere Schlüsselkomponente für billige, organische Elektronik dar, die mittelfristig Siliziumchips in vielen Anwendungsbereichen ersetzen könnten, in denen Rechenleistung keine Rolle spielt.
Zur Produktion des neuartigen Speichers besannen sich die Forscher eines altbekannten Materials, Polyvinylidenfluorid (PVDF). In Kombination mit Trifluoroethylen wurde dies bereits in der Vergangenheit für Kunststoffspeicher genutzt - allerdings zu hohen Kosten und bei einer beschränkten Temperaturbeständigkeit: Bisherige Speicherzellen verlieren spätestens bei 80 °C die gespeicherten Daten. Die Doktorandin Mengyuan Li hat nun ein neues Verfahren entwickelt, um PVDF zu fertigen, das auch bei 170 °C noch ferroelektrisch polarisierbar ist und so für die Datenspeicherung genutzt werden kann.
Der Schlüssel liegt in einer Kombination aus hohen Verarbeitungstemperatur und einem elektrischen Puls. Erstere stellen sicher, dass eine auch auf mikroskopischen Maßstäben glatte Folie entsteht. Normales, bei Raumtemperatur produziertes PVDF, das zum Beispiel für Verpackungsfolien genutzt wird, weist eine zu raue Oberfläche auf. Der elektrische Puls schließlich bringt die heißen Polymere in ihre ferroelektrische Delta-Phase - ein Zustand, der bislang nicht in dünnen PVDF-Folien nachgewiesen wurde.
Wissenschaftliche Publikation (kostenpflichtig): Nature

Und Wasser.. naja egal
Da wären wir wieder bei :
Wissen ist halt begrenzt! Meines auch und deshalb: wär mir auch neu.
@ enhra: Du glaubst doch nicht wirklich das diese Ressourcen unbegrenzt verfügbar sind? Ich glaub du meinst was anderes, deshalb auch mein "like".
Wie oft ist hier schon über auch so neue Speicherlösungen berichtet worden, von denen man nie wieder etwas gehört hat.
Ich erinnere nur an den "Tesaspeicher".
Aus Fischöl sollen Folien für den PC hergestellt werden das ist mir neu.
Zum Thema: Ja, wirklich toll..
genau
ich sag nur thema wale
@Dr bakterius das ist immer noch so