Neue Technologien: Quarzglas speichert dauerhaft mehrere Terabyte

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Neue Technologien: Quarzglas speichert dauerhaft mehrere Terabyte
Quelle: Microsoft Research

Auf einer kleinen Quarzglasscheibe konnten Forschende von Microsoft mehrere Terabyte an Daten sichern. Da kein Strom benötigt wird, könnte Quarzglas in Zukunft als dauerhaftes Speichermedium eingesetzt werden.

Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch an den Action-RPG-Klassiker Outcast aus dem Jahr 1999, der bei der Grafikdarstellung auf dreidimensionale Voxel statt Pixel setzte und für die Grafikdarstellung nur auf die CPU statt auf die GPU zugreifen musste. Die Voxel-Technologie nutzen die Microsoft-Forscher im "Project Silica" nun, um Daten langfristig auf einer Glasscheibe zu speichern.

Platzsparende Speicherung auf Quarzglas für lange Zeit

Durch die Verwendung von Voxeln soll das neu entwickelte Verfahren von Microsoft Research, bei dem Daten auf Quarzglas gespeichert werden, sehr platzsparend sein. Die Forschenden schreiben in ihrem Bericht, dass "eine kleine Glasscheibe [...] jetzt mehrere Terabyte an Daten speichern" kann, was "etwa 1,75 Millionen Songs oder dem Inhalt von 13 Jahren Musik" entspricht. Die magnetische Speicherung ist zwar weit verbreitet, aber aufgrund der begrenzten Speicherdauer äußerst ineffizient.

Archivierung von Klassikern: Superman-Film auf Glasscheibe

"Magnettechnologie hat eine begrenzte Lebensdauer", sagt Ant Rowstron, ein Mitarbeiter von Project Silica. "Sie muss immer wieder auf neue Generationen von Datenträgern kopiert werden. Eine Festplatte hält vielleicht fünf Jahre. Ein Band hält vielleicht zehn Jahre [...]. Aber wenn die Lebensdauer abgelaufen ist, muss es wieder neu kopiert werden. Und das ist offen gesagt nicht nur schwierig, sondern auch nicht nachhaltig, wenn man bedenkt, wie viel Energie und Ressourcen wir dabei verbrauchen."

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Hier soll die neue Speichertechnologie auf Quarzglas Abhilfe schaffen, denn damit lassen sich große Datenmengen für mehrere Jahrtausende sichern, so die Forschenden des Project Silica. So kann ein Datensatz auf einem kleinen Stück Glas in einem Regal aufbewahrt werden, bis er wieder benötigt wird - eine Stromversorgung ist dafür nicht nötig. Azure KI wird verwendet, um die in Quarzglas gesicherten Daten zu entschlüsseln.

Quelle: Microsoft Research via Golem

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    • Kommentare (23)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Tiavor PC-Selbstbauer(in)
        Ich glaube bei Tesa-Film hat noch nie jemand das wort "ewig" erwähnt, geschweige denn über lange Zeiträume geredet. etwas UV-Licht und die zerfallen doch innerhalb von nen Jahr oder 2.

        Wenn ich mich recht erinnere wird an 3D Quarz-Speicher schon seit mindestens Anfang 2000er geforscht. CDs gabs auch schon um einiges länger wie sie allgemein Verbreitung hatten. Manche Technologien brauchen eben etwas um zu reifen. Ich finde es nur merkwürdig, dass es immer wieder als NEUE Technologie/Entwicklung dargestellt wird, wenn doch schon so lange dran gearbeitet wird.

        Anwendungen wird es dafür zu genüge geben, insofern die Lesegeschwindigkeit schnell genug ist und der Preis stimmt. Es gibt ja auch diese Stein-DVDs die endlos halten sollen.
      • Von Tiavor PC-Selbstbauer(in)
        Ich glaube bei Tesa-Film hat noch nie jemand das wort "ewig" erwähnt, geschweige denn über lange Zeiträume geredet. etwas UV-Licht und die zerfallen doch innerhalb von nen Jahr oder 2.

        Wenn ich mich recht erinnere wird an 3D Quarz-Speicher schon seit mindestens Anfang 2000er geforscht. CDs gabs auch schon um einiges länger wie sie allgemein Verbreitung hatten. Manche Technologien brauchen eben etwas um zu reifen. Ich finde es nur merkwürdig, dass es immer wieder als NEUE Technologie/Entwicklung dargestellt wird, wenn doch schon so lange dran gearbeitet wird.

        Anwendungen wird es dafür zu genüge geben, insofern die Lesegeschwindigkeit schnell genug ist und der Preis stimmt. Es gibt ja auch diese Stein-DVDs die endlos halten sollen.
      • Von Biber6783 Komplett-PC-Käufer(in)
        Zitat von DarkWing13
        Wenn ich mich nicht irre, ist Glas amorph, das heißt, es "fließt" gaaaaanz langsam, aber über längere Zeiträume durchaus relevant und sichtbar
        Was du meinst ist duktiles Verhalten von Stoffen. Salz oder Eisen z.B. zeigen ein duktiles Verhalten. Normales Glas ist amorph, liegt also nicht in einer geordneten Kristallstruktur vor. Quarz als Mineral hingegen schon. Das ist der Grund warum Zeiss z.B. Kristallzuchtanlagen betreibt. Diese Kristalle (u.a. auch Quarz) werden zu Linsen für Präzisionsoptik geschliffen, da sie keine Fehler in der Kristallgitterstruktur (im Gegensatz zu amorphen Glas) aufweisen.
        Mir ist nicht ganz klar wie die Informationen im Glas gespeichert werden. Wahrscheinlich werden einzelne Atome innerhalb der geordneten Gitterstruktur verschoben?
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von DarkWing13
        Aber auch hier kein Wort zur Haltbarkeit dieser Technik, denn wenn ich mich nicht irre, ist Glas amorph, das heißt, es "fließt" gaaaaanz langsam, aber über längere Zeiträume durchaus relevant und sichtbar
        Das ist mittlerweile widerlegt, Glas fließt bei solch niedrigen Temperaturen nicht mehr, amorphe Feststoffe sind wirklich fest.

        Zitat von DarkWing13
        (s. alte Kirchenfenster)
        Das war ein Irrtum, da man die Produktionsmethode nicht einberechnet hat. Damals wurde das Glas geblasen und zu einer kleinen Scheibe geschleudert. Diese Scheibe hat natürlich außen und innen eine unterschiedliche Stärke. Die Glassetzer haben den dicken teil unter hingesetzt und den dünnen Teil oben, so ließ es sich besser verarbeiten.

        Wenn glas wirklich fließen würde, dann könnte man dies bei optischen Präzisionsinstrumenten binnen kürzester Zeit feststellen, da dann teilweise wesentlich weniger als ein Atomdurchmesser ausreicht, um sich bemerkbar zu machen

        Zitat von G4mest3r
        Ich warte heute noch auf den Holographischen Speicher auf Tesafilmbasis, der Terrabytes dauerhaft speichern sollte...
        Es war nur von 10GB die Rede und das ganze wurde nicht erforscht, da es schon gute Alternativen auf dem Markt gab, die ihrerseits immer weiter entwickelt wurden. Holographisch war das nichts, das war ein Nadeldrucker, der Löcher reingestanzt hat.

        Zum einen wären da die Magnetbänder. Mit dem Tesasystem hätte man spulen müssen, also wären die die natürlich Konkurrenten. Die Streamer (ja, früher hat man da an Magnetbänder gedacht) wurden immer besser und fassten schon bald deutlich mehr, als die angekündigten 10GB. Auf der anderen Seite standen die VHS Rekorder, diese hatten mit D-VHS gerade eine digitale Variante bekommen, mit der man 6h bei 14,4MBit aufzeichnen konnte, womit die DVD deutlich übertroffen wurde, sowohl in länge, als auch in Qualität. Alternativ waren mit 3,6MBit sogar 24h drin, schlechtere Qualität als die meisten DVDs, aber deutlich besser als normales VHS und 24h Aufzeichnungszeit. Das sind dann knapp 39GB pro Kassette. Das Spulen hatte man auch im Griff, man konnte ganz bequem an markierte Stellen spulen, die in einem Menü hinterlegt waren, wie bei der DVD. Dann stand auch HDTV vor der Tür, mit 25MBit sogar prinzipiell besser als Blu Ray, allerdings nur in 720p oder 1080i.

        Die DVD war auch noch da, damit waren dann 17GB drin, was dem ganzen endgültig den Todesstoß versetzt hat.

        Die Idee kam einfach viel zu spät, die hätte in den 70ern, 80ern und eventuell auch noch frühen 90ern Erfolg gehabt

        Zitat von Ganjafield
        und dann liegt der mal ein paar Tage in der Sonne und zerbröckelt.
        Das wäre kein normaler Tesafilm geworden, sondern etwas extra darauf zugeschnittenes. Der Tesa war einfach im Labor verfügbar und zu Demonstationszwecken ausreichend. Für die ROM Version wäre es einfach eine Plastikfolie geworden, in die in der Fabrik per Stempel der Inhalt eingestanzt wird, ähnlich einer Schallplatte. Bei der einmal beschreibbaren Version wäre es eine Plastikfolie, die dafür geeignet ist per Nadeldrucker bedruckt zu werden. Bei der Wiederbeschreibbaren Version hätte man die Folie mit größerer Hitze wieder glatt gebügelt, um sie dann erneut bedrucken zu können.

        Alle Folien hätte man wohl bei 100°C oder mehr bedruckt, sodass etwas Hitze kein Problem gewesen wäre.

        Im übrigen sollte man auch keine Disketten oder CDs im Auto offen herum liegen, die können bei 60°C wirklich kaputt gehen.
      • Von MAiKAeFeRLiKoER
        Zitat von DarkWing13
        wenn ich mich nicht irre, ist Glas amorph, das heißt, es "fließt" gaaaaanz langsam, aber über längere Zeiträume durchaus relevant und sichtbar (s. alte Kirchenfenster)
        Quarzglas mit Kirchenfensterglas (wenns geht noch aus anno elfhundert) zu vergleichen ist ungefähr das selbe wie ne Aluminiumknetlegierung mit nem martensitischen Edelstahl gleichzusetzen. ^^

        Zitat von MAiKAeFeRLiKoER
        ganz neu ist das aber nicht, oder?

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        ... muss jetzt aber los, das bsp stärken, lese später hier nochmal in gänze.
        Okay, den Artikel hätte ich mir auch schenken können, der ist ja so ein bissel wie n Coitus Interruptus. Wahrscheinlich haben die Frorscher*innen (jo, Trigger, aber ihr seid eh schon auf der Ignore...) bei Microsoft nur eine andere Art der Speicherung entwickelt, man weiss es nicht. ^^
        An und für sich wollte ich einen Artikel zur "GlassMasterDisk" verlinken, ist mir in der relativen Eile vor Start in den Arbeitstag aber wohl abgegangen. Anyways - da isser:

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        Aber wie das halt so ist - mit Nische machste nix...

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      • Von Hagal Software-Overclocker(in)
        Zitat von ToZo1
        Glas ist zerbrechlich.
        War auch mein erster Gedanke, allerdings lässt man eine HDD, Band usw Fallen könnte dass ggf auch Auswirkungen haben. Da Glas günstig ist und die Dinger nicht so viel Platz einnehmen, könnten man ja jede Doppelt also mit Bakup Lagern.
        Zitat von ToZo1
        Forscher
        100% bei "Forschende" bekomme ich Würgereize und Augenkrebs. Ist mir auch gleich negativ aufgefallen dieser Genderschmutz
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